Donnerstag, 30. Juni 2016

Giardino / 247

War das guuuut. Ich durfte mich heute verwöhnen lassen. Mit meiner jüngsten Tochter ging ich Mittagessen ins Giardino im Kursaal Bern. Das Ambiente und Essen war wieder einmal einfach genial. Ich habe es sehr genossen.

Warum ich gerne ins Giardino essen gehe? Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam und das Essen mit so vielen Finessen und Hingabe zubereitet. Da fühle ich mich jeweils königlich.


quelle: giardino-bern

In den Momenten kommen mir auch immer wieder Ideen was ich kochen könnte und werde inspiriert. Heute ass ich ein Thunfischtartar mit Fenchelsalat, einfach köstlich. Der Fenchel hat mir sehr imponiert.

Was hat das nun mit loslassen zu tun? Ja ich denke jede Frau die täglich kocht und Menüs zubereitet weiss was es heisst, mal nicht kochen zu müssen. Ist ja nicht immer ein Müssen nur ab und zu. Wir Frauen können in diesen Momenten richtig loslassen, keine Gedanken was koche ich heute? Nein einfach aussuchen und geniessen.

So einfach kann loslassen auch sein. Lass dich doch auch mal wieder verwöhnen, tut so gut.

bis bald Karin



Mittwoch, 29. Juni 2016

Vorsorge / 248

Heute kam mit der Post eine Einladung zur Mamografie, für Frauen ab 50, zur Früherkennung des Brustkrebses. Im Ersten Moment habe ich gerade leer geschluckt und dachte mir mein Gott! Mit keinem Gedanken dachte ich an dies. Denn ehrlich gesagt gehe ich auch ganz selten zum Frauenarzt. Die jährliche Untersuchung ist bei mir schon länger her. Die einen sagen jetzt sicher unverantwortlich, dass muss man doch machen und die andern werden wohl denken, ach ja sollte ich auch mal wieder.

Ich bin eher die Person, die zum Arzt geht wenn etwas ist und nicht zur Vorsorge. Ausser zum Zahnarzt da gehe ich brav jedes Jahr. Warum das so ist weiss ich auch nicht genau.

Nach der Geburt meiner Kinder sah ich den Frauenarzt sehr selten und bin auch gut gefahren so. In meiner Familie hatte niemand Krebs in irgend einer Form, darum sah ich auch nicht ganz ein warum ich da zu Vorsorgeuntersuchungen gehen sollte.

In unserem Quartier ist aber gerade vor ca. drei Wochen eine Frau mit knapp 60 Jahren an Krebs gestorben. Ich weiss aber nicht welche Art. Dies hat mich dann sehr nachdenklich gestimmt, weil sie in einer ersten Phase als geheilt galt und einen Rückfall hatte.

Ich gebe mich der Energie, bei mir ist alles in Ordnung hin und werde mich sicher in den nächsten Tagen mit ruhigem Gewissen für diesen Mamografietermin anmelden.

 quelle: bernischekrebsliga.ch

Also ab 50 heisst es sich mit Altersbeschwerden auseinander zu setzten. Will ich das? Darüber dachte ich heute nach und kam zum Schluss. Ich werde mich über das eine oder andere informieren, jedoch mich nicht verrückt machen lassen. Was ich für notwendig finde werde ich tun und das andere loslassen.

Ich bin der Meinung es kommt das auf mich zu was vorgesehen ist und ich kann mich mit dem beschäftigen wenn es soweit sein sollte. Alles andere lasse ich los oder gar nicht erst zu mir kommen.

Meinen Körper kenne ich sehr gut, jetzt noch besser durch die ganze Burnoutzeit, also vertraue ich auf mich und konzentriere mich auf meine Gesundheit. 

bis bald Karin



Montag, 27. Juni 2016

Wellengang / 249

Heute war so ein Wellentag, kennst du das? Für mich ist ein Wellentag, auf und abs während des ganzen Tages. Der Morgen begann ganz gut, dann kam ein mühsamer Telefonanruf. Nach einer Stunde war alles wieder im Lot. Der Nachmittag war ganz gemütlich und der Abend barg wieder einige downs. Irgendwie kam ich gar nicht richtig in einen guten Fluss.


quelle: sansebastianholidays.com

Auf meinem Abendspaziergang, durchging ich nochmals diesen Tag. Mit dem sonnigen und warmen Wetter genoss ich die Ruhe. Ganz gemütlich spazierte ich meine Route und hörte hier und da Kinder lachen, sah Kinder Fussball spielen, oder sonstige Spiele geniessen. Genau das ist Leben ein up und down, gute Momente weniger angenehme Momente, Ruhe und Hektik. Richtige Wellen, jedoch kein Sturm, mal etwas mehr Wind mal etwas weniger.

Mit diesem Spaziergang konnte ich diesen Tag ziehen lassen mit einem guten Gefühl in Dankbarkeit, dass ich es wahrgenommen habe und ihn jetzt loslassen kann.

Zu guter letzt hatte ich noch ein sehr angenehmes Gespräch mit einem Nachbaren und weiss schon das ich ihm eine Freude machen kann, wenn ich etwas loslasse. Darüber aber ein anders mal.

bis bald Karin



Der Unterschied / 250

Heute dachte ich nochmals über den gestrigen Tag nach, weil ich aufgegeben habe. Was ist der Unterschied zwischen aufgeben und loslassen. Für mich war das ein klarer Unterschied gestern. Ich habe Aufgegeben weil mich meine Kräfte verliessen, nicht weil ich nicht mehr wollte. Wenn ich es los gelassen hätte, möchte ich es nicht noch einmal versuchen. Dann wäre für mich die Angelegenheit erledigt gewesen und ich hätte es sein lassen können.

Aufgeben heisst für mich mit etwas auf zu hören wenn es nicht mehr geht. Daraus kann ein loslassen entstehen. Aufgeben kann jedoch auch heissen einsehen, dass etwas nicht mehr geht oder passt. Dann würde ja auch ein loslassen folgen.

Aufgeben kann aber auch sein mit einer Arbeit oder einer Tätigkeit zu stoppen, weil es Zeit ist und nichts mehr produktives daraus entsteht. Gerade bei mir im Geschäft ist es ja auch so, dass ich manchmal auf biegen und brechen noch etwas fertig erstellen will und ich mehr zerstöre als produktives herstelle.


quelle: karin meister

Also war das gestern für mich ein doppelter lern Effekt, darum dachte ich heute nochmals darüber nach und bin um so dankbarer für den gestrigen Tag. Aufgeben hat für mich einen ganz neuen Blickwinkel erhalten. Es kann auch einfach mal ein Innehalten sein, und einsehen das es jetzt gerade nicht weiter geht. Aufgeben hat sicher noch viele andere Aspekte, zum Beispiel im Sport, im Beruf, im Hobby usw.

Ist vielleicht auch für dich mal eine Überlegung wert.

bis bald Karin



Sonntag, 26. Juni 2016

Einmal im Jahr / 251

Tue einmal im Jahr etwas, was du noch nie getan hast! 
SUP, kennst du das? Ich seit heute schon:)). Einen aktiven Sonntag habe ich heute verbracht. Wir gingen an den Murtensee. Dort war ein Testtag für Stand up paddeling von verschiedenen Brettern. Vom Yoga-Brett bis zum Hard Board konnte alles ausprobiert werden.

Gut ich wollte das schon immer mal versuchen, gesagt getan, ich übte es mal mit dem Yoga-Brett. Tönt doch schon entspannt und etwas ruhiger, oder nicht. Ich mache hier jetzt keine Brett-Presentation, für das kannst du zu einem Profi, der erklärt dir alles bestens.

Also nach den Instruktionen ging ich mit dem Brett auf den See und paddelte mal los. Die Balance zu halten war die grösste Herausforderung, dann war es nur noch entspannend. Als ich da so auf dem Brett stand und mich so um sah, merkte ich wieder mal wie gut ich mich im und auf dem Wasser fühlte. Vielleicht war es auch das Yoga-Brett, welches mich so entspannte. Wie auch immer, ich paddelte immer weiter und genoss die Sonne, die Ruhe und das Aktiv sein. Es fühlte sich für mich wie eine Meditation an, obwohl ich mich auch auf meine Bewegungen konzentrierte und die kleinen Wellen. In dieser Zeit konnte ich alles loslassen und einfach entspannt sein. Auch eine tolle Art los zu lassen.

quelle: airbaze-wakesurf.com

Als ich zurück kam, wurde ich gefragt ob ich auch gerne mal Wakeboard oder Wakesurfing probieren möchte. Nun warum auch nicht, wenn ich schon mal da bin. Wir stiegen in ein Motorboot und los ging es. Zuerst die Jungen, welche dies alles schon super beherrschten, einfach nur wow, mit was für einer Leichtigkeit. Das Wakeboard lies ich dann aus, da ich auch nie Snowboard gefahren bin machte mich das nicht so an. Aber das Wakesurfing wollte ich unbedingt ausprobieren. Als die Instruktorin dies vorzeigte wie das ging sah das einfach super aus. Ich war voll motiviert und stieg mit dem Brett ins Wasser und folgte ihren Instruktionen so gut ich konnte. So einfach wie es aussah war es dann doch nicht. Nach einigen Fehlversuchen, gelang es mir fast auf dem Brett zu stehen. Meine Kräfte liesen leider nach und ich war müde. So gab ich für heute auf. Aber eines ist klar das werde ich noch einmal probieren, denn so auf einer Welle zu reiten, ist schon immer ein Traum von mir gewesen. Ich werde jetzt sicher mal einige Balance-Übungen machen, meine Arme noch etwas trainieren und dann noch einmal einen Versuch starten. Herzlichen Dank Claudia für deine super Unterstützung komme gerne zurück!

Heute lies ich wieder auf eine andere Art und Weise, dafür bin ich doch zu alt, los.


bis bald Karin



Samstag, 25. Juni 2016

Nach dem Fest / 252

Nach der Überraschungsparty gab es doch einiges auf zu räumen. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch wieder Dinge loslassen. Wie zum Beispiel ein älteres Tischtuch welches doch schon etwas gezeichnet war. 

Da ich gerade so in Fahrt war mussten auch gleich noch die Frühlingsblumen dran glauben, welche nicht mehr so schön aussahen. Der Regen und dann die Hitze gaben den Blumen leider den Rest, so wanderten diese auf den Kompost.


quelle: blumenbuero.newsroom.eu

Im Keller fand ich noch einiges was auch noch gleich entsorgt werden konnte. Da ich schon dran war, ging ich noch gerade quer durchs Haus und fand noch mehr. 

Ich war ganz überrascht wie schnell ich da so viele Dinge wieder einmal entsorgen konnte. Vielleicht wollte ich auch einfach Platz schaffen da wir ja wieder eine Person mehr im Haus sind für einen Moment.

Manchmal sind so Feste oder Besuche ganz gut für solche Aktionen und vor allem ist es sehr befreiend. Klar bin ich jetzt müde, jedoch eine gute Müdigkeit. 


bis bald Karin



Freitag, 24. Juni 2016

Gluggere / 253

Heute schreibe ich wieder einmal über die Freude. Diese war heute bei mir sehr gross. Denn meine jüngste Tochter kam nach ihrem längerem Praktikumsaufenthalt vom Ausland zurück.

Vor allem weil sie nicht wusste, dass für sie eine grosse Überraschungsparty vorbereitet wurde. Sie war zwar in der Annahme, dass wohl niemand zu hause sein werde. Sie sendete schon vom Flughafen aus ein Foto, dass sie auf dem Heimweg sei. 

quelle: karin meister

Ich für meinen Teil freute mich sehr auf meine Tochter, schon deshalb weil sich unser Zuhause wieder etwas mehr leben erhält. 

Was ich loslassen kann ist, die Sorge dass ihr im Ausland etwas geschehen könnte und sie alleine wäre. Halt so normale Mutterängste, die ja meistens unbegründet sind.

Ja ich gebe zu, ich bin eine sogenannte "Gluggere". Ich abreite noch an dem, dass ich diesen Part auch noch mehr loslassen kann.

bis bald Karin



Donnerstag, 23. Juni 2016

Nice Weather / 254

Ist dir Aufgefallen wie die Gesichter der Menschen aussehen, wenn schönes Wetter ist? Vor allem nach einer solchen Durststrecke nach der Sonne.

Es ist doch einfach so, dass schönes Wetter uns ganz einfach schon mal ein Lächeln auf unser Gesicht zaubert ohne weiteren Grund. Die ganze Grundstimmung ist einfach schon mal gut. Ich weiss, dass dies nicht für jedermann toll ist dieses schöne Wetter. Einige schwitzen schon bevor sie überhaupt mit der Arbeit begonnen haben. Für die Menschen die in einer Badi arbeiten ist sicher ein grosses Aufatmen. Wie auch immer, das Wetter passt nie für alle.


quelle: karin meister

Was hast du heute gemacht, konntest du das Wetter geniessen oder tust es heute Abend? Ich habe es in vollen Zügen genossen. Ich habe alles losgelassen was heute auf dem Tagesplan stand und genoss einfach die Sonne. Ja diese Freiheit habe ich mir einfach rausgenommen. Und weisst du was, es hat einfach gut getan! Ich hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen oder komisches Gefühl, nein es ging mir sehr gut. Wieder ein Schritt vorwärts gemacht, wow.

Loslassen verändert auf so viele Weisen und macht immer mehr Spass.

bis bald Karin



Mittwoch, 22. Juni 2016

Zeigt her eure Füsse / 255

Heute war für mich ein Verwöhntag. Am Morgen eine Rücken-Massage und am späten Nachmittag eine Fusspflege. Seit Jahren habe ich mir das nicht mehr gegönnt. Stets selbst gemacht, was auch immer gut ist und ich auch gerne tue. Jedoch heute, genoss ich dies wieder einmal so richtig. Während der Fusspflege habe ich beschlossen, mir dies wieder mehr zu gönnen.

Eine Fusspflege ist so entspannend und tut mir einfach gut. Ich als Fisch-Geborene sollte sowieso besonders auf meine Füsse acht geben. Als ehemalige Kosmetikerin weiss ich das natürlich wie wichtig unsere Füsse für uns sind und was sie alles brauchen. Jedoch wie so oft im Leben haben viele andere Dinge stets Vorrang.

Die Fussmassage gab mir den Rest, ich konnte die Entspannung im ganzen Körper feststellen und alles loslassen. Während einer Massage komme ich wirklich zur Ruhe und kann abschalten. In diesen Momenten habe ich keine Gedanken, da bin ich einfach und geniesse, kann loslassen und einfach sein. Dies ist ein wunderbarer Zustand und kann ich wärmstens weiterempfehlen.


quelle: printerest

Der zweite schöne Effekt ist natürlich meine frisch lackierten Fussnägel, Punkt genau auf den Sommerbeginn. Denn jetzt ist ja auch in der Schweiz endlich Flip Flop Zeit.

Heute habe ich gleich drei Mal losgelassen, zuerst in der Rückenmassage, dann bei der Fussmassage und dann den Entscheid nicht mehr immer alles selber zu machen, sondern eben auch wieder ab und zu in die Fussplfege und Massage zu gehen.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

bis bald Karin



Dienstag, 21. Juni 2016

Bikini oder Badeanzug? / 256

Da es ja jetzt aussieht als ob der Sommer auch in der Schweiz ankommt, stellt sich die Frage, Badeanzug oder Bikini?

Ja in "meinem Alter" stellt sich die Frage schon, soll, darf, kann ich noch einen Bikini tragen. Es gibt da ja auch die eine oder andere Frühlingsrolle, die vielleicht nicht mehr alle sehen möchten. Dies ist wie immer eine Sichtweise, die einen meinen geht gar nicht mehr, die andern sind der Ansicht trage was dir Spass macht.

Ich habe da mal etwas über die Landesgrenzen geschaut. In Spanien tragen die Frauen bis ins hohe Alter Bikinis. Da gibt es nicht mal eine Überlegung, ja und sogar oben ohne ist da in jedem Alter angesagt. Keine komischen Blicke von irgend wem. In Spanien sind die Frauen auch viel kurvenreicher als im Norden. Hier wird das gute Essen gepflegt und die Kurven gezeigt. Erstaunlich ist auch wie die Frauen in Spanien ihren Körper präsentieren mit Stolz, die tragen Röcke und Kleider in jeder Stilrichtung und sie sind stolze Trägerinnen. Wenn du die Strassen runter oder rauf schlenderst, erhalten diese Frauen auch stets irgendwelche Komplimente von den Männern. So sind halt die Südländer. 

Ich glaube in Spanien fühlen sich die Frauen ganz einfach gut in ihren Körpern und machen sich nicht so viele Gedanken wie wir. Die leben einfach und tragen was ihnen gefällt, und genau dadurch haben sie eine angenehme und schöne Ausstrahlung.


quelle: karin meister

Ich habe auch beobachtet wie diese Frauen einkaufen. Meistens sind sie zu zweit oder noch mehr unterwegs. Eine geht in die Kabine probiert etwas an und die anderen Frauen unterstützen sie positiv. Die kommen gleich noch mit den Accessoires vorbei und teilen die Freude. Das ist ein richtiges Schauspiel, welches sehr amüsant ist. Bei den jungen Frauen ist es eher wie bei uns in der Schweiz, die sind zu zweit unterwegs und jede probiert ihre Kleidungsstücke und kauft dann was ihr gefällt.

Was mich auch sehr amüsiert sind die grossen Gestiken mit den Händen, der ganze Körper spricht mit wenn sie miteinander sprechen. Diese Konversationen leben mit dem ganzen Körper.

Wie ist das nun bei uns in der Schweiz, wenn eine Frau einen Bikini trägt die etwas zu viele Kilos oder Frühlingsrollen hat? ....
Gut ich für meinen Teil habe beschlossen weiterhin Bikini zu tragen, denn eines ist klar gesprochen wird so oder so. Also was soll's? Wenn ich mich wohl fühle und mir mein Bikini gefällt, werde ich ihn mit Freude tragen und dementsprechend würdevoll.

Ich möchte dich ermuntern zu tragen was dir Spass macht, jedoch mit Würde und viel Freude, denn es zählt wie du dich selbst darin fühlst und was du ausstrahlst. Also lasse alle Gedanken los was die anderen denken oder sagen.

bis bald Karin



Montag, 20. Juni 2016

Verpasst / 257

Es gibt manchmal Dinge die noch zu erledigen wären und die ich dann einfach vergesse. Die Welt geht davon nicht unter, das ist klar. Jedoch habe ich dann trotzdem ein ungutes Gefühl wenn ich es merke. So wie heute, als ich feststellte, dass ich vergessen hatte meiner Kollegin zu schreiben, weil sie gestern Geburtstag hatte. 

Ich dachte immer wieder daran, einmal hatte ich mein Handy gerade nicht bei mir. Dann war es gerade ganz unpassend. Und dann kam es mir kurz nach Mitternacht in den Sinn. Toll zu spät. Und jetzt noch rasch senden oder sein lassen? Ich schreibe es morgen war mein Entscheid. Der Tag war schon fast vorbei als es mir vorhin wieder in den Sinn kam. Ja und jetzt schreibe ich eine Entschuldigung-SMS oder was? Hat sie überhaupt noch Freude daran. 

quelle: grusskartenfreunde.de

Ganz egal ich schrieb die SMS einfach und denke nicht darüber nach was sie wohl denkt. Ich habe es verpasst Punkt bin zu spät aber ich habe an sie gedacht.

So habe ich mich wieder einmal ertappt wie meine Gedankenmaschine immer noch gut funktioniert, statt einfach zu handeln und nicht lange darüber nach zu denken.
So wie ich das hier geschrieben habe, tönt dies nach einem langen Vorgang, war es aber nicht. Dies ging alles sehr schnell, darum habe ich auch Freude an mir, dass ich schlussendlich einfach gehandelt habe und mir keine weiteren Gedanken mehr gemacht habe. Loslassen geht eben nicht immer auf Knopfdruck sofort, es ist und bleibt in einigen Bereichen ein Prozess. Freude an kleinen Schritten zu haben ist auch ein Schritt vorwärts.

bis bald Karin



Sonntag, 19. Juni 2016

Befreit spielen / 258

Wie befreit kann man ein Spiel spielen, wenn Erwartungen im Vordergrund stehen? Wir alle haben Aufgaben zu erfüllen, seien diese im Beruf, Privat, in einem Verein usw. Manchmal gelingt uns das ganz gut und manchmal haben wir Tage wo wir es nicht so gut erfüllen können. Wenn mir das passiert, geschieht da wohl nicht so viel, denn ich habe nicht eine ganze Schweizer-Nation die mich beobachtet.

Im Moment ist es unsere Schweizer Fussball Nationalmannschaft, die im Visier der Medien und der Schweizer steht. Überall tönt es unsere Schweizer Nati muss gewinnen, gegen wen  auch immer. Alle erwarten einen Sieg, ein weiter kommen, eine gute Leistung. Klar das sind alles Profi-Fussballer, das ist ihr Beruf und die müssen es auf den Punkt bringen können. Sehe ich zum Teil auch so, jedoch sind dies alles Menschen wie du und ich. Alle haben ein Leben, alle wollen sicher ihr Bestes geben. Auch wenn das nicht alle Schweizer so sehen. Egal, hier geht es mir heute um die Erwartungen die an diese Spieler, oder eben auch an mich die im Alltag gestellt werden. 

Wenn ich einen Job, oder in meinem Fall einen Auftrag erhalte, habe ich doch das Vertrauen schon mal von meinem Kunden erhalten. Dies ist doch schon ein riesen Erfolg. Für den National-Spieler ist es doch schon ein Erfolg im Team zu sein, und in diesem Moment will er doch sicher sein Bestes geben. Wie ich, für meinen Kunden das Beste geben will. 

Ich bin aber nicht nur Beruf, ich bin auch noch Privat, Karin, Mutter, Partnerin usw., also ist es wohl klar, dass ich nicht immer überall 100 % mein Bestes geben kann. Ich erhalte für das von meinem Umfeld Verständnis und dies ist auch sehr hilfreich für mein Weiterkommen. Vor allem weil ich bis vor kurzem ein Mensch war, der das von mir selbst nicht akzeptierte irgendwo nicht 100% zu sein oder zu geben. Heute sehe ich das ganz anders. Eben irgendwie vernünftiger und realistischer, unsere Gesellschaft sieht das jedoch noch gar nicht so. 

Mich hat folgender Satz geprägt:

quelle: pinterest

Dank diesem Spruch kann ich heute Erwartungen von anderen Menschen, besser los lassen. Weil ich mehr an mich denke und so befreiter in meinem Leben spielen kann. 

bis bald Karin



Samstag, 18. Juni 2016

Fokussieren / 259

Heute morgen setzte ich mich an einen Platz den ich sehr liebe. Ich schaute einfach mal was mir da so alles begegnete, während etwa 5 Minuten. Ganz ohne zu bewerten, nahm ich einfach auf was an mir vorbei lief, Menschen, Tiere, Radfahrer, Autos einfach alles. Plötzlich merkte ich, dass ich nur das wahrnahm, was mir gefiel oder mir besser zusagte. Irgendwie war ich da etwas irritiert und versuchte meine Filter, wie schön, gut, toll usw. aus zu schalten und jetzt wirklich vorbehaltlos alles zu sehen und zu hören. So nahm ich noch mehr war, das was mir nicht so zusagte hatte aber irgendwie trotzdem nicht so ein starkes Gewicht.

Ich nahm das mal mit so durch meinen Tag. Am späteren Nachmittag, sass ich dann in einem Restaurant wo sehr viel los war. Es waren wirklich viele Gäste dort und es war recht laut. Das Restaurant an und für sich war eine super coole Location, die Einrichtung, das Servicepersonal richtig gut. Einfach die Lautstärke war für mich zu laut, es war nicht Musik, nein es waren Gäste, die sich einfach nicht im Griff hatten. Plötzlich erinnerte ich mich an den Morgen und merkte, dass mir hier mehr das auffiel was mir nicht so zusagte. Ich lies dann auch hier meine Filter mal los wie, laut, viele Leute usw. um auch hier vorbehaltlos zu sein. Und siehe da ich genoss unser Essen, es war wirklich super gut, einen besonders guten Eistee und die selbst gemachten Pommes waren der Hammer mit einer leckeren Sauce. Ich konnte das Laute ausblenden und mich auf das Schöne und Gute konzentrieren. 


quelle: barcelona.lecool.


Diese beiden Momente haben mir wieder einmal gezeigt, dass es ein riesen Vorteil sein kann, wenn ich Filter loslassen kann und wirklich alles wahrnehme was um mich herum geschieht. Die Sichtweise und der Fokus worauf ich mich konzentriere ist so oft im Leben massgebend. 

bis bald Karin 



Freitag, 17. Juni 2016

Feuer-Ritual / 260

Manchmal fällt es mir schwer etwas los zu lassen, geht wohl jedem ab zu so. Vor allem wenn es um Angewohnheiten geht von denen ich mich lösen möchte.

Ich möchte zum Beispiel weniger tratschen, das ist so eine Frauensache, denke ich auf jeden Fall. Ich glaube Männer machen das wirklich weniger oder gar nicht.

Jetzt habe ich mir etwas angewöhnt, wenn ich das Bedürfnis habe jemandem etwas zu erzählen was nicht wichtig ist, schreibe ich das auf ein Blatt Papier und verbrenne es dann. Einerseits bin ich es los geworden, habe es aber nicht in dem Sinne weiter erzählt, sondern gleich in Rauch aufgelöst.

quelle: schöner-wohnen.de

Mir kommen diesbezüglich halt immer wieder die 3 Siebe von Sokrates in den Sinn.

Sokrates wurde einst von einem Bekannten aufgesucht:
“Höre, Sokrates, ich muss dir erzählen, wie dein Freund….” 
“Stopp, stopp”, unterbricht ihn der Philosoph. “Hast du zuvor das, was du mir sagen willst, mit den drei Siebe gefiltert?”
“Drei Siebe? Was meinst Du damit?”, fragt der andere verwundert.
“Ja, drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit:Hast du geprüft, ob das, was du mir erzählen willst, tatsächlich wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen, und…”
“Nun, so hast du aber sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft: Ist das, was du mir berichten willst – wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?”
Der andere zögert. “Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil…..”
“Nun”, unterbricht ihn Sokrates. “so wollen wir noch das dritte Sieb der Notwendigkeit nehmen und uns fragen, ob es wirklich wichtig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.”
“Also notwendig gerade nicht unbedingt….”
“Nun denn”, lächelt der Weise, “wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so begrabe es bitte und belaste weder dich noch mich damit.” 

WAHRHEIT, GÜTE, NOTWENDIGKEIT 

Also wenn es nicht durch diese 3 Siebe geht, dann besser aufschreiben und verbrennen, so kann ich den Drang es weiter zu erzählen loslassen und weder mich noch andere belasten.

bis bald Karin



Donnerstag, 16. Juni 2016

Einkaufszentren / 261

Heute machte ich mir Gedanken über meine Einkaufsorte. Wo kaufe ich meine Lebensmittel, meine Kleider, meine Möbel usw. ein. Ich würde sagen dort wo alle Menschen in der Schweiz mehrheitlich einkaufen. Jedoch habe ich auch ganz spezielle Orte wo ich zum Teil einkaufen gehe.

Da ist das Teehaus Länggasse in Bern, dort kaufe ich am liebsten meinen Tee ein. Warum? Dies ist ein Ort wo ich mich sehr wohl fühle, die Menschen die dort arbeiten kennen mich mit Namen. Sie freuen sich wenn ich den Laden betrete, ich nehme dort eine sehr angenehme Energie wahr. Die Menschen arbeiten gerne dort, das merke ich sehr gut. Ich bin sicher, das es auch an diesem Arbeitsort Dinge gibt die nicht immer toll laufen. Aber trotz allem ist dort ein sehr angenehmes Arbeitsklima, welches auch der Kunde mit bekommt. Wenn ich dort einkaufen war, fühle ich mich jedesmal sehr gut. Noch nie hatte ich das Gefühl gehabt ich hätte dort viel Geld ausgegeben, obwohl der Tee dort einen anderen Preis hat als in einem Einkaufszentrum. 

quelle:laenggasstee.ch

Ich habe auch so kleinere Kleiderläden, die ich gerne besuche sowie einen Blumenladen den ich einfach liebe. Genau gleich geht es mir dort auch, ich komme jeweils aus diesen Läden mit einem guten Gefühl und gab dort mein Geld gerne aus.

Warum ist das so? Ich fühle mich in diesen Läden wertgeschätzt und sehr freundlich empfangen. Auch wenn ich bei uns im Dorf in unserem BICAMO Lädeli ein Brot oder Käse holen gehe, es ist einfach persönlicher. Ich sage nicht, dass dies in einem Einkaufszentrum nicht so ist, es ist einfach anders. 

Es geht ja nicht nur darum einzukaufen, es geht ja auch um das Gefühl dabei. Mit diesem Gefühl gehe ich in eine Resonanz, ich fühle mich gut und beschwingt. Wenn ich in einem Einkaufszentrum war, bin ich meistens ausgelaugt, erschöpft und müde. So viele Eindrücke, so viele Dinge die mir suggeriert werden die ich haben sollte, denn es ist ja gerade Aktion oder ein toller Rabatt. All dies ist sehr ermüdend und stellt auch vieles in Frage, brauche ich das wirklich usw.? 

Schon seit längerer Zeit meide ich grosse Einkaufszentren, da ich mich nicht mehr wohl fühlte. Zuerst dachte ich, es habe mit meinem Burnout zu tun gehabt, war vielleicht auch so, doch heute ist dies nicht besser. Es ist eine Tatsache, dass mir diese Einkaufszentren Energie abziehen und mich auslaugen. Mir wurde heute wirklich bewusst, dass es einige solche Einkaufsorte gibt die mir nicht mehr gut tun. Darum werde ich diese in Zukunft so gut wie möglich meiden und loslassen. 


bis bald Karin







Mittwoch, 15. Juni 2016

Danke / 262

Manchmal ist loslassen auch einfach dankbar sein für jemanden. Genau das war ich heute. Ich konnte einen Anruf nicht selbst tätigen, so schrieb ich meiner Tochter eine kurze SMS und bat sie dies für mich zu erledigen.

Prompt wurde dies für mich erledigt und ich erhielt eine SMS zurück, mit der kurzen Notiz alles Bestens ist erledigt.

So macht loslassen richtig Spass, im Vertrauen, dass eine Sache prompt und ohne viele Worte erledigt wird. Zu Wissen, dass dies ganz in meinem Interesse gemacht wird. Wenn alles so einfach wäre los zu lassen. Vor allem weil es in diesem Fall sogar um geschäftliche Angelegenheiten ging. Dies gelang mir wohl auch, weil ich nach meinem Wiedereinstieg in mein Geschäft feststellte, dass so viele Arbeiten bestens erledigt wurden.

Hier nochmals herzlichen Dank für all eure Unterstützung!!


quelle: mindheart.biz

Es ist schon ein Geschenk sich so auf seine Familie verlassen zu können. Zu wissen was auch immer geschieht es ist jemand da. Was braucht man da eigentlich noch? Ganz ehrlich, gar nichts.

bis bald Karin



Dienstag, 14. Juni 2016

Ringkampf / 263

Die Überschrift sagt es schon, es kann ein Kampf sein wenn man mit sich selbst ringt. Ich ringe ab und zu mit mir. Eben wenn ich etwas loslassen möchte weil es Zeit ist, der innere Kampf beginnt dann mit mir selbst, wenn ich es eben doch noch behalten möchte.

Heute habe ich mich mal bewusst beobachtet, was da ganz genau in mir abläuft. Also da war wieder einmal etwas, was ich bereit war los zu lassen. Doch plötzlich machte es GONG, wie bei einem Ringkampf wenn's in die nächste Runde geht. Dann begann der innere Kampf. 
Das geht doch nicht! Weisst du noch mit welcher Freude du die gekauft hast, wie lange du darauf gespart hast? Weisst du noch wie viel Geld du dafür ausgegeben hast? Und jetzt einfach weg damit? Ja, es geht um ein paar Schuhe. Ich weiss doch, dass die Schuhe viel Geld gekostet haben und ich weiss doch, dass ich lange gespart habe für diese Schuhe. 


quelle: studio.thesecretsofyoga.com

Aber ich kann sie nicht mehr tragen, sie sind für mich heute zu hoch und zu unbequem. Auch nicht mehr für spezielle Gelegenheiten, also vielleicht einmal im Jahr. In meinem Kopf ging es einen Moment hin und her. Pro und Kontra lieferten sich einen heftigen Kampf. Einen Moment beobachtete ich diesen Vorgang und machte dann selbst einen GONG, ich klatschte in die Hände. Beide, Pro und Kontra, verwies ich in ihre Ecken. Ich ging in mich und verabschiedete mich von den Schuhen, packte Sie in den Schuhsack, band diesen zu und es war getan. Die Schuhe waren weg. Ich stellte den Sack zum Ausgang um ihn noch heute zu entsorgen. Bevor da wieder einer der beiden in die nächste Runde einläuten könnte.

Solche Ringkämpfe können beim Loslassen immer wieder entstehen. Ich denke, die sind zum Teil sogar legitim und berechtigt. Auch das ich mir bewusst sein kann, dass diese Gegenstände für mich wirklich eine Bedeutung in meinem Leben hatten und mir lieb und wichtig waren. Wie schon ein paar mal erwähnt, sind die Gegenstände die ich besitze mir meistens sehr wertvoll, egal wie billig oder teuer sie waren. Ich hatte/habe eine Beziehung zu meinem Besitz. Es geht halt dabei auch darum, das ich nicht einfach in einen Laden gehen kann und kaufen kann was immer ich will. Meine Käufe sind meistens wohl überlegt, klar machte auch ich ab und zu mal Fehl-, Frust- oder unnötige Einkäufe. Jedoch von diesen Dingen kann ich mich dann auch einfach trennen.

Ein Ziel von mir ist auch diese innere Ringkämpfe los zu lassen und sie vielleicht einfach verwandeln in eine Danke, dass du bei mir warst und mir Freude bereitet hast. Denke das kann vielleicht noch etwas dauern.

bis bald Karin



Montag, 13. Juni 2016

Ideen / 264

Heute wieder einmal ein paar loslassen Ideen. 

Es gibt Dinge die kann man nicht so einfach oder schnell loslassen. Ich habe das zum Beispiel mit einigen Kleidungsstücken so. Die mir einfach immer noch gefallen aber ich trotzdem nicht mehr trage. Also erhalten die einen kleinen Zettel mit einem Datum drauf und wenn sie bis dann nicht getragen wurden kommen Sie weg. Das kann man auch ganz gut mit Gegenständen tun. Klar gibt es Dinge die nur im Winter / Sommer gebraucht werden können, jedoch auch dort kann es ganz einfach mit einem Datum versetzt werden und dann wenn ungebraucht entsorgen oder verschenken.

quelle: healthyhabits.de

Wie macht man das aber jetzt mit Angewohnheiten? Da kann man mit einer langsamen Entwöhnung beginnen. Vielleicht erst einmal mit einem Tag darauf verzichten, dann wieder einen Tag tun. Dann zwei Tage oder länger, jedoch nie mit Druck. Das ist wie wenn man abnehmen möchte und gänzlich auf alles verzichten muss, was man gerne hat, ist das Vorhaben schon fast am Start gescheitert. Also auch während einer Abnehmen-Phase sich ab und zu ein kleines Schöggeli gönnen, dann kommt das Verlangen gar nie richtig zur Sucht. Sondern kann sich in einem Maas zeigen. Denn Loslassen soll ja auch mit Freude geschehen und nicht mit Stress oder Druck. 

Bei grösseren Vorhaben, kannst du auch einfach mal auf ein Blatt Papier schreiben was du loslassen willst. Es zusammen falten in die Hand nehmen und mal aus der Hand fallen lassen. Stell dir dabei vor, dass du dieses Vorhaben so einfach loslassen kannst. Wiederhole diese Übung täglich bis du den Schritt wirklich tun kannst. Dies kann den Weg etwas verkürzen, weil du merkst, dass loslassen auch leicht sein kann.

Dies waren ein paar wenige Ideen wie ich es ab und zu auch tue.

bis bald Karin



Sonntag, 12. Juni 2016

Warten / 265

Musstest du auch schon warten, auf den Zug, an einem Schalter, an der Ampel, vor dem WC oder auf eine Person. Das ist doch jeweils Zeit, wo man entweder ungeduldig wird, sich vielleicht sogar ärgert weil es sooooo lange dauert, oder man denkt, schön endlich mal verschnaufen und eine kleine oder länger Pause.

Manchmal sind dies genau solche Verschnaufpausen für mich. Heute war so ein Tag wo ich wartete, und da kam mir die Idee. (Also sogar eine kreative Verschnaufpause). 
Das genau diese Momente, geschenkte Momente sind, um ganz bei mir zu sein. Ich kann mir einfach mal Gedanken machen für was ich alles dankbar bin in meinem Leben.

Also begann ich darüber nach zu denken und ich hatte innert kurzer Zeit sehr viele Dinge für die ich dankbar bin. Ich stellte erstaunt fest wie schnell die Zeit doch plötzlich vorbei ging, und ich doch noch gar nicht fertig war mit dankbar sein. Vor allem ging ich gut gelaunt aus dieser Verschnaufpause oder Warterei.


quelle: pmate.de

Ich konnte also ganz elegant und einfach ungute Gefühle, wie Ungeduld oder Ärger, zapplig werden, nervös sein, loslassen und sogar positiv gestärkt weiter in meinen Alltag gehen.

Mit einem Lächeln auf dem Gesicht, kam ich an den Schalter und begrüsste den Angestellten ganz freundlich. Ebenso erhielt ich ein Lächeln zurück und eine Entschuldigung, dass es etwas länger gedauert habe. Ich meiner Seits bedankte mich beim Angestellten für die Verschnaufpause. Nach der Abwicklung unserer Angelegenheit verabschiedete ich mich freundlich und wollte gegen den Ausgang zu. Ich drehte mich nochmals kurz um und hörte wie der Angestellte von meinem Nachfolger ziemlich heftig beschimpft wurde. Sein Gesichtsausdruck war leider auch nicht mehr so freundlich wie er mir gegenüber war.

Hier gilt halt auch das Resonanzgesetzt, wie du in den Wald rufst kommt es zurück.

Vielleicht ist dies auch mal für dich einen Versuch wert die Wartezeit zum loslassen respektive zum dankbar sein zu nutzen. Einfach mal ausprobieren und eigene Schlüsse daraus ziehen.

bis bald Karin



Samstag, 11. Juni 2016

1 Jahr / 266

Mir wurde die Frage gestellt warum ich mich ein Jahr lang mit dem Loslassen beschäftigen will und vor allem täglich. Wie es dazu kam kannst du auf meiner Home Seite nachlesen. Die beiden anderen Fragen beantworte ich hier sehr gerne.

1 Jahr weil, wenn ich mich ein Jahr lang mit etwas intensiv beschäftige, zeigt es mir am Ende ob ich wirklich Veränderung erreicht habe. Ich kann also eine Langfristige Bilanz ziehen und habe eine Menge Erfahrungswerte. Das ich meine Lebensjahre einem Motto verschreibe ist nichts neues für mich, denn das tue ich schon länger. Jedoch habe ich noch nie öffentlich darüber geschrieben. Mir gefällt das, meinen Lebensjahren ein Motto zu geben und mich auf etwas zu konzentrieren.

quelle: lucy365daysii.blogspot.com

Täglich weil ich von mir selber wissen will ob ich es schaffe täglich einen Post zu schreiben ohne jeglichen Druck, oder Gedanken wie, ach ich muss ja noch…. Wenn dieser Moment kommen sollte möchte ich wissen, wie ich den überwinden kann, ob ich ihn überwinden will, oder ob ich sage bis hier her und nicht weiter. Ich will einfach wissen, wie ich mich verhalte. Ich will auch wissen, ob mir das Schreiben nach einem Jahr noch Freude bereitet, ob meine Texte vielleicht auch anderen Freude bereiten, oder Inspiration sein können. Ich wollte schon immer schreiben und ich werde es tun ob es anderen gefällt oder nicht, denn ich tue es in erster Linie für mich selbst. Ich will mir damit nichts beweisen, ich will nur wissen wie ich mich in dem allem Verhalte und wie ich wachse.

Ich hoffe, die Fragen sind so beantwortet. Du darfst gerne deinen Kommentar dazu schreiben oder es auch lassen, ganz wie du willst.


bis bald Karin



Freitag, 10. Juni 2016

Es gibt sie noch / 267

Heute fuhr ich mit dem Zug nach Zürich. Zu hause habe ich noch unwichtige Dinge aus meiner Tasche und meinem Portemonnaie genommen. Denn ich will ja mit leichtem Gepäck reisen.

Voller Freude bestieg ich in Bern den Zug mit Kisha. Setzte mich zu einer Frau hin und erkannte Sie dann sofort wieder. Es war eine Mutter welche ein Kind in der gleichen Klasse hatte wie meine jüngste Tochter. Wir hatten einander viel zu erzählen und eine lustige Zugfahrt. Bis der Kondukteur kam. Ich nahm mein Portemonnaie hervor, zückte mein 1/2 Tax Abo und suchte mein Bahnbillett, welches ich schon gestern gekauft hatte. Gut Tasche durchsucht, Portemonnaie nochmals durchsucht, nichts. Toll so sass ich nun da ohne Bahnbillett, sah ja ganz toll aus. Ich erklärte dem Kondukteur meine Situation, dass mein Bahnbillett wohl zu hause geblieben sei, bei all dem anderen unwichtigen Zeugs. Da hatte ich wohl etwas zu viel losgelassen. Er meinte nur das könne passieren, und notierte alle meine Angaben. Ich könne diese Angelegenheit nächste Woche mit dem Kundendienst klären, das sei kein Problem. Ich sah ihn an und glaube nicht was ich da hörte.

quelle: blick.ch

Es gibt Sie doch, die verständnisvollen Menschen, welche wirklich noch ohne grosses Gehabe, eine Situation erkennen und mir keine Vorwürfe machten. Dieser Kondukteur hat mir meinen Tag gerettet, denn ich konnte nicht glauben, dass mir das passieren konnte. Er meinte nur regen Sie sich nicht auf, wir sind doch alles nur Menschen denen ein Missgeschickt passieren kann. Ich weiss schon heute, dass ich für diesen Kondukteur eine Lobeshymne an die SBB schreiben werde.

Dank seinem Verständnis konnte ich meine Reise nach Zürich weiter geniessen in guter Gesellschaft und konnte dieses Missgeschick ruhig loslassen. Ohne weitere Vorwürfe an mich selbst.


Bis bald Karin



Donnerstag, 9. Juni 2016

Ich darf wieder / 268

Juhuiii, heute konnte ich wieder ein Kapitel abschliessen und loslassen. Heute war für mich ein letzter Therapie-Tag. Mein Physiotherapeut meinte, das wir das alles gut hingekriegt haben und das ich wieder mit meinem Training beginnen darf. Jedoch mit Vorsicht und nicht gleich voll Gas. Ja er kennt mich und weiss, das ich sehr lange auf diesen Moment gewartet habe. Ich freue mich wie ein kleines Kind, das ich endlich endlich wieder beginnen darf.

quelle:schreibix.wordpress.com

Es war jetzt eine lange Zeit bis mein Körper wieder, ja zu meinem Training sagte. Noch etwas Geduld brauche ich gerade, denn der Start ist erst nach den Sommerferien, jedoch auf diese paar Wochen kommt es jetzt auch nicht mehr an. Ich kann mich ja mal selbst etwas betätigen.

Sport ist für mich nämlich auch ein gutes Ventil um los zu lassen.

bis bald Karin



Mittwoch, 8. Juni 2016

Warum? / 269

Warum ist so eine Frage, die ich mir eher nicht mehr stelle. Weil mit dem Warum bleibe ich im alten hängen und gebe dort Energie rein wo ich ja eigentlich nicht sein möchte. Klar ist wichtig zu wissen wie ich in die Situation gekommen bin, oder wieso ich mich so verhalte.

Für mich stellt sich jedoch mehr die Frage, wie kann ich es ändern und wohin möchte ich mit dieser Veränderung kommen.

Kinder stellen ja oft die Frage warum? Da kann man stundenlang Antwort geben. Ich bin auch dafür, dass man den Kindern die warum Fragen beantwortet und erklärt. Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass Kinder die Erfahrung warum etwas so ist, selbst machen können. Natürlich nicht jede Erfahrung. Ich persönlich weiss, dass eigene Erfahrungen besser haften bleiben und es einfacher nachvollziehen kann. 

Also die Frage WARUM ich mein 50. Lebensjahr dem Loslassen gewidmet habe, steht ja bereits beschrieben auf meiner Home-Seite. Die andere Frage, die an mich gestellt wurde, warum sammeln sich diese Dinge bei mir an? Darüber dachte ich heute nach.

quelle: thewebhatsme.com

Weil ich wohl eher der Sammler-Typ als der Jäger bin. Wenn ich mir etwas anschaffe, oder geschenkt erhalte, brauche ich es bis es nicht mehr geht. Ich habe aber trotzdem Freude an neuen Dingen und konnte mich nicht einfach von diesen trennen, weil sie ja noch gut waren.

Ich glaube es hatte auch damit zu tun, dass ich auf diese Art irgendwie die Fülle lebte. Jedoch vielleicht dies gar nie so richtig wahrnahm. Bis eben kurz meinen Geburtstag. Ich wusste immer schon das ich viele kleine und grosse schöne Dinge hatte. Ich wusste auch immer schon das ich Angewohnheiten hatte die mir gut oder weniger gut taten. Doch das ich mich mit all dem auch wirklich belastete, wurde mir erst mit meinem Burnout richtig bewusst. Klar waren es nicht nur diese kleinen Dinge die zum Burnout führten, denn an denen erfreute ich mich ja. Aber die Pflege oder Erhaltung brauchte Zeit, welche ich einfach nicht mehr hatte. Ich stellte mir jedoch nicht die Frage warum diese Dinge mich belasteten, sondern erkannte während meiner Reise, dass ich unbedingt weniger Gepäck mit nehmen sollte. Also stellte sich die Frage wie stelle ich das an. Durch das Loslassen, was mich belastet, ich nicht mehr brauche oder nicht mehr zu mir passt. 

Ich trenne mich von Dingen, die mir heute noch Freude bereiten, oder mir schwerer fallen weg zu geben, jedoch die Aussicht leichter zu reisen und mich befreiter zu fühlen, ist trotz allem schöner. Vor allem wenn ich noch weiss, das ich damit jemandem eine Freude bereiten konnte, ist es doppelt schön. 

Übrigens die Frage WARUM habe ich mir früher auch oft gestellt, jedoch heute weiss ich, dass mir die Frage WIE  mehr dient. Ich bin dankbar, das mir die WARUM Frage gestellt wurde und ich mich dem nochmals widmen konnte. DANKE! 

bis bald Karin