Samstag, 30. April 2016

Neu gegen alt / 308

Heute ging ich wieder einmal in einen meiner Lieblings Jeans-Shop. Ich brauchte noch eine Frühlingsjeans. Mit meinem Vorsatz nur eine Jeans und vielleicht noch einen Gurt zu kaufen, betrat ich den Laden.

Als ich meinen Jeans-Wunsch der Verkäuferin kund tat suchte sie 3 Hosen für mich raus und ich ging in die Kabine und probierte diese an. Die Erste die ich anzog war auch gleich diejenige, die ich dann kaufte mit dem passenden Gurt dazu. Die Verkäuferin meinte dann, dass ich die andern auch noch probieren solle um ganz sicher zu sein. Die eine Jeans gefiel mir optisch eigentlich gar nicht. Als ich sie jedoch an hatte, musste ich sagen, dass dieser Schnitt wirklich auch noch gut aussah. Also lies ich mein Vorurteil dieser Hose los. 

Ich kaufte dann wirklich nur die eine Jeans mit dem passenden Gurt, ohne T-Shirt oder anderen passenden Accessoires.

Voller Stolz verlies ich den Laden, denn was ich mir vorgenommen hatte konnte ich auch einhalten und mich nicht überreden lassen. Was bei Kleidungsstücken mir immer wieder passiert.




Zuhause kam dann den nächste Schritt, also eine Jeans und ein Gurt verlies meinen Schrank. Dieses Unterfangen war etwas schwieriger, weil ich ja gerade erst eine Schrankräumung machte. Ich fand aber eine Jeans und einen Gurt, die ich noch los lassen konnte. 

Nun hoffe ich, dass das Wetter auch etwas mitmacht, damit ich meine neue Jeans auch bald tragen kann.

Heute hatte ich gleich zwei Lektionen erhalten, einerseits das probieren über studieren geht, in Bezug der Jeans die mir nicht so gefiel auf den ersten Blick. Und die zweite Lektion, dass ich mir gut überlege ob ich bereit bin etwas aus meinem Schrank zu entfernen bevor ich etwas kaufe. Da war auch noch, dass ich mich nicht überreden lies. Auf das war ich auch stolz.

Bis bald Karin



Freitag, 29. April 2016

Ein Ritual / 309

Heute habe ich dir ein weiters Ritual wie ich Dinge los lasse.

Mein heutiger Spaziergang ging wieder einmal an die Aare, wie anders bei diesem wunderbaren Wetter. Doch ich darf sagen, ich wäre heute so oder so an die Aare gegangen. Denn ich trage da so eine Sache in mir die ich einfach nicht los werde.

Für diesen Fall ging ich nun der Aare entlang, zuerst spazierte ich gegen den Strom. Wenn ich jeweils gegen den Strom laufe, frage ich mich was hindert mich alles daran diese Sache auf zu geben oder los zu lassen.

Es kamen sehr viele Gründe warum ich nicht loslassen konnte. Für jeden Grund der da kam nahm ich einen kleinen Stein in die Hand und spazierte einfach weiter. Als ich an meinem Zielort angekommen war, trank ich dort in Ruhe einen Tee und genoss die Sonne.


quelle: karin meister

Auf meinem Rückweg spazierte ich mit dem Strom, ich stelle mir dann jeweils vor, dass der Strom alle Widerstände in mir einfach mit sich nimmt. Mit meinen kleinen Steine in der Hand, ging ich weiter. An einem geeigneten Ort hielt ich an, spielte etwas mit Kisha und warf dann ganz bewusst jeden einzelnen Stein in die Aare, mit der Bitte, dass sich die Wiederstände auflösen dürfen. 

Dies ist ein Ritual, welches ich schon öfters angewendet habe. Bei vielen Dingen klappt das bei mir ganz von selbst. Aber in dieser Angelegenheit, weiss ich, dass ich da selbst noch an mir arbeiten darf. Darum werde ich wohl noch den einen oder anderen Spaziergang an der Aare für diese Angelegenheit tun.

Bis bald Karin



Donnerstag, 28. April 2016

Der Stein / 310

Kurz nach meinem 50. Geburtstag im März spazierte ich der Aare entlang. Wer mich gut kennt weiss, dass man mich dort sehr oft antrifft.

Die Aare-Spaziergänge sind für mich von den Liebsten, halt einfach weil ich das Wasser liebe und und ein Fluss ist für mich noch ganz speziell. An der Aare habe ich schon sehr viel losgelassen, mit Steine werfen, einfach nur da sitzen und zuschauen wie das Wasser an mir vorbei zieht usw.

Auf diesem speziellen Spaziergang nahm ich einen Stein mit nach Hause, auf diesen Stein schrieb ich bis gestern alle meine Blogtitel. Dies tat ich symbolisch damit es für mich auch visuell sichtbar war, was ich auf meinem Weg bis gestern alles los lies. Ich schrieb es auf um es im heutigen Ritual zu bestätigen, dass ich mich von dem allem los sage und es losgelassen habe.


quelle: karin meister

Den Stein habe ich heute wieder auf den Aare-Spaziergang mitgenommen und ihn der Aare zurück gegeben. In kurzen Gedanken und auch voller Freude, warf ich ihn ins Wasser, mit dem Gefühl, es ist gut so. In Dankbarkeit, dass ich 55 mal loslassen konnte oder zum Teil noch dran bin am Üben und dass ich gerne weiter mache.

Dies ist eine meiner Arten los zu lassen.

bis bald Karin



Mittwoch, 27. April 2016

Dresscode / 311

Kleider machen Leute ist doch ein allgemein bekannter Spruch. Ja es stimmt, dass jeder Mensch in verschiednen Kleider einen bestimmten Eindruck hinterlässt.

Ist dir aber auch schon aufgefallen, dass man in den verschiednen Kleidern auch eine bestimmte Rolle annimmt. Also wie benimmst du dich wenn du ganz schick angezogen bist? Verhältst du dich genau gleich wie wenn du im Trainer herumläufst.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass es wirklich etwas an sich hat, dass ich in Rollen hinein schlüpfe. Die Frage ist nun, bin ich trotz meiner Kleider authentisch, also bin ich immer noch ich, oder spiele ich eine Rolle. Heute beobachtete diverse Leute in ihren Rollen oder in ihren Kleidern. 

Der Kellner fragte sehr freundlich was ein Gast zu trinken möchte. Der Gast bestellte einen Cappuccino ohne Schokolade auf dem Schaum. Der Kellner kam zurück zur Theke, ich sass an der Bar, und der Kellner lästerte über den Gast ab, er könne doch auch einen Milchkaffee bestellen. Also er fiel hinter der Theke aus seiner Rolle, ohne dass der Gast etwas merkte. Der Gast erhielt seinen Cappuccino mit der gleichen Freundlichkeit serviert, wie die Bestellung aufgenommen wurde. Also war der Kellner wieder in seiner Rolle.

Klar kann man jetzt über die Professionalität dieses Kellners sprechen, welche er wirklich an den Tag legte. Jedoch wie sah es in ihm aus, machte er gute Mine zum bösen Spiel, welches von ihm auch verlangt wird als Kellner. Ist alles ok, ich fragte mich in diesem Zusammenhang, wo bleibe ich in meinen Kleidern oder Rollen stecken ohne dass es überhaupt noch erwünscht oder nötig ist. Vor allem sind diese Rollen überhaupt nötig, wo bin ich nicht authentisch, wo habe ich Masken auf die mir nicht gut tun.


quelle: mordinpalermo.de

Diese Frage begleitete mich heute während des ganzen Tages, dass ich nicht von heute auf morgen meine Rollen oder Masken erkenne ist mir klar. Jedoch habe ich schon eine Rolle erkannt welche ich nicht mehr spielen will, darum lasse ich die los, somit falle ich auch nicht mehr aus der Rolle.

Über dieses Thema wirst du sich noch von mir lesen.

bis bald Karin



Dienstag, 26. April 2016

Ist das anstrengend / 312

Auf meinem heutigen Morgenspaziergang, stellte ich fest, dass meine Schulterpartie ziemlich verspannt ist. Ich überlegte kurz, wie das geschehen konnte und kam zu zwei Gründen.

Der eine wird wohl die Kälte sein, denn bei dieser Wetterlage zieht sich mein ganze Körper zusammen. Ich ziehe die Schultern hoch und den Kopf ein. Das geschieht irgendwie automatisch ohne daran zu denken. Das Loslassen und entspannen dieser Partie geschieht leider oftmals nicht von selbst.

Der zweite Grund ist wohl, dass ich wieder im Büro arbeite und vor dem PC sitze. Wenn ich in etwas vertieft bin achte ich mich nicht auf meine Körperhaltung. Auch dies geschieht einfach, das Loslassen geschieht dann erst wieder wenn ich aufstehe.




Ich gehe mal davon aus, dass diese zwei Gründe vielen anderen Menschen auch bekannt sind. Was tun?

Heute habe ich mich dann den ganzen Tag über immer wieder beobachtet und meine Körperhaltungen kontrolliert. Ist das anstrengend. Manchmal konnte ich mich gar nicht locker machen. Also habe ich eine Übung gemacht die ich schon viele Jahre kenne aber leider viel zu selten angewendet habe.

Ich spannte jeden Muskel in meinem Gesicht an, mindestens 30 Sekunden lang und lies dann alles wieder los. Dies 2-3 Mal, so wanderte ich vom Kopf bis zu den Füssen. Diese Übung ist wirklich sehr hilfreich um zu merken wie entspannend loslassen sein kann. 

Manchmal ist es ja auch mit materiellen Dingen so, dass man sich nochmals ganz fest daran klammert und dann plötzlich merkt wie entspannt es ist wenn man es losgelassen hat. Denn Dinge, Situationen oder Menschen die man krampfhaft festhält sind anstrengend und manchmal merkt man erst wie entspannt das Leben sein kann, wenn man es nicht mehr hat.

Viel Spass bei Krampf- und Entspannungsübungen.

Bis bald Karin



Montag, 25. April 2016

Es kam doch noch gut / 313

Heute war so ein richtig aktiver Loslassen-Tag. Es begann schon am Morgen als ich widerwillig meine warmen Schuhe anzog um auf meinen Spaziergang zu gehen. Ja ich war wirklich gar nicht erfreut darüber. Ich bin doch auf Frühling eingestellt! Ok, das kann ich nicht beeinflussen wann der jetzt wirklich bei uns einziehen will. Also lies ich für heute den Frühling, Frühling sein.

Am Mittag stellte ich dann fest, dass ich meine lieblings Hundeleine verloren hatte. Toll auch das konnte ich nicht mehr beeinflussen, denn weg ist weg. Also lies auch diese widerwillig los.


quelle: karli.com

Es kam aber doch noch besser, ich ging nämlich meine Sommerpneu in die Garage montieren lassen. Trotzdem der Frühling noch nicht so recht will. So habe ich dem Winter nun tschüss gesagt was mein Auto angeht.

quelle: tz.de


Da ich gerade so in Fahrt war, räumte ich auch noch die Winterschuhe weg und warf da auch gleich die einen oder anderen weg. Also doch noch freiwilliges aktives Loslassen.

Jetzt geht es mir wieder besser, denn ich habe wieder Schritte gemacht im akzeptieren der momentanen Situation, auch wenn es erst wiederwillig war, und dann doch noch aktiv etwas zur Veränderung getan.

Dies ist ja auch der Weg den es zu bevorzugen gilt, wer eine Veränderung möchte Schritte in diese Richtung, zu gehen. Auch wenn ich das Wetter nicht beeinflussen kann, ich bin in einigen Bereichen bereit für den Frühling und der kommt bestimmt.

Bis bald Karin



Sonntag, 24. April 2016

Versuch es mit Gemütlichkeit / 314

Obwohl heute Sonntag ist hatte ich früh Tagwache 06:30 Uhr, Kisha musste raus. Nachdem sie aber die Wetterlage sah entschied sie sich auch noch mal für eine Schlafrunde.

Da der April seinem Namen heute wieder alle Ehre machte, von Regen zu Schnee und Sonne, entschied ich mich einen ganz gemütlichen Tag zu machen.

Ich übte mich im nichts tun. Also von einer gemütlichen Ecke in die andere, mit einem Buch. Später noch einen Spaziergang und kurz die Sonne geniessen. Mit dem nichts denken, also genau gesagt nicht ans Geschäft, das gelang leider nicht ganz. Jedoch voller Stolz kann ich verkünden nicht aktiv gearbeitet zu haben. Für mich ist das eine Leistung, ich konnte mein altes Muster heute loslassen und ging nicht ins Büro, obwohl ich genau gewusst hätte was zu tun wäre.

Es ist schon enorm wie solche alten Muster hartnäckig sind und einem immer wieder versuchen zu verführen.

Einen Sonntag einfach in Gemütlichkeit zu verbringen war ganz angenehm und ich könnte mir vorstellen dies in Zukunft zu wiederholen.

quelle: unglebookclub.deviantart.com

Darum wird mein Post heute auch sehr kurz weil ich mich in der Gemütlichkeit weiter übe.

Bis bald Karin



Samstag, 23. April 2016

Dancing in the rain / 315

Der April, der macht was er will. Manchmal möchte ich auch April sein, einfach tun und lassen was ich will. Regnen, schneien, warme Frühlingstage, vielleicht schon erste heisse Sommertage, gerade wonach es mir ist.

Heute bin ich mit dem April in Resonanz gegangen, mit viel Lachen und Freude. Ich nahm heute wieder einmal die kleine Tochter meiner Nichte mit auf einen Spaziergang. Es war gerade ein regenfreies Zeitfenster. Trotzdem zogen wir die Gummistiefel an, den Regenschirm liessen wir zuhause, voller Optimismus.

Nach dem wir einige Schnecken und Würmer auf dem Weg begutachtet hatten, kamen auch noch Pfützen. Natürlich sprangen wir in jede die wir fanden und schauten wie fest es spritzte. Plötzlich türmten sich wieder dunkle Wolken über uns, ich wusste schon das wir nass werden. Denn der Spaziergang zu verkürzen war nicht mehr möglich und auch schneller Laufen mit einem knapp 2 jährigen Mädchen nicht. OK was soll's werden wir halt nass. Meiner Hündin Kisha gefiel das viel weniger als mir und der Kleinen.

quelle: zonar.de

Anfangs tropfte es nur leicht und dann kam es ganz deftig immer heftiger und heftiger, doch wir beiden hatten immer mehr Spass an dem Regen. Ich begann "räge räge tröpfli"zu singen und die Kleine trällerte in ihrer Sprache mit.

Völlig losgelöst von allen Gedanken, was andere über uns Denken könnten oder wie es von aussen aussehen könnte, hatten wir unseren Spass. Ich lies das erwachsen sein einfach mal wieder los, fühle mich wie ein kleines Kind, welches noch kein Urteil über Regen und nasse Kleider fällt. Einfach nur Spass, gerade wie der April wenn er macht was er will.

quelle: nytimes.com


Den krönenden Abschluss, in wirklich heftigstem Regen, machten wir in dem wir mehrere Male unter dem Dachkännel des Ofenhauses durch rannten und richtig laut lachten.
Total durchnässt kamen wir dann zur Haustür, wo Mami die Kleine wieder in Empfang nahm und sie danach wieder trocknete. Sie machte danach einen ausgiebigen Mittagsschlaf, ich gönnte mir eine warme Dusche und einen Tee. 

Mit einem Lächeln auf meinem Gesicht schreibe ich diesen Post und fühle mich dabei immer noch wie ein kleines Kind, welches diese Geschichte erzählen kann. 

Kannst du dich erinnern wann du dich das letzte Mal wie ein Kind gefühlt und benommen hast und so richtig Spass gehabt hast? Ich bin überzeugt der April gibt uns sicher noch Möglichkeiten einen Regentag zu einem Happy - Day zu machen.

Bis bald Karin



Freitag, 22. April 2016

Garage / 316

In unserer Garage wirbelte auch der Frühlingsputz. Wie es so ist, im Herbst wird alles mal winterfest gemacht. Gartenmöbel, Grill, Gartenwerkzeug usw. werden verstaut. Da wir die Garage im Winter nicht mehr so oft betreten, wird halt öfters auch alles einfach so hingestellt. Also auf Deutsch und klar beim Namen genannt es herrscht ein Chaos. Was ich Grundsätzlich gar nicht gerne habe!

Nun als ich meine Sommerpneus brauchte, blieb mir nichts anderes übrig als mich durch das Chaos zu wühlen. Also räumte ich die ganze Garage aus, wischte und entsorgte einiges. Als alles draussen war merkte ich wieder einmal mehr wieviele Dinge sich da so ansammeln, es ist der helle Wahnsinn. Ich fragte mich oft, brauchen wir das wirklich? Nun wenn man einen so grossen Garten hat wie wir, braucht es halt schon verschiedene Werkzeuge und Utensilien. Gut ich als Frau hätte sicher in diesem Fall viel weniger, aber Männer dürfen ja auch ihr Hobby haben und viele spezial Geräte haben, nicht nur wir.


quelle: karin meister

Wenn ich da an unsere Schuhe oder Schminkutensilien denke..., ist es besser ich sage nicht zu viel. Gut an diese werde ich auch noch gehen und ausmisten, aber nicht heute.

Dann war ich endlich bei meinen Sommerpneus und freute mich riesig diese bald auf meinem Auto montieren zu lassen. Denn das heisst für mich, endlich Sommer!!! Das Leben ist so viel besser in Flip-Flop für mich. Denn die Sommerpneus von meinem Auto heissen auch Flip-Flop:)).


quelle: pinterest.com

Also wir sind bereit für den Sommer und lassen die kühlen Temperaturen los und die voller Vorfreude. In der Hoffnung auf einen tollen warmen Sommer und wie wir ja bereits wissen ist die Vorfreude eine der schönsten Freuden. 

bis bald Karin



Donnerstag, 21. April 2016

Wünsche / 317

Heute Vormittag beschloss ich zum Abendessen etwas zu grillieren. Im Verlauf des Nachmittags, hatte ich gar keine Lust mehr zu grillieren und entschied mich für ein typisches Schweizer Z'nacht, Käse und Brot.

Ist das nun Unverbindlichkeit, Flatterhaftigkeit, nicht wissen was ich will, oder flexibles denken. Ganz klar! Ansichtssache jeder kann das so auslegen wie er will.


quelle: pinterest.com

Gut jetzt gibt es bei mir aber auch Träume die ich schon jahrelang hege, Wünsche und Ideen die ich umsetzten möchte. Diese sind aber nicht nur von mir abhängig, denn andere Menschen oder auch Situationen sind da involviert. Es gibt da ja so die Devise, wenn du Träume hast mache jeden Tag einen Schritt zu deren Verwirklichung. Viele Schritte hatte ich getan, immer wieder anders versucht, doch bis heute bin ich nicht annähernd an dem Ziel, welches ich mir visualisiert hatte.
Man könnte jetzt sagen ich wollte es zu wenig, oder falsch visualisiert usw. Gründe suchen warum es nicht geht oder nicht entsteht.

Ich für mich habe heute entschlossen diesen Wunsch, Traum, Idee zu begraben, also los zu lassen. Ganz bewusst sagte ich zu mir ich lasse es gehen. Anscheinend gehört es nicht in dieser Art zu meinem Lebensplan, jedoch vielleicht auf eine ganz andere Art.

Nun lasse ich diese Sache ruhen und wende mich wieder anderen Dingen zu. Wenn mein Wunsch, Traum, Idee für mich bestimmt ist, kommt er so oder so in mein Leben.


quelle: einfühlen.de

Durch diese kleine Episode war es für mich plötzlich ganz einfach dies los zu lassen. Dadurch, dass ich nicht stur an meinem Plan oder der Idee festhielt zu grillieren, ergab sich ein ganz anderes feines Abendessen. 

Ich denke es ist wichtig auch etwas los zu lassen wenn es nicht so geht wie man es sich wünscht. Dadurch, dass der Kopf und die Gedanken frei werden, können neue Dinge entstehen die uns vielleicht einfacher fallen und uns besser tun. 

Bis bald Karin



Mittwoch, 20. April 2016

Mit Kinderaugen / 318

Ab und zu nehme ich meiner Nichte ihre kleine Tochter mit auf einen Spaziergang. Sie wird bald mal 2 Jahre. Diese Spaziergänge sind stets besonders spannend für mich.

Einerseits zu schauen das meine Hündin auf ihre Kosten kommt bei ihrem Spaziergang und anderseits dass die Kleine nicht überfordert wird. Also kann ich auf diesen Spaziergängen jeweils all meine Routine über Bord werfen und loslassen.

Denn mit so einem kleinen Menschen geht gar nichts mehr nach Plan. Weder die Spaziergeschwindigkeit, noch die Route oder der "normale" Ablauf. Mit ihr erlebe ich die Welt auch immer wieder mit neuen Augen. Ich darf wohl von mir behaupten, dass ich ein sehr aufmerksamer Mensch bin und sehr viel in der Natur wahrnehme. Jedoch mit ihr sieht die Welt nochmals ganz anders aus.


quelle: mainzauber.de

Schon rein die Grösse von ihr, sie sieht Dinge auf ihrer Augenhöhe welche für mich knapp auf Schenkelhöhe sind. Also sie sieht zwischen den Ästen und Büschen durch. Da kommt schon mal vor, dass sie eine Katze sieht die für mich unsichtbar ist. Sie sieht Vögel im Gebüsch sitzen welche ich nicht sehe. Plötzlich bleibt sie stehen, schaut einfach und hört und meint dann "fugi", was Flugzeug heisst. Sie sucht den Himmel ab bis sie es sieht und freut sich dann riesig wenn sie es entdeckt.

Ich könnte jetzt noch viele solche Beispiele bringen. Die Zeit bleibt auf diesen Spaziergängen einfach mal stehen und hat absolut keine Bedeutung mehr.

Und da ist schon das zweite loslassen, die Zeit, in den Momenten bin ich einfach.


quelle: gentleman-blog.de

Ich weiss solche Momente im Leben sehr zu schätzen und zu geniessen, so vieles ist in solchen Momenten so unwichtig. Ich fühle mich dann auch sehr leicht und unbeschwert, Sorgen, Ängste, unwichtige Gedanken sind in diesen Momenten nicht vorhanden. Mit einem Kind oder auch mit einem Tier Zeit zu verbringen kann so viel leichter machen in einem Leben. Interessant ist auch, dass Lachen in dieser Zeit auch immer garantiert ist.

Eine meiner Töchter sagt auch immer, ich will einen Mann, der mich zum Lachen bringt und es lustig hat mit mir. Ich denke, das ist ein sehr guter Wert, den sie sich da zu eigen macht, sich mit Menschen umgeben die einem zum Lachen bringen.

Also wenn du in deiner Verwandtschaft die Möglichkeit hast ab und zu ein Kleinkind zu betreuen, kann ich dich nur dazu ermuntern, denn so leicht wie mit Kindern kommt die Leichtigkeit selten zu dir.

Bis bald Karin


Dienstag, 19. April 2016

Im Nebel / 319

Manchmal beobachte ich, dass sich langsam etwas von mir entfernt. Wie zum Beispiel ein Auto, das komische Töne von sich gibt, oder ein Mensch wenn man langsam nicht mehr die gleichen Interessen hat. Man trifft sich dann vielleicht nicht mehr so oft, und wenn man sich wieder sieht weiss man gar nicht recht was man noch zusammen zu besprechen hat.

Bei einigen ist es auch im Job so, man geht zwar zur Arbeit merkt aber immer mehr, dass dieser einem nicht mehr ganz oder immer weniger befriedigt. 

Ich für mich tape dann etwas im Nebel, ich weiss das etwas Neues kommt aber habe absolut noch keinen Plan was. In solchen Momenten fühle ich mich dann auf eine Art wie auf Abenteuerreise und manchmal total unsicher und sogar ängstlich.


 quelle: karin meister

Es heisst dann Geduld üben, Vertrauen haben ins Leben und sicher sein, dass alles so kommt wie es gut für mich ist. 
Wenn ich im Nebel Auto fahre, bin ich meistens etwas angespannt, nervös und sehr vorsichtig. Fernlicht geht ja in diesem Moment gar nicht, Nebelscheinwerfer finde ich auch nicht so toll. 

Wenn ich also merke, dass sich bei mir etwas verändert ganz langsam aber sicher, dann hat es keinen Sinn mit dem Scheinwerfer suchen zu gehen, was da wohl kommen könnte.
Ich werde auch nervös und bin angespannt, ich sehe in allem einen Hinweis und möchte nichts verpassen. Dies fördert natürlich meine Ungeduld und nicht die Gelassenheit.

Da ich aber nun mit solchen Nebelwanderungen etwas Erfahrungen gesammelt habe, konnte ich heute morgen feststellen, dass ich etwas Nervosität und Angespanntheit loslassen konnte.


quelle: karin meister

Eines ist sicher nach dem Nebel kommt auch wieder die Sonne und zeigt mir verschiedene Wege die ich dann einschlagen kann. Symbolisch war heute auf dem Morgenspaziergang der Nebel und am Abend der Sonnenschein. Meistens geht es nicht so schnell mit den neuen Wegen jedoch sicher das es neue Wege gibt.

bis bald Karin



Montag, 18. April 2016

Es war wieder da / 320

Ich dachte schon es ist vorbei und ich hätte das hinter mir, losgelassen. Doch leider wurde ich letzte Nacht eines Besseren belehrt.

Ich versuchte einzuschlafen was mir in der letzten Zeit viel besser gelungen ist. Doch gestern Abend war es für mich wie in meinen schlimmsten Zeiten in meinem Burnout. Gedankenkarussell, Ärger nicht ein zu schlafen zu können, Schweissausbrüche das ganze Programm. Während 3 Stunden wälzte ich mich hin und her, ich begann zu lesen Entspannungsmusik zu hören, Atemübungen aus zu führen, alles was ich gelernt hatte. Leider ohne Erfolg. Ich bekam richtig Angst und befürchtete wieder Meilen zurück zu fallen.

Plötzlich hielt ich inne und sagte einfach JA, es ist so, alles was da im Moment abläuft ist so. Ja ich hatte Angst, ja ich hatte ein Gedankenkarussell, ja ich hatte Schweissausbrüche usw. Ich sagte einfach zu allem JA, und akzeptierte meinen momentanen Zustand wie er war.

Ich erinnerte mich plötzlich an ein Lied von Andreas Bourani "Hey es geht vorbei."


quelle: youtube.com

Dieses Lied begleitete mich oft durch schwierige Tage und plötzlich wurde ich richtig müde und konnte während dem Lied einschlafen.

Am Morgen als ich aufwachte, war ich ziemlich gerädert und wusste gar nicht wo mir der Kopf stand. Trotzdem ging ich in mein Büro und begann zu arbeiten, jedoch nicht mit so leichter Hand wie die vorherigen Tage.

Ich konnte in dieser Nacht meine Ängste, Sorgen und Zweifel nochmals so richtig intensiv spüren, was ich loslassen konnte war die Spirale nach unten. Zu wissen das es vorbei geht ermuntert mich einfach jetzt meinen Weg weiter zu gehen, im Wissen, dass das eine oder andere alte Muster ab und zu vorbei kommt um zu schauen ob ich noch darauf anspringe. 

Loslassen und Veränderung sind lebenslange Prozesse und dies ist wichtig sich dies immer wieder vor Augen zu führen. 

Bis bald Karin




Sonntag, 17. April 2016

Zerbrochen / 321

Als ich heute meine Abwaschmaschine ausräumte war ein Glas darin kaputt gegangen. Nun es war kein spezielles Glas, einfach ein ganz normales Trinkglas. Es gehörte aber zu meinem 6er Set. Welches jetzt nur noch ein 5er Set ist.

Gut das Glas lies ich los, unfreiwillig. Ich hätte beim Einräumen besser acht geben können ob es an einem guten Platz steht. Hätte und könnte...., tat ich aber nicht. Ist ja jedesmal das selbe wenn etwas in Brüche geht, im Nachhinein ist man immer schlauer.


 quelle: karin meister

Was mich wieder einmal zum Nachdenken brachte, wieso denken wir immer erst im Nachhinein was wir anders hätten tun können. Ist doch so, egal ob es ein Glas ist, das zerbricht, ist es eine Beziehung die scheitert, einen Job den man verloren hat usw. Im Nachhinein ist meistens vieles klar was man anders hätte tun können. Geht allen Menschen auf dieser Erde sicher ab und zu gleich.

Nun ich kam für mich zu dem Schluss, dass genau diese Dinge uns Erfahrungen bringen mit denen wir weiser und reifer werden. Auch dies ist nichts Neues. Nur sind wir uns dies Bewusst in dem Moment? Ich würde sagen, meistens nicht. Erst wieder viel später kommen wir zu der Einsicht, dass dieses oder jenes Ereignis uns reifer und weiser machte.

Was einmal mehr Beweist, das es Fehler und Scheitern braucht um im Leben weiter zu kommen. Wenn wir das nicht mehr tun sind wir wohl tot. 

Zurück zu meinem Glas, ich stellte es wirklich an einen Platz in der Abwaschmaschine welcher gar nicht optimal war. Warum? Unüberlegt, Risikoreich, wollte ich sehen ob das Glas dies überlebt oder wollte ich schlussendlich einen Blogeintrag über dieses Glas schreiben? Ich kann es nicht sagen, was es war.

Unüberlegt wäre: einfach mal drauf los.
Risikoreich wäre: mal schauen ob das Glas diesen Waschgang überlebt.
Blogeintrag könnte sein: ich machte dies einfach unbewusst damit ich etwas loslassen konnte und mir Gedanken machte.


quelle: bettis-traeumerei.de

Welche Übung mir mein Leben mit diesem kaputten  Glas genau lernen will ist mir heute noch nicht ganz klar. Jedoch sehe ich verschiedene Varianten und dies zeigt mir, dass ich im flexiblen Denken Fortschritte mache. Dies durch meinen Vorsatz täglich etwas loszulassen.

Ich bin wirklich täglich immer wieder erstaunt was dieser Entscheid immer wieder in mir auslöst und macht mir immer mehr Freude.

bis bald Karin



Samstag, 16. April 2016

Kleiderschrank / 322

Nach meiner grossen Wäsche, ging ich wieder mal quer durch meinen Kleiderschrank. 
Grundsätzlich bin ich ja schon sehr stolz auf mich, ich als Frau habe einen dreitürigen Schrank für mich selbst. Ja und da hat alles platz drin. 

Mein Aussortieren ging sehr schnell und radikal ohne grosse Emotionen. Ich füllte gleich zwei Säcke mit alten Kleidern. Klar ich war ja schon vor ein paar Tagen auf Shoppingtour, und räumte damals meinen Schrank nicht gleich aus, weil ich schon wusste das es eine grössere Aussortierung gibt. Ich weiss auch, dass ich noch nicht fertig bin, denn die Sommerkleider habe ich noch nicht mit einbezogen.

quelle: karin meister

Meinen Schrank habe ich jetzt so eingerichtet, dass ich einen Stapel Kleider habe, wo ich mir nicht sicher bin ob ich diese Stücke wirklich noch brauche. Das werde ich dann mit den Sommerkleider-Aktion entscheiden.

Es ist wieder richtig schön in meinen Schrank zu schauen und meine neuen Kleidungsstücke auch gleich zu sehen und zu kombinieren.

Wie sieht es in deinem Schrank aus. Hast du auch Kleidungsstücke von denen du dich eigentlich schon längst trennen solltest. 

Ich für mich kann nur sagen es war sehr befreiend und die Säcke sind auch schon weg, damit ich auch nicht in Versuchung komme wieder etwas raus zu nehmen.

bis bald Karin



Freitag, 15. April 2016

Anwesenheitskraft / 323

Kennst du das auch? Du betrittst einen Raum oder bist an einem Ort und dann kommt da eine Person und plötzlich fühlt es sich gut an oder nicht mehr gut.

Es gibt Menschen die tun uns so richtig gut, rein durch ihre Anwesenheit. Vielleicht ist es sogar ein Ort oder ein Platz und es passt einfach. 

Ich kenne das sehr gut, wenn ich meine Familie um mich habe fühle ich mich sehr geborgen und gut aufgehoben, dies wurde mir während meiner Burnoutzeit sehr klar vor die Augen geführt. Meiner Familie musste ich nichts vormachen, die kennt mich genau, die wussten eigentlich immer wie es mir ging. Ich musste mich auch nicht erklären oder rechtfertigen, wenn ich es trotzdem tat, war es weil ich das Gefühl hatte es tun zu müssen.

Es gab Tage da war ich einfach froh eines meiner Kinder zu sehen, an meiner Situation änderte sich ja eigentlich gar nichts. Rein die Anwesenheit tat mir gut und schenkte mir in dem Moment wieder Kraft für die nächsten paar Stunden.

Im Rückblick habe ich jetzt gemerkt, dass es doch einige Menschen in meinem Umfeld gab, die mir nicht so gut taten. Mit denen arrangierte ich mich einfach oder machte gute Mine zum bösen Spiel, wie ein Sprichwort heisst.

Es gab auch Orte die ich öfters besuchte und mir jedes Mal recht viel Energie raubten und mir dies gar nicht mehr auffiel. Doch jetzt bin ich diesbezüglich wieder viel sensibler geworden und habe mich entschlossen diese Orte und Menschen zu meiden. 

Für mich war es auch recht erschreckend wie steinhart und unsensibel ich mir gegenüber geworden war bis zu meinem Zusammenbruch. 

Mein Entscheid für mich ist heute beschlossene Sache, ich lasse solche Orte und Menschen los und gehe meinen neuen Weg.


quelle: pinterest.com

Auf diesem neuen Weg werde ich sicher noch einiges ausprobieren, ob es wirklich der Ort oder der Mensch ist, was mir nicht gut tut oder mehr meine Einstellung dazu. Es kann auch sein, dass ich dem einen oder anderen noch nicht gewachsen bin und es für den Moment noch loslassen werde. Diese Übung stelle ich mir etwa so vor wie eine Vetotour, vielleicht kann ich noch gerade keine Passfahrt machen sondern mal etwas in der Ebene rum radeln. Vielleicht werde ich auch gar keine Passfahrten machen, weil ich nicht für das geschaffen bin und mir nichts mehr beweisen muss.

Denn ich lasse es los mit jeder Anwesenheitskraft im Einklang zu sein. Ich darf auch sagen wenn mir die Anwesenheit nicht gut tut und mich davon entfernen.

Weisst du wann es dir einfach gut geht, wenn du diesen oder jenen Menschen in deiner Umgebung hast? Oder weisst du, welche Plätze und Orte dir einfach gut tun, auch wenn es an deinen ganzen Lebenssituationen im Moment nichts ändert?

Ich wünsche dir viel Erforschungswille bei diesen Fragen.

bis bald Karin


Donnerstag, 14. April 2016

Loslassen auf Zeit / 324

Wieder einmal heisst es Abschied nehmen von einem lieben Menschen. Nein nicht für immer nur für 8 Wochen, ist ja nicht lange. Für die einen ist es eine kurze Zeit, für die anderen ist es soooo lange.

Loslassen und zwar so das es Freude macht beim Verabschieden, wie soll das einfach gehen. So wie wenn man einfach normal zur Tür raus geht und dann gleich wieder nach Hause kommt. Oder doch eher eine feste Umarmung und ein Knuddeln, bis die Tränen kommen. Oder ganz einfach cool bleiben, ein Schulterklopfen und "häbs guet bis gly".

Jedem das seine, ich knuddle und drücke gerne, möchte aber trotzdem cool bleiben und mir nicht anmerken lassen, dass ich nicht so cool bin wie ich tue.

quelle: ja-pic.com

Soll ich das jetzt loslassen, dieses cool tun? Nein, will ich nicht, denn ich möchte es meinem Gegenüber nicht noch schwerer machen. Mir fällt es ja wirklich auch nicht leicht und trotzdem lasse ich los. Im Wissen das dieser liebe Mensch diese 8 Wochen schafft und nachher auch stolz auf sich ist. Auch wenn es zum Teil harte Zeiten gibt.

Loslassen will ich, dass 8 Wochen eine lange Zeit sein soll. Kommt doch wieder einmal mehr auf meine Sichtweise an. Also habe ich kurz mal nachgeschaut was da so alles auf meinem Programm steht und freue mich auf das, was ich in dieser Zeit alles erleben darf.

Ich wünsche meinem lieben Menschen auch, dass sie sich auf ihr Programm freuen kann und die vielen wunderbaren Plätze die sie geniessen kann. Denn dies ist ein loslassen auf Zeit, was ja auch ganz schön ist. Denn man weiss, es kommt zurück und darf wieder sein.

also bis bald

Karin

Mittwoch, 13. April 2016

Vorfreude oder Vorsorge / 325

Vorfreude ist eine der schönsten Freuden die es wohl gibt. Dann gibt es aber auch das Gegenteil die Vorsorge.

Wenn man sich auf etwas freut und es kaum erwarten kann erledigen sich viele Dinge fast von selbst, man geht mit einer Leichtigkeit an die Arbeit oder an das zu Erledigende. Nehmen wir mal das Beispiel von Ferien. Wer freut sich da nicht, also ich mich jeweils wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Schon Wochen im Voraus zähle ich die Tage runter und je näher der Abreisetag kommt desto besser geht es mir und eine enorme Leichtigkeit erfüllt mich jeweils.

Da fällt es mir leicht noch eine extra Schicht einzulegen um etwas fertig zu stellen. Manchmal kommt aber auch das Gefühl von, ich könnte keinen Tag mehr länger, ich brauche jetzt dringend Ferien. Dann ist der Tag da, die Abreise kann beginnen und es fällt mir/uns leicht alles hinter mir zu lassen und zu sagen, ich bin dann mal weg. So einfach kann loslassen sein wenn man sich auf etwas freut und alles andere hinter sich lassen kann.



Die Kehrseite ist dann wenn der Abreisetag wieder vor der Tür steht um nach Hause zu fahren. Schon zwei oder drei Tage vorher kommen Gedanken wie, ach nur noch.... Und fertig ist für den Moment mit dem im Hier und Jetzt zu sein. Gut das ist man ja vor der Abreise, während dem Träumen auch nicht. Jedoch ist es bei der Rückreise anders, ausser die Ferien waren die Hölle und man freut sich nur noch für nach Hause. Sonst kommt die Wehmut wie, ach es könnte doch so schön sein. Was erwartet mich wohl alles zu Hause, auf der Arbeit, mit dem Alltag usw. Und schon sind wir elegant in die Vorsorge gerutscht.

So nahe liegen Vorfreude und Vorsorge beieinander.


quelle: marxiana-ebmeier

Nichts mit einfach loslassen von den Ferien. Und warum ist das so? Warum sorgen wir uns um das was uns zu Hause und im Alltag erwartet. Wir wissen ja nicht mit 100% Sicherheit was uns wirklich zu Hause erwartet, es sind ja nur Annahmen und Vermutungen.

Wir wissen ja auch nicht was uns in den Ferien wirklich erwartet, dies sind ja auch nur Vermutungen, Hoffnungen und Annahmen. Auch wenn man viele Jahre immer wieder an den selben Ort geht, ist es doch jedes Mal etwas Anders. 

Mit der Vorsorge ist es so eine Sache, wir Sorgen uns so oft über viele Dinge die wir gar nicht wissen ob sie wirklich eintreffen, und es wird ein reisen Geld mit dieser Sorge gemacht. Angst hindert uns auch am loslassen, darum frage ich mich immer wieder ist es wichtig mir über dies oder jenes Sorgen zu machen. Oder ist es besser es einfach los zu lassen und einfach einen Schritt um den andern weiter zu gehen.

Ich widme mich jetzt mehr der Vorfreude und lasse die Vorsorge immer mehr los.

bis bald Karin





Dienstag, 12. April 2016

Durch die Hände / 326

Heute während meinem morgen Spaziergang, ging mir folgender Gedanke durch den Kopf:

Was halte ich tagtäglich in meinen Händen und lasse es wieder los. Wow, als ich nur kurz darüber nachdachte wurde mir schon fast schwindlig über all die vielen Dinge. Von der Zahnbürste über die Kosmetikartikel zum WC-Papier den Kleidern usw. Das ist ja der hellste Wahnsinn. 

Täglich nehmen wir so viele Dinge in die Hände und lassen sie kurze Zeit später wieder los. Ohne uns Gedanken darüber zu machen, wie einfach nehmen und loslassen ist. Manchmal müssen wir Dinge sogar ganz fest halten damit wir sie nicht fallen lassen, und können Sie dann trotzdem mühelos wieder hinstellen oder weg legen.


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Lass dir das mal ganz kurz durch den Kopf gehen nur mal so eine Minute und du wirst staunen. Ich dachte dann noch weiter wie es wäre als Handwerker zu arbeiten, oder verschiedene andere Berufsgattungen. Ganz enorm, wie wichtig unsere Hände sind und wie geübt sie sind im Festhalten und Loslassen. 

Weiter ist mir dann durch den Kopf gegangen, dass ich mir nie Sorgen oder Gedanken mache ob am Abend meine Zahnbürste noch dort steht wo ich sie am Morgen hingestellt habe. Nein sie ist einfach dort und wartet auf mich. Mit ganz vielen anderen Dingen in meinem Leben ist es das Gleiche. Alles steht an seinem Platz und wartet wieder in die Hände genommen zu werden.


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Und wie ist das jetzt mit den Dingen die uns / mir so schwer fallen los zu lassen. Warum kann ich das Vertrauen nicht immer haben, dass es einfach ist los zu lassen und es wieder zu mir zurück kommt wenn es in mein Leben gehört? 



Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich mir zu viele Gedanken darüber mache und es durch das nur noch fester an mich klammere. Also zu wenig Vertrauen in mein Leben oder Lebensplan, dass es bei mir bleibt wenn ich es wirklich brauche oder eben von mir geht wenn ich es nicht mehr brauche. In vielen Dingen fällt es mir heute schon viel leichter los zu lassen und doch habe ich auch noch so Ecken in welchen es mir schwerer fällt los zu lassen.

Also möchte ich ab heute versuchen, mit soviel Vertrauen, für mich schwierigere Dinge, mit der Gelassenheit los zu lassen, wie am Morgen meine Zahnbürste. Im Wissen, dass es bei mir bleibt wenn es zu mir gehört und sonst nicht mehr an meiner Seite zu verweilen braucht. Ich lasse den Glauben los, dass Loslassen schwierig ist, denn ich beweise mir ja das Gegenteil täglich mehrmals.

Bis bald Karin



Montag, 11. April 2016

So macht es Freude / 327

Ja mehr oder weniger bewusstes Loslassen kann sehr grosse Freude bereiten.

Wie oft war ich mit Gartenarbeiten beschäftigt als meine Kinder noch klein waren, natürlich hatte ich sie ab und zu mit eingebunden. Jedoch immer so, dass sie auch noch Spass daran hatten. Ich versuchte zu zeigen, welche Freude Gartenarbeiten bringen kann.

Na ja ob es ihnen in diesen Momenten jeweils richtig Spass machte weiss ich nicht genau. Grosses Gejammer gab es eigentlich nie.

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Und nun sind Sie erwachsen, alle wohnen in ihren eigenen Wohnungen und haben Garten. Ja sie verrichten jetzt sogar an Wochenenden und Abenden Gartenarbeiten. Sogar die eine Tochter die im Ausland wohnt, hat auf ihrem Balkon einen kleinen Topf mit Salbei. Und sie konnte man eigentlich selten mit Gartenarbeit erfreuen. Ich zwang sie aber auch nicht dazu.

Heute freue ich mich sehr darüber, dass ich etwas weitergeben konnte ohne Zwang und Druck, sondern einfach durchs Vorleben und Tun. Ich freue mich, wenn die Kinder Fragen wie dieses oder jenes Pflänzchen behandelt werden möchte. Wann ein Rückschnitt oder ein Düngen nötig ist usw. Ich freue mich, dass auch etwas weiter geben loslassen ist, denn es zeigt mir, dass dies Selbstverantwortung oder Selbstfreude bereitet.

quelle: pinterest.com

Ich denke mir, jemandem etwas weiter zu geben, zu lernen, zu zeigen und immer wieder vormachen oder vorleben, ist auch eine schöne Art los zu lassen. Was das mit Reisen mit leichtem Gepäck zu tun hat? Ganz einfach meine Kinder können in diesem Fall selbst ihren Garten bestellen und zu ihren Pflanzen schauen und müssen nicht mich engagieren oder ich weiterhin einen grossen Garten bestellen.

Ich glaube man kann dies sogar mit einem Geschäft vergleichen, wann ist es Zeit einen Familienbetrieb zum Beispiel den Jungen weiter zu geben. Oder braucht man das grosse Haus noch für sich selbst, oder wäre es Zeit es weiter zu geben, an die junge Familie von deinen Kindern.

Egal ob es Wissen oder Materielle Dinge sind, es kommt eine Zeit wo es an die nächste Generation gehen kann und man Vertrauen in diese haben darf. Denn in uns hatte man auch einmal Vertrauen.

In dem Sinne gebe ich gerne mein Wissen und meine Dinge weiter, wo sie erwünscht und willkommen sind.

Bis bald Karin


Sonntag, 10. April 2016

Paradise Day / 328

Gibt es den Perfekten Tag? Für die einen ist es die Hochzeit, die Andern eine Geburt des Kindes usw. Gibt es einen normalen perfekten Tag?

Ja, für mich gibt es diese Paradise-Day, Gott sei Dank nicht nur einmal im Leben!

Heute war für mich so ein Tag obwohl nicht alles perfekt lief. Ja und was heisst eigentlich Paradise-Day, was genau muss erfüllt sein damit ein Tag als perfekt gilt? Nimm dir doch einen kurzen Moment und definiere einen perfekten Tag für dich.

Ich kann einen Paradise-Day nicht so definieren was er genau erfüllen muss, damit er dieses Prädikat erhält. Für mich ist dies ein Gefühl, einen Flow, den ich den ganzen Tag über spüre.

Als ich heute morgen aufstand und das schöne Wetter sah war der Tag für mich schon super. Also kann ich ihn doch auch etwas definieren, mit schönem Wetter. Schönes Wetter gibt mir einfach schon mal ein sehr gutes Grundgefühl.

Mein morgendlicher Spaziergang war sehr entspannend, die warme Sonne wenige Leute, ein wenig Wind in den Haaren und eine wunderbare Aussicht. Ein anschliessendes Frühstück mit meiner Tochter an einer top Lage, rundete diesen Vormittag ab.

Obwohl wir nicht das bestellen konnten, was wir eigentlich gerne gehabt hätten. Obwohl wir enorm lange auf unsere Rechnung warten mussten und noch länger auf das Retourgeld. Klar hatte es viele Leute die auch bedient werden wollten, doch meine Ungeduld hielt sich in Grenzen und ich beobachtete einfach das Geschehen rund um mich.

Einen gemütlichen Nachmittag zu Hause mit ganz viel Sonnenschein, Ruhe und relaxen. 

Mit einem ruhigen Abendspaziergang und einem anschliessenden ganz einfachen Abendessen.


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Und was genau machte nun aus diesem Tag einen Paradise-Day. Es war ganz einfach meine Sichtweise auf diesen Tag. Aus welcher Perspektive ich ihn betrachtete, klar war es Sonntag, kein Arbeitstag, keine to do Listen, kein present sein müssen, keine Erwartungen erfüllen. Klar kann ein Sonntag einfacher ein Paradise-Day sein, das ist ja nicht schwierig. Ist es nicht? Wie viele denken schon am Sonntag wieder an den Montag und die nächste Woche, was alles ansteht. Ich doch auch, jedoch heute nur ganz kurz, denn ich wollte meinen Paradise-Day geniessen. Dies war ein Entschied, den morgigen Tag und Woche los zu lassen und im jetzt in diesen Momenten zu sein. Am Montag ist Montag da kann ich mir über den perfekten Montag Gedanken machen, nicht über die ganze Woche sondern nur über den Montag.

Ich bin sicher der Montag wird auch ein perfekter Tag auf seine Art und Weise, falls ich ihn aus der Paradise-Perspektive anschauen kann.


quelle:ja-pics.net

Meine heutige Lektion für mich war die Sorgen und Gedanken für Morgen und die Zukunft loszulassen und im Moment zu bleiben und geniessen. Ob ich das morgen auch schaffe, das weiss ich nicht genau, wenn es jedoch Momente gibt wo es klappt bin ich auch schon einen Schritt weiter.

Bis bald Karin