Mittwoch, 30. November 2016

Stimmlos / 94

Für heute lasse ich alle Töne los. Das heisst ich spreche nur das aller Nötigste. Seit gestern Abend habe ich Halsschmerzen und heute morgen war meine Stimme nicht mehr hörbar. Schön das ich noch schreiben kann und meine Worte so trotzdem ankommen:)).



quelle:heilpraxisnet

Ich lasse also auch meinen Post für heute absolut auf dem Minimum, den mit einer Grippe und Fieber postet es sich nicht so toll.

bis bald Karin

Dienstag, 29. November 2016

Kritik / 95

Ich greife heute den Post von gestern nochmals auf. Weil Kritik etwas ist, was uns täglich begegnet. Wir können eine Sache anpacken und können sicher sein, dass jemand uns kritisiert. Also Kritik ist uns sicher ob positiv oder negativ sei mal dahingestellt.

Wenn mich jemand kritisiert, sagt dies eigentlich mehr über diejenige Person aus, die mich kritisiert, als über meine Sache die ich tue. 

Ein Punkt warum jemand negativ kritisiert kann sein:

Selbstschutz für die kritisierende Person. Denn wenn sie es gut fände was ich tue, müsste die Person vielleicht etwas an sich verändern, um es gut finden zu können. Also muss mich diese Person klein machen, weil sonst ihr eigner Weg in Frage gestellt würde. 

Ein weiterer Punkt kann sein:

Angst, dass die Person mich verlieren könnte, weil ich mich mit dieser Entscheidung oder diesem Tun verändere. Das würde dann für die kritisierende Person heissen, dass auch sie sich vielleicht verändern müsste.

Hier habe ich aber die Möglichkeit, die Angst der kritisierenden Person zu nehmen.

Kritik sagt immer auch etwas über die Realität der kritisierenden Person aus. Auch wenn es nur ist, dass man verschiedene Ansichten hat, weil andere Erfahrungen erlebt wurden. Dies kann also sehr interessant sein dahinter zu schauen. 

Wenn mir die Kritik weh tut, hat es etwas mit meinem Denken zu tun:

z. B. Du bist eine Frau das kannst du doch nicht. Dann kann es sein, dass ich selbst noch Zweifel habe ob ich das als Frau wirklich tun kann. Denn wenn ich selber noch Zweifel habe oder eine Frage bei mir noch nicht geklärt ist, begegnet mir genau diese Kritik im Aussen. In diesem Fall kann Kritik für mich sogar hilfreich sein, auch wenn sie mich trifft und mir weh tut. Sobald ich diese Zweifel und Fragen für mich geklärt habe, kommen solche Kritiken auch nicht mehr. 
Also was mir im Aussen begegnet, kann mir in meinem Innern noch offene Fragen zeigen.

Das ist dann Spiegelarbeit.


quelle:gersfelder-hof-de

Ich setzte mich gerade in einer speziellen Angelegenheit mit dem letzten Punkt auseinander, wenn Kritik weh tut. Seit ich das auseinander genommen und bemerkt habe, dass es mit mir zu tun hat. Also, dass ich selbst noch offene Fragen habe, ist solche Kritik für mich der Gradmesser, wie gut ich diese Frage für mich schon geklärt habe. Da bin ich jetzt gerade dran diese Frage, Ängste und Zweifel los zu lassen und zu klären. Täglich etwas mehr, dies ist auch wieder ein Prozess, der manchmal besser geht und manchmal schlechter.

Die beiden Posts von gestern und heute sind mir sehr am Herzen gelegen, dir als Leser dies mit zu teilen. Für mich sind das Posts, die auch für dich hilfreich sein können oder vielleicht auch für Freunde von dir. Wenn du willst darfst du meine Posts gerne teilen, weiterleiten oder empfehlen. Ich würde mich freuen, wenn ich vielen Menschen ein kleines Licht anzünden kann, um auf der Lebensreise mit weniger Gepäck weiter zu gehen.

bis bald Karin







Montag, 28. November 2016

Meinung oder Kritik / 96

Ich habe eine eigene Meinung über viele Situationen, Dinge, Menschen, Werte usw. Das hast du sicher auch. Was ist jetzt aber der Unterschied zwischen einer Meinung haben und einer Kritik? Das sind zwei grundlegend verschiedene Dinge.

Kurz auf den Punkt gebracht:

Wenn meine Meinung ist grüne Bohnen sind ekelhaft, kann auf meine Meinung gar niemand Einfluss nehmen, ausser ich selbst.

Wenn du mich doof findest kann ich das nicht beeinflussen, ausser du willst dein Meinung über mich ändern.

Wenn ich von jemandem kritisiert werde, kann das aus verschiednen Gründen sein: 
(Ich gehe hier mal von negativer Kritik aus).

  • Angst das wenn die Person etwas tut, dass sie sich so verändert das es ihr nicht gefällt oder sie mich verliert, weil sie sich nicht verändern will.
  • Vielleicht aus Neid.
  • Vielleicht weil es ihrer Sichtweise nicht entspricht.
Dies sind mal nur drei mögliche Varianten es gibt noch mehr, ich denke diesem Thema werde ich mich noch länger widmen. Vielleicht schon im morgigen Post. Denn ich merkte heute gerade wie wichtig dies auch in meinem Leben ist.

Wie ich heute zu diesem Gedanken kam? Es ist für mich enorm wichtig geworden diesen Unterschied zu erkennen. Ist jetzt jemand mich am kritisieren oder ist es seine Meinung.

Ich habe ein neues Projekt am Start und habe einigen Leuten davon erzählt. Dort bin ich auf Kritik gestossen und Meinungen. Ich habe für mich jetzt gelernt, Meinungen von anderen Menschen an zu hören, jedoch nicht verändern zu wollen. Also Meinungen von anderen Menschen stehen zu lassen und los zu lassen.

quelle:karinmeister

Kritik jedoch können Hinweise sein, wo ich noch dran arbeiten kann, oder etwas bedenken kann, wo ich aber bei negativer Art auch loslassen kann. Kritik los zu lassen ist nicht ganz so einfach wie Meinungen. Jedoch wenn man den Dreh raus hat, warum jemand kritisiert wird es zum Spiel und sagt ganz viel über dein Gegenüber aus. 
Bei konstruktiver Kritik nehme ich das schon ganz anders auf und ich bin erfreut darüber, wenn ich diese erhalte. Oft ist dies dann nur noch die Frage, wie es mir gesagt wird. 

Vielleicht versuchst auch du mal den Unterschied zu hören, wann du eine Meinungen und wann du eine Kritik hörst. Viel Spass dabei.

bis bald Karin



Sonntag, 27. November 2016

1. Advent / 97

Advent, Advent ein Kerzlein brennt.... 


quelle:karinmeister

Und schon geht der Run auf die Geschenke jagt wieder los. Was kann man seinen Liebsten  schenken? Wie teuer darf/soll ein Weihnachtsgeschenk sein? Warum überhaupt etwas schenken? Ich könnte diese Liste noch lange weiter führen.

Für mich stellt sich nicht die Frage, schenken ja oder nein. Sondern was kann ich meinen Liebsten geben, was für sie Wertvoll ist. Nicht in Franken gerechnet sondern aus dem Herzen. Es kann durchaus etwas Materielles sein, es kann aber auch etwas ganz Anderes sein. 

Ich glaube es kommt nicht darauf an, dass wir uns gegenseitig etwas schenken, sondern was ich imstande bin zu geben.

Also will ich mich finanziell in Unkosten stürzen, die ich mir eigentlich gar nicht leisten kann, jedoch gut dastehen will. Oder bin ich imstande etwas zu geben, dass ich aus dem Herzen geben kann und es sogar mich erfüllt. Das kann meine Zeit verschenken sein, das kann eine Dienstleistung von mir sein, es könnte eine Einladung sein usw. Da kann die Kreativität unendlich sein. 

Was sind das für Gedanken die ich da habe? Diese Gedanken sind mir gekommen, weil Weihnachtsgeschenke manchmal verlegenheits Geschenke sind. Man bringt einfach etwas mit damit man nicht mit leeren Händen da steht. Jedoch wie wäre es einfach mit leeren Händen an einer Weihnachtsfeier ein zu treffen?

Ist es nicht so, dass eigentlich die Zusammenkunft zu einem Weihnachtsfest überhaupt ein Geschenk ist? Das man gemeinsam ein köstliches Essen geniessen kann? Das man überhaupt eine Familie hat, die es schätzt ein gemeinsames Weihnachtsfest zu feiern? Auch hier könnte die Liste unendlich sein.

Wie wäre es, wenn man das Geld ausgeben für verlegenheits Geschenke dieses Jahr mal los lässt und es in etwas investiert, dass Sinn macht oder gar nicht ausgibt?

Hast du gewusst, dass in der Weihnachtszeit enorm viel Geld für Kosmetikprodukte aller Art, Wein und Schokolade ausgegeben wird? Schau mal zurück was du letztes Jahr verschenkt hast oder erhalten hast. Hast du es wirklich gebraucht? Oder weisst du das es gebraucht wurde? Soll nur ein Gedankenanstoss sein, kein Vorwurf in keiner Art und Weise. 

Weg lassen was keinen Sinn macht, loslassen von, das macht man so, sonst ist es unfreundlich. Loslassen kann in diesem Moment sehr ehrlich sein und ist das nicht das grösste Geschenk?

Ich habe mir schon lange angewöhnt, Geschenke zu verschenken wenn ich Lust habe, egal was es für ein Tag ist. Ich schenke, wenn ich sehe das etwas Freude bereitet.

Loslassen ist leben im Moment, verschenken wenn es Zeit dafür ist, das ist ehrlich und bringt Freude.

bis bald Karin



Samstag, 26. November 2016

Dreams come true / 98

Wenn Träume wahr werden, dann gibt das ein wunder schönes Gefühl. Kennst du das auch dieses Gefühl. Heute ist so ein Tag.

Als Mutter wünscht man sich nichts mehr als, dass Wünsche deiner Kinder in Erfüllung gehen. Es geht hier nicht um materielle Wünsche, sondern etwas das ein Mensch einmal tun oder erreichen möchte. 

Ich habe für mich auch Wünsche, die ich mir erfüllen möchte oder ich auch darauf hoffe, dass sie sich erfüllen. Damit sich Wünsche erfüllen können, heisst es auch etwas dafür zu tun. Doch manchmal braucht es auch Hilfe von aussen, wo man drauf angewiesen ist, damit sich der Wunsch erfüllen kann. Wenn man persönlich alles dafür mögliche eingebracht hat, heisst es los zu lassen und vertrauen, dass es sich erfüllt.

Genau dieses Loslassen öffnet dann meistens, früher oder später Türen, an die man im Traum nicht gedacht hätte. Die Kunst oder die für einige vielleicht die Schwierigkeit ist es, Geduld zu haben und zu warten. Da greift das Sprichwort:


"Es nützt nichts am Gras zu ziehen es wächst nicht schneller dadurch."

Ich habe darin schon etwas mehr Erfahrung als vielleicht meine Kinder, darum erstaunt es mich dann vielleicht auch weniger wenn ein Traum doch noch in Erfüllung geht, den man vielleicht schon abgehackt hat.

Die Freude darüber ist dann enorm gross wenn er dann erfüllt ist. Vor allem wenn er dann noch total erfolgreich erfüllt worden ist.

Meistens habe ich ein sehr gutes Bauchgefühl ob ein Wunsch in Erfüllung gehen kann oder nicht. Bei diesem Wunsch der heute für meine Tochter in Erfüllung ging, war ich mir nicht sicher ob es irgendwann mal gehen wird. Darum freue ich mich heute sehr fest für sie.


quelle:karinmeister 

Mit einem riesen grossen Lachen auf meinem Gesicht und viel Freude im Herzen gratuliere ich Chelsea hier zum Erfolg beim Cheerleading-Sieg. Einen Freudenschrei habe ich losgelassen und mir mit Freude dein Video angesehen. 

Ich möchte meine Leser heute motivieren, einen Wunsch klar zu formulieren, alles dafür zu tun, dass er sich erfüllen kann und ihn dann voller Vertrauen los zu lassen und geduldig zu bleiben.

bis bald Karin



Freitag, 25. November 2016

Weihnachtsgüetzi / 99

Er steht vor der Tür, der erste Advent dieses Jahres. Irgendwie bin ich noch gar nicht in Adventsstimmung. Das war vor einem Jahr etwas anders, denn es schneite an diesem Tag ganz verrückt. Wir stimmten uns heute aber trotzdem auf die Adventszeit ein. Heute war unsere grosser Güetzelitag. Meine Tochter, meine Nichte und die Kleine von meiner Nichte machten uns nach einem gemütlichen Brunch ans Werk.


quelle:karinmeister

Die Güetziküche war in vollem Gange, es duftete durchs ganze Haus, nach Mailänderli, Zitronengüetzli, Schoggigüetzi sowie Kokosmakaronen. Unsere Tradition konnte aufrecht erhalten bleiben, es war ein ganz gemütlicher Tag. Jedes Jahr ist diese Tradition etwas anders, leider konnte mein Sohn und die jüngste Tochter nicht dabei sein. Dafür kamen am Abend der Lebenspartner von meiner Tochter und mein Sohn für uns Güetzifrauen kochen.

Wir konnten zurücklehnen und uns verwöhnen lassen, wieder einmal mit einem köstlichen Essen. Wir genossen den gemeinsamen Abend und ich freue mich jedesmal über solche Momente.

Ich persönlich halte nichts von sturen Traditionen, wenn's passt passt's und sonst halt nicht. Kein Weltuntergang. Sture Verpflichtungen habe ich schon lange losgelassen. 

Ich glaube genau aus diesem Grund haben wir als Familie an unseren Traditionen Spass und freuen uns auch jeweils darauf.

Dieses Jahr habe ich längst nicht mehr so viele Güetzi gebacken wie andere Jahre auch da habe ich losgelassen. Die Anzahl an verschiedenen Sorten hat sich auch drastisch reduziert. So verändert sich auch mein Verhalten in Bezug auf das Kochen oder Backen, auch da ist für mich heute weniger mehr.

Nun freue ich mich ab und zu auf ein Weihnachtsgüetzi und werde diese sicher geniessen, weil ich weiss das sie in guter Laune gebacken wurden.

bis bald Karin



Donnerstag, 24. November 2016

Entscheiden / 100

Ist glücklich sein eine Entscheidungssache? Diese Frage war heute ein Thema auf meinen Spaziergang. 

Machmal sagt man doch, man ist vom Pech verfolgt, oder wenn's schief läuft dann läuft's schief in allen Bereichen. Es gibt wirklich so Tage wo es auch mir so vorkommt, egal was ich anfasse oder beginne, alles läuft anders als gedacht. Das ist aber noch kein Grund zu sagen man hätte kein Glück oder man könne nicht trotzdem glücklich sein.

Für mich ist glücklich sein eine Entscheidungssache. Warum? Während meiner Burnout-Zeit hatte ich Tage, die waren wirklich schlimm und wenn ich sage schlimm, dann meine ich das auch so. Es waren keine solala Tage, nein es waren Tage, da machte für mich rein gar nichts mehr Sinn. Und trotzdem war da immer eine ganz kleine Glut in mir, die immer noch züngelte, die immer noch ein Feuer hätte entfachen können. Und da war meine Familie, meine Freunde und Kisha. Sie alle gaben mir einen Grund glücklich zu sein, auch in diesem Zustand. Ich wusste immer, dass diese Zeit irgendwann vorbei geht, dass ich irgendwann mal wissen würde für was das gut sein sollte. Ein entscheidender Schritt aus dieser Lebenssituation, Schritt für Schritt wieder raus zu kommen war, die Entscheidung ich bin trotzdem ein glücklicher Mensch.


quelle:schule+familie.de

Denn ich hatte eben eine Familie, ich hatte Freunde, ich hatte Kisha, ich hatte ärztliche Unterstützung usw. Ich war in der glücklichen Lage mir die Zeit zu nehmen, die ich brauchte um wieder gesund zu werden. Durch dieses Wissen fiel mir wenigstens das einfach, der Entschied glücklich zu sein. Auch wenn ich äusserlich gar nicht so aussah und es sich auch nicht so anfühlte. Jedoch im Kopf und vor allem im Herzen wusste ich, dass ich glücklich war.

Das tönt jetzt sicher paradox ist aber eine Tatsache. Genau diese Geschichte erzählte ich heute auf meinem Spaziergang einem Bekannten von mir, der auch in einer sehr schwierigen Situation steht.

Er kann irgendwie nicht glauben, dass er eigentlich allen Grund hat um glücklich zu sein. Denn auch er hat Familie, Freunde und ein gutes soziales Umfeld, welches ihm zur Seite steht. Doch leider kann er es noch nicht ganz so sehen, weil die Situation so enormen Druck auf ihn ausübt. Ich bin jedoch überzeugt, sobald er die innere Haltung und Sicht von der schwierigen Situation, auf das Positive und Schöne in seinem Leben erkennt, wird er sich glücklich schätzen können.

Es ist doch so auf das, wo wir den Fokus legen, das steht im Vordergrund. Darum ist es eine Entscheidungssache ob wir uns auf das Glücklichsein ausrichten oder auf das Pech. Diese Haltung und Sichtweise ist eine Übungssache und ein Prozess,der sich etwas hinziehen kann, jedoch jede Minute die wir früher damit beginnen, sind wir auf dem Weg zum Glücklichsein.

Ich habe auch Situationen in meinem Leben, wo ich Pech habe oder es nicht so läuft wie ich möchte, jedoch die Entscheidung unglücklich zu sein habe ich vor langem losgelassen. Denn nur dank dem ich diese Entscheidung vor vielen Jahren getroffen habe, kann ich in jeder noch so schwierigen Situation sagen; ich bin ein glücklicher Mensch, weil ich mich dafür entschieden habe.

Loslassen ist in dieser Hinsicht für mich, jeden Tag die Entscheidung zu sagen: "Ich bin ein glücklicher Mensch."

Ich wünsche dir, dass du diese Entscheidung für dich treffen kannst und Schritt für Schritt auf dein Glück zu gehst.

bis bald Karin



Mittwoch, 23. November 2016

Unser System / 101

Es fällt mir schwer solche Dinge los zu lassen. Gerade weil sie mich belasten und ich mich in dem ganzen sehr ohnmächtig fühle. Bei uns in der reichen Schweiz gibt es Menschen die in einer solchen Armut leben, oder in Wohnungen leben die mich einfach nur ekeln. Für diese Menschen ist es ganz normal und für die Vermieter auch. Ich habe heute Bilder gesehen wo mir wirklich übel wurde. Das traurige daran ist, das dies Menschen sind die einmal hart gearbeitet haben. Die an dem Aufbau beteiligt waren, dass es uns heute so gut geht. Und sie, sie leben in einem Loch. Sie können sich keine andere Wohnung leisten, weil unser Sozialamt keine anderen Wohnungen zur freien Verfügung hat.

Die Vermieter sind nicht gewillt noch Geld für Sanierungsarbeiten in die Hand zu nehmen, und unser System billigt das. Sagt ja das ist zumutbar. Obwohl die Menschen die in dieser Wohnung leben einen schlimmen Husten haben und Atemprobleme. Ist alle in Ordnung, sagt das Sozialamt und das System, sie sind ja ärztlich versorgt. 


quelle:mt

Mir kam die Galle fast oben raus und dem Maler bei dem ich die Bilder sah auch. Er sagte mir, dass er seinen Lehrlingen den Auftrag gab diese Wohnung zu sanieren als Übungsprojekt für die LAP und zwar kostenlos. Ich war zu tiefst berührt von dieser Geste.

Ich nehme an der Vermieter auch und vor allem die Mieter. Es ging dem Maler eigentlich auch gegen den Strich aber er hatte es nicht übers Herz gebracht das alte Ehepaar in diesem Loch so leben zu sehen. Es gibt sie noch diese wunderbaren Menschen, die einfach über alles hinweg sehen und etwas tun und verändern ohne Geld dafür zu erhalten.

Gerne hätte ich heute Werbung in meinem Blog für diesen Maler gemacht, er möchte das aber nicht. Ich respektiere das und unterlasse es.

Es geht mir aber trotzdem nicht aus dem Kopf, das wir in der Schweiz einfach die Augen so verschliessen und einfach so tun als ob bei uns alles in bester Ordnung wäre. Es gibt so viele unzählige Beispiele von Menschen die in Not sind und wir schauen einfach weg, verschliessen unsere Augen.

Tut mir leid ich kann das nicht loslassen und will das auch nicht. Ich möchte heute einfach mal aufrufen öffnet die Augen, schaut hin und wenn ihr könnt handelt. Ergreift die Initiative und versucht etwas zu verändern dort wo ihr eine kleine Chance seht. Suche nicht nach riesen Projekten sondern nur ganz kleine. Denn die Dankbarkeit und das Lachen welches man zurück erhält, ist mit nichts auf der Welt bezahlbar.

Darum lasse ich heute wirklich einen Schrei los und hoffe, dass du ihn hörst und du den Mut hast etwas zu tun.

bis bald Karin



Dienstag, 22. November 2016

Aufbruchstimmung / 102

In den letzten Tagen ging es mir immer mehr so, dass ich spürte, dass da ein neuer Weg für mich am entstehen ist. Ein Weg den ich noch nicht klar sehe. Darum wohl auch gestern mein unbedingtes Fenster putzen wollen. Es fühlt sich so an, dass ich weiss das sich in meinem Leben wieder etwas verändern wird. Ich kann es jedoch noch nicht greifen oder sehe es nicht. Es ist einer Aufbruchstimmung ähnlich zu setzen, jedoch bei dieser Stimmung ist es meisten klar wohin es geht.

Die Stimmung ist da, das Ziel oder der genau Weg eben noch nicht. Dieses Gefühl kenne ich aber schon gut aus früheren Zeiten. Es war bis jetzt immer so, dass es sich um etwas tolles handelte das da auf mich zu kam. Hier kommt mir auch wieder der Spruch in den Sinn, lassen wir durch was da kommen will
Nur dass ich es nicht durch lassen kann in dem Sinn, sondern es erst auf mich zu kommen will. Auch da gilt diese Übergangszeit aus zu halten und das unbedingte Wissen wollen los zu lassen. Es gibt Momente wo ich das ganz gut kann und dann gibt es Tage wo es fast nicht aus zu halten ist. So wie heute, weil ich eben gerade so in einer Kreativ-Phase bin und eigentlich handeln möchte. 


quelle:pinterest.com

Ich habe da auch gelernt einfach in einer Meditation oder eben beim Spazieren mich ganz weit zu öffnen, in dem Sinn, dass ich einfach sage ich bin bereit für das was da kommen will. Es willkommen zu heissen, mich zu freuen auf das was da kommt und Energie zu tanken. Denn wenn etwas Neues auf mich zu kam, brauchte ich in der Regel sehr viel Kraft, mich in all dem dann zu recht zu finden. Bei mir ist es meistens so, dass es plötzlich wie eine Lawine kommt und dann einfach vor der Tür steht. Oft ist es in einem Moment, wo ich eigentlich gerade keine Zeit für das Neue habe. 

Dieses Mal möchte ich das versuchen gelassener an zu gehen. Ich will versuchen nicht gleich reagieren zu wollen wenn es da steht und meine Energie dann auch ein zu teilen. Es ist wie wenn eine Mail kommt nicht gleich darauf reagieren zu müssen, oder bei einer SMS mir etwas Zeit zu geben um zu antworten. 

Ich denke es geht auch im Alltag darum wieder etwas ruhiger zu werden und nicht stets sofort zu reagieren, sondern zuerst das beenden wo man dran ist. Also Schritt für Schritt, kein Multitasking.

bis bald Karin



Montag, 21. November 2016

Klare Sicht / 103

Gestern habe ich ja beschlossen, mir für meine Morgenmeditation wieder mehr Zeit zu nehmen. Das habe ich heute so richtig ausgedehnt. Wie? Mit einem Ritual, welches ich gerne brauche und das möchte ich dir heute weitergeben. 

Wie sehen deine Fenster aus? Hast du klare Sicht oder könnten sie wieder einmal eine Reinigung gebrauchen? Egal welche Fenster, ob die zu hause, im Auto oder Brillengläser usw. Saubere Fenster ermöglichen uns eine klare Sicht, ist klar:)) und nichts neues.

In meiner Meditation kam die Frage wie wäre es wenn du etwas mehr Klarheit in gewisse Ecken in deinem Leben erhieltest? Das wäre toll, denn es gibt Orte wo wie ein Schleier darüber liegt und ich nicht so recht weiss wo es durch gehen soll.


quelle:hara.be

Ich holte danach mein Putzzeug hervor, denn ich beschloss meine Fenster im Haus zu putzten. Wenn ich jeweils mein Fensterputztag habe, nehme ich mir in Gedanken die Zonen vor wo ich einen Schleier in mir habe und nicht recht weiss wo durch es geht. Ich putze dann meine Fenster und stelle mir vor, wie sich der Schleier etwas lichtet und ich so klarere Sicht erhalte. Meistens habe ich nicht gerade in diesem Moment erleuchtende Ideen, jedoch in den Tagen darauf wird für mich die Sicht auf die Zone klarer. 

Fenster putzen ist für mich also eine Art Reinigungsmeditation, mit dem Ergebnis von zusätzlichen sauberen Fenster.  

Ich mache das auch manchmal so wenn ich am Staubsaugen bin, dann nehme ich mit meinem Universellen Staubsauger alle Fuseln, Staub und Spinnwaben in mir gleich mit. Ich weiss es tönt etwas komisch ist aber ganz lustig und bei mir wirkt es. So lasse ich jeweils zwei auf einen Schlag los.

Versuche es doch einfach mal, vielleicht hilft es bei dir ja auch.

bis bald Karin



Sonntag, 20. November 2016

Gewicht / 104

Heute ist mir ein Zitat begegnet welches mich zum Nachdenken brachte:

quelle:seilerlaura


Mir gefällt das Zitat sehr gut weil der erste Teil muss sich nicht unbedingt auf unser Gewicht beziehen, er kann sich auf alles beziehen was mit Äusserlichkeiten zu tun hat. Zum Beispiel Wertsachen, Prestigesachen, alles was wir zeigen können, um vielleicht andere damit zu beeindrucken. Lass dir das mal durch den Kopf gehen....

Ich habe mich heute etwas damit auseinander gesetzt und will ganz konkret auch noch mehr auf meine Werte acht geben. Ich dachte über meine persönlichen Werte nach. Wie und wo ich sie in meinem täglichen Leben wirklich leben kann. Wo ich sie noch mehr einfliessen lassen will und dafür wertloses los lasse. Ich kam zum Schluss, dass ich da wirklich noch mehr Gewicht drauf legen kann. 

Der nächste Schritt war, was bin ich mir persönlich Wert. Mit diesem Thema habe ich mich schon länger während meiner Burnout-Zeit  befasst und fand da tatsächlich auch wieder Ecken die sich eingeschlichen haben wo ich meinen Wert wieder etwas hinten anstelle. Also habe ich da gerade konkret wieder etwas was ich loslassen werde. Ich habe nämlich meiner Morgenmeditation wieder viel weniger Zeit eingeräumt als ich es während der Genesungszeit gewährt hatte. Dies schlich sich wieder ein als ich 100% zu arbeiten begann. Das wird sich ab morgen gerade wieder ändern.

Vielleicht lässt du dir das Zitat auch mal etwas länger durch den Kopf gehen und ich bin sicher du findest auch Orte wo du mehr deine Werte beachten kannst.

bis bald Karin



Samstag, 19. November 2016

Brunch / 105

Heute war ich eingeladen zu einem Brunch unter dem Moto, Breakfast at Tiffany's in Neuenburg. Dies war ein Charity-Event, der Schule von meiner Tochter. Es war einmal mehr ein super gelungener Anlass, der sehr viel Spass machte. 




An diesem Event gibt es jeweils eine Auktion zu Gunsten von einer AIDS-Stiftung. Es hat verschiedene Dinge die man ersteigern kann. Mich interessierten zwei Pfannen, für die ich mich entschied zu bieten. Dann ging es los, die erste Pfanne war im Angebot und ich begann mit zu bieten. Mein Angebot stand und ich dachte schon jetzt ist sie mir, doch dann als es hiess zum zweiten, zum drit.. bot nochmal jemand mehr. Da klinkte ich mich aus und liess die Pfanne los. Es gab ja noch eine zweite.

Wieder bot ich mit zum zweiten, zum dri... und schon überbot mich wieder jemand. Auch diese Pfanne liess ich los.  Gut ging ich halt ohne die Pfannen aus der Auktion, kein Problem meine Tochter ersteigerte sich eine Audrey Hepburn Dose für sFr. 55.--, war ja für einen guten Zweck. So hatten wir einen gelungenen Mittag und konnten viel lachen.

Die ganzen Einnahmen dieses Anlasses gingen zu Gunsten des The Mercury Phoenix Trust. So liess ich heute auch gern mal Geld los für Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir und meiner Familie.

bis bald Karin



Freitag, 18. November 2016

Parkschaden / 106

Heute ärgerte ich mich einen Moment lang. Warum? Als ich zu meinem Auto zurück kam nach dem Einkaufen stellte ich fest, dass mir jemand eine Beule in meine Türe machte. Kein Zettel rein gar nichts. In der heutigen Zeit, wo wir doch für alles versichert sind, kann es doch kein Problem sein, zu einem Missgeschick zu stehen. So dachte ich auf jeden Fall.

Ich ging am Nachmittag rasch bei meinem Carrossier vorbei und zeigte ihm meinen Schaden. Er meinte, ist ein klarer Fall von Parkschaden. So bot er sich an für mich alle Formalitäten zu erledigen und es meiner Versicherung zu melden. Ich gehe mal davon aus das der Schaden von meiner Versicherung übernommen wird. Trotzdem es ist so ärgerlich, denn einen Selbstbehalt werde ich wohl auch noch haben. Ich werde es ja dann sehen.

quelle:vsci.ch

Nun nachdem mein Carrossier mich beruhigte und mir versicherte das man nach seiner Arbeit nichts mehr sehen werde, ging es mir schon besser. Ich konnte meinen Ärger langsam loslassen und beruhigte mich wieder.

Jedoch wenn ich das jetzt so am schreiben bin, ist da immer noch eine leise Wut. Ich weiss, dass mich der Ärger nicht weiter bringt und es ist eine Tatsache, dass es nicht immer einfach ist etwas los zu lassen.

Ich bin froh, dass ich eine Versicherung habe und den Schaden beheben kann.

bis bald Karin



Donnerstag, 17. November 2016

Danke Mami / 107

Der November hat es in sich. Vor 16 Jahren starb meine Mutter, viel zu jung, mit gerade 50 Jahren. Im Januar darauf wäre sie 51 geworden, sollte aber nicht sein. Klar hat mich dies gerade in meinem jetzigen Lebensjahr beschäftigt. Zu wissen, dass wenn ich an ihrer Stelle wäre mein Leben bald vorbei sein würde. 50 oder fast 51 was ist das schon. Ich für mich wäre noch auf gar keine Art und Weise bereit diese Welt zu verlassen. Ich möchte noch so viel tun und bewirken.

Für meine Mutter war es jedoch eine Erlösung, dass sie gehen durfte. Sie war krank, die Organe versagten alle und waren müde. Sie hatte ein sehr intensives Leben gelebt und sehr viel erlebt in ihrer Lebenszeit. Frei nach dem Motto kurz und intensiv. 

Für mich war es damals ein ganz komisches Gefühl, ich war traurig, dass sie starb. Ich war aber auch froh für sie, dass diese Leidenszeit vorbei war. Durch das ich vorbereitet war auf ihren Tod, konnte ich es ganz anders angehen. Ich hatte das Privileg meine Mutter auf diesem Sterbensweg zu begleiten. Ein Erlebnis, welches ich nie in meinem Leben vergessen werde. Dieses Gefühl mit ihr diesen Weg gehen zu dürfen ist hier nicht beschreibbar.

Das Loslassen fiel mir eher leicht, denn ich sah wohin sie gehen konnte und und spürte die Ruhe und das Licht für sie und darum fiel es mir leicht. Ich weiss es hört sich jetzt sicher komisch an. Doch für mich war es so.


quelle:fotocomunity

Ihr Todestag ist für mich jeweils kein Trauertag, dies ist ein Tag der mit sehr viel Liebe und Dankbarkeit erfüllt ist. Dieser Tag ist für mich Fest der bedingungslosen Liebe und Dankbarkeit für alles was wir zusammen erlebt haben. Sie hat mich unter Ihrem Herzen getragen unter ganz schwierigen Umständen. Sie hat sich für mich entschieden, sie hat für mich gekämpft und ich durfte bleiben. Sie war so jung und sie schaffte es mit der Hilfe meiner Grossmutter. Es war eine richtige Frauenpower und diese Power habe ich wohl erhalten von den beiden Frauen. 

Das Loslassen der Mutter ist wohl etwas vom bewegendsten, denn durch sie sind wir entstanden. Ich glaube dies kann man nie mit Worten oder Geschenken an Dankbarkeit zeigen. Dies geht nur mit Herzensliebe, diese Liebe ist einfach, Punkt. Oft wird einem das erst richtig bewusst wenn es zu spät ist. Ich hatte das grosse Glück mich mit meiner Mutter auf einer guten Ebene aus zu sprechen und es war alles gesagt, nichts war noch offen. Darum fiel mir wohl das Loslassen auch leichter. 

Wie sieht das bei dir aus? Welche Beziehung hast du zu deiner Mutter? Hast du noch Zeit dich mit ihr zu unterhalten? Nimmst du dir die Zeit? Ist sie dir wichtig diese Zeit? Denk daran eines Tages hast du sie nicht mehr...

in grosser Liebe und Dankbarkeit zu meiner Mami

bis bald Karin 


Mittwoch, 16. November 2016

Widerstand / 108

Manchmal gehe ich mit mir überhaupt nicht gelassen um. Es gibt Tage da bin ich mit mir sehr ungeduldig, da fällt mir das JA sagen zur Situation recht schwer.

Heute wurde mir so richtig bildlich vor Augen geführt, sowie fühlbar gemacht wie es ist Gelassenheit walten zu lassen. Ich arbeitete an den Webseiten meiner Kunden. Seit längerer Zeit warte ich schon auf Fotos von einem Kunden für die Webseite fertig zu stellen. Nach mehrmaligem telefonieren und auch Aufforderungen per Mail, kam einfach nichts. Absolut gar nichts, ich wurde immer wieder vertröstet. Da war meine Gelassenheit heute einfach mal vorbei. Ich ging in den Widerstand und ärgerte mich über diese Gleichgültigkeit über das Hinhalten usw. So langsam steigerte ich mich in richtige Wut hinein.

So nach dem Motto wenn die Fotos kommen werde ich sie auch einen Moment nicht einbauen, ist ja wohl gar nicht wichtig. So richtige Trotzphase, wie ein kleines Kind.

Plötzlich erkannte ich meinen Widerstand und musste laut loslachen. Was bringt es mir mich quer zu stellen, mich beleidigt oder ignoriert zu fühlen. Gar nichts, und die Fotos kommen auch nicht schneller zu mir mit dieser Haltung. Es schadet meiner Laune, es schadet meiner Gesundheit und es schadet meinem Geschäftsdenken. 


quelle:dolomiten.net

Also ging ich auf einen Spaziergang an die Aare. Dort stand ein Fischer mitten in der Aare, sie ist gerade gar nicht hoch. Doch dieser Mann stand an einem Ort wo er schlecht stehen konnte weil die Aare dort ziemlichen Zug drauf hatte. Ich beobachtete ihn einen Moment und dachte mir genau wie ich vorhin. Mich ärgern lassen und mit Widerstand gegen etwas schimpfen was ich sowieso nicht ändern kann. Bring gar nichts. Kaum fertig gedacht fiel der Mann ins Wasser. Pflutsch nass stand er wieder auf und begann zu schimpfen wie ein Wilder. Wie ich vorher. Ich musste lachen aber so, dass er es nicht sah.

Ich konnte in dem Moment sogar das Gute daran sehen, dass ich die Fotos heute noch nicht hatte. Ich hatte die Möglichkeit einen längeren Spaziergang zu machen und wieder einmal vom Leben eine Lektion erhalten und erkennen.

Widerstand loslassen erleichtert das Leben enorm.

bis bald Karin





Dienstag, 15. November 2016

Freudentag / 109

Aktives, gewolltes Loslassen war heute angesagt. Nach dem ich heute morgen shoppen war, einige Stücke für meine Herbst- Wintergarderobe, sowie Schuhe, machte ich mich anschliessend ans Ausräumen des Kleiderschrankes. Herbst- und Sommerstücke habe ich gleich aussortiert. Das gleiche machte ich dann noch mit meinen Schuhen. Einige Flip Flop entsorgte ich gerade und 2 Paar Winterschuhe glaubten auch noch dran.


quelle:pinterest

Ich habe richtig grosse Freude an meinen neuen Kleidungsstücken und Schuhen und freue mich schon sie zu tragen.

Ganz schlicht und einfach, heute war ein richtiger Freudentag. Gut welche Frau geht nicht gerne Shoppen:)).

bis bald Karin



Montag, 14. November 2016

Fehlermeldung / 110

Upsss in die Falle getappt...

Heute war ich wieder mal sehr kreativ in meinen Büro, ich arbeite gerade an zwei Webseiten. Da vergass ich wieder einmal die Zeit. Ich machte schon Pausen, für Tee usw. Doch plötzlich ging mein Internet einfach nicht mehr, dass heisst die Verbindung zum Server wurde unterbrochen. Mit dem tollen Spruch:


"Netzwerk Zeitüberschreitung, die gewünschte Seite konnte nicht geöffnet werden!"

quelle:karinmeister

Also blieb mir nichts anderes übrig als auf zu hören mit meiner Arbeit. Ich konnte überall zu greifen nur nicht mehr auf die beiden Server, wo ich arbeiten hätte wollen.
Ist schon toll wenn von irgendwo her geschaut wird, dass ich mich an meine Arbeits- und Ruhezeiten halte. Ist ein Phänomen das mir ab und zu mal passiert.

So lies ich es nach wiederholtem probieren und einer Teepause los. Ich bin dankbar für dies aber ganz ehrlich manchmal ärgert es mich auch ein wenig.


bis bald Karin



Sonntag, 13. November 2016

Meine Haare / 111

An einem Sonntag habe ich mich dafür gehabt meiner Coiffeuse meinen Termin für am Montag in einer Woche zu verschieben. Gut sie ist auch eine liebe Freundin von mir und daher schreiben wir uns auch so. Warum ich das heute getan habe? Heute morgen habe ich meine Haare frisiert, und ja es ist jedes mal ein rechter Aufwand. Und es gibt Tage wo es mir wirklich manchmal zu viel ist, diesen Aufwand zu betreiben. Jedoch heute war ich so dankbar, dass ich diesen Aufwand erstens betreiben kann. Und zweitens weil ich gesund bin und alle Haare auf dem Kopf habe. 

Es gibt so viele Frauen, die eine Chemotherapie machen müssen um gesund zu werden und ihre Haare verlieren. Ich bin sicher, dass ganz viele solche Frauen diesen Aufwand täglich gerne tun würden. Das war der eine Grund warum ich den Termin absagte und der andere war weil ich im Moment mit meinen Haaren gerade sehr zufrieden bin. Sie sind gesund fühlen sich wunderbar an und dank den super Pflegemitteln die ich von meiner Freundin erhalten habe, fällt mir das Frisieren viel leichter.


quelle:fashionpaper

Jahre lang habe ich mehrmals im Jahr eine Dauerwelle machen lassen. Seit ein paar Monaten frage ich mich immer mehr, warum ich meine Haare in eine Richtung treiben will, die sie vielleicht gar nicht wollen. Ich weiss das ich ziemlich sicher wieder eine Dauerwelle machen lasse, doch nicht mehr so oft pro Jahr. Hier lasse ich ein Ritual von mir ganz langsam los, denn meine Haare sind für mich Schmuck und sehr wichtig. Ich lasse auch nicht jeden Coiffure an meine Haare, da bin ich ganz heikel. Nicht das ich kein Vertrauen in das Handwerk hätte, nein hier geht es um meine Haare! 

Ich bin sicher das kann die eine oder andere Frau nach voll ziehen, bei den Männern weiss ich nicht recht, die sind da ja zum Teil auch ganz heikel.

So lasse ich heute ein Haarritual ganz langsam los und schaue mal was daraus entsteht.

bis bald Karin



Samstag, 12. November 2016

Prinzessin / 112

Einen wunderbaren Vormittag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf dem Gurten zu verbringen, das gönnte ich mir heute. Ein Szenario spielte sich im Restaurant ab, welches mich zutiefst berührte.

Ein junger Mann war mit seiner Frau oder Freundin und seiner Mutter etwa zur gleichen Zeit im Restaurant eingetroffen. Ich suchte mir einen Platz draussen an der Sonne. Die drei waren ganz in meiner nähe ebenfalls an der Sonne. Ich muss sagen die Tische und Stühle waren vom Personal noch nicht geputzt worden. War für mich aber kein Problem, eine Serviette tat mir dabei einen grossen Dienst. Ich sass dort an der Sonne und genoss meinen Tee. Plötzlich fragte der junge Mann seine beiden Frauen wollt ihr nicht noch ein Lammfell zum drauf Sitzen, soviel er wisse gebe es welche hier. Beide waren einverstanden und er holte diese Lammfelle, er hatte 3 Stück in der Hand und kam zurück. 

Ich dachte für mich, wow der ist aber aufmerksam. Er platzierte die Lammfelle den beiden Frauen auf dem Stuhl und die waren beide sehr dankbar. Ich war wieder in meinen Gedanken, da kam er zu mir und sprach mich an: "Entschuldigen sie bitte ich habe gesehen, dass sie kein Lammfell auf ihrem Stuhl haben und dachte mir vielleicht wären sie auch froh um eines." Im ersten Moment war ich so überrascht das ich ihn wohl nur doof anschaute. So kam ich ohne mein dazu tun zu einem Lammfell für meinen Stuhl. Ich bedankte mich für seine Aufmerksamkeit und nickte den beiden Frauen zu.


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Ich fühlte mich dabei etwas komisch denn für sich hatte er keines geholt. Ich weiss nicht ob er keines gewollt hat oder ob er mir seines abgegeben hatte. Da kam dann mein Kopf ins Spiel. Ja warum gibt ein wildfremder Mensch mir etwas, wenn er es doch für sich gebrauchen hätte können. Mit was habe ich das verdient, ohne das ich etwas dazu getan habe. Das gibt's doch gar nicht usw. Ich konnte im ersten Moment das Geschenk oder den Gefallen gar nicht richtig annehmen. Plötzlich bellte Kisha und schaute mich an mit ihren kugelrunden Augen. Sie holte mich aus meinem Karussell raus. Also lies ich meine Gedanken los und freute mich einfach über diese Geste und genoss die Sonne und mein Tee weiter.

Als ich dann aufstand, ging ich am Tisch der Drei vorbei und ich wusste genau was ich sagen wollte, denn mir kam ein Sprichwort in den Sinn:
"Dieser junge Mann behandelt Frauen wie Prinzessinnen, der muss bei einer Königin aufgewachsen sein."
Ich wünschte ihnen noch ein angenehmes Weekend und wollte mich verabschieden. Jetzt war die älter Frau sehr berührt und bedankte sich für das Kompliment.  Sie sagte zu mir wissen sie heute vor 10 Jahren habe ich meinen Mann verloren und das traf mich schwer. Mein Sohn und seine Frau sind mein Halt und meine Liebe und dieses Kompliment hätte sie noch nie erhalten. Jetzt war sie wohl genau so überrascht war wie ich vorhin.

Es ist einfach schön wie man mit ganz kleinen Dingen Menschen glücklich machen kann ohne dass sie etwas kosten.

bis bald Karin



Freitag, 11. November 2016

Durchlassen / 113

Wenn ich jeweils durchs Dorf gehe begegne ich immer wieder Menschen, mit denen ich einen kurzen Schwatz halte. So auch heute, dieser Schwatz inspirierte mich sehr um länger darüber nach zu denken. Ich traf eine Frau die ich schon seit meiner Kindheit kenne. Sie klagte etwas über das Wetter, die Kälte und Nässe machen ihr etwas zu schaffen. Ehrlich mir auch:)).
"Zum Schluss meinte sie "lö mir düre was da chunt" lassen wir durch was da kommt."
Wir verabschiedeten uns und beide gingen ihres Weges. Doch dieser Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich schmunzelte und wusste sofort, steig ein und lass dich drauf ein. Gedacht getan. 


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Was heisst das genau, lasse durch was da kommt. Ganz einfach lass es ziehen, lass es los, stehe ihm nicht im Weg, mache Platz, stehe auf die Seite, oder lasse es durch dich ziehen. 

So vielfältig ist dieser Satz und so gut! Wie oft stelle ich mich quer oder in den Weg, weil ich nicht bereit bin es durch zu lassen. Und sie sagte einfach las es durch was da kommt. Das heisst nicht das ich alles akzeptieren soll was da kommt, nein zur Seite stehen, weiter gehen, einen andern Weg gehen, den Vortritt lassen, den Schirm aufspannen wenn es zu regnen beginnt. Einfach ziehen lassen, loslassen.

Je länger ich über diesen Satz nach dachte je besser gefiel er mir. Ich weiss es gibt ja auch den Satz etwas vorbei ziehen lassen, wie eine Wolke. Ist auch gut, jedoch ist mein Gesicht nicht immer zum Himmel gerichtet und ich sehe nicht jede Wolke. Klar wenn sie sich vor die Sonne schiebt schon, aber da kann ich nichts tun. Wenn aber etwas auf mich zu kommt, kann ich zur Seite stehen, drüber stehen, auf jeden Fall meistens.

Es heisst ja auch nicht immer zur Seite stehen oder ausweichen, es kann ja auch sein, das ich durch etwas durch gehen kann, dann stellt sich die Frage wie lasse ich es durch mich durch ziehen?

Für mich hat dieser Satz eine ganz tolle Bedeutung und ich bin so dankbar für diese Begegnung von heute morgen. Ich freue mich diesen Satz etwas mit mir rum zu tragen.

Loslassen hat so noch einmal eine ganz andere Tragweite für mich erhalten. Nicht das dies neu wäre aber es hat etwas ausgelöst und das finde ich ganz toll.

bis bald Karin



Donnerstag, 10. November 2016

Vor 24 Jahren / 114

Vor 24 Jahren musste ich zum ersten Mal für immer Abschied nehmen, von einer Person die in meinem Leben sehr wichtig war, meinem Dädi, Grossvater. Ich kann mich noch gut erinnern, denn ich war gerade Hochschwanger mit meiner jüngsten Tochter. Zwei Tage vor seinem Tod war ich noch bei ihm im Spital. Er war so in seinem letzten Aufbäumen und schmiedete Pläne für die Zukunft. Er sprach von Paris und noch einer längeren Autoreise, obwohl er schon lange nicht mehr Auto fuhr. 

Beim Abschied sagte er zu mir: Falls er das alles nicht mehr tun könne, mache er jetzt Platz für meine Kleine. Ich solle schauen, dass sie dann mal nach Paris gehe. 
Ich muss noch sagen, ich wusste nicht, dass ich ein Mädchen bekomme, denn zu dieser Zeit war es noch nicht üblich vor der Geburt das Geschlecht des Kindes zu kennen. Eine weitere Anmerkung meine jüngste Tochter war schon mehrmals in Paris und sie liebt diese Stadt.

Ich denke oft an meinen Dädi und das auch sehr gerne, und ich gehe auch nicht auf den Friedhof und zünde dort eine Kerze an. Ich tue das wann und wo immer ich Lust dazu habe.


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Als mein Dädi starb, konnte ich im ersten Moment nicht trauern, denn ich dachte wenn ich schwanger sei, müsse ich stark sein und an mein ungeborenes denken. Einen Moment habe ich das versucht, doch dann brach es dann trotzdem aus mir raus und das war gut so.

Denn nur mit dieser Trauer und dem heftigen weinen konnte ich ihn loslassen. Ich war heute oft in Gedanken bei unseren gemeinsamen Zeiten, erinnerte mich an viele Momente. Die Zeit, die wir zusammen verbrachten sind tief in meinem Herzen verankert und die bleiben bei mir. Ich habe auch einige Geschenke immer noch die ich von ihm erhalten habe. Die sind mir ebenso wichtig, wie das Besteckset von meinem Grosi. 

Darum ist es mir wichtig Momente und Zeit, mit Menschen zu verbringen die mir wichtig sind. Loslassen werden wir unsere Mitmenschen früher oder später alle, jedoch die Zeit die wir zusammen hatten, kann uns niemand nehmen.

bis bald Karin





Mittwoch, 9. November 2016

Entschieden / 115

Ich war es auch, für einen kurzen Moment, in der Schockstarre. Ich konnte es nicht glauben, doch es ist so. Die Wähler von USA haben demokratisch entschieden. Ob das gut oder schlecht ist will ich hier gar nicht debattieren. Was mich viel mehr faszinierte waren all die Spekulationen über das was jetzt passieren würde. Über all die Meinungen und die Äusserungen und vor allem über die Gesichter die ich sah.


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Besser hätte es uns nicht vor Augen geführt werden können als heute, wie wir Menschen mit Veränderungen umgehen. Die Einen mit einer grossen Freude, die Andern mit Traurigkeit, wieder andere mit Ratlosigkeit und der Angst in den Augen. Genau das können Veränderungen mit uns Menschen machen. Wir können das Beispiel von der SWISSAIR beim Grounding gerade mit einer ähnlichen Schockstarre vergleichen. 

Ja es kam anders als gedacht oder gehofft wurde. Und jetzt? Da sind jetzt Menschen die werden das Zepter in die Hand nehmen. Wie sie es genau tun wissen wir heute und jetzt noch nicht. Alles nur Annahmen, was daraus entsteht, wissen wir auch nicht, alles nur Spekulationen. Was haben wir heute gelernt, dass Spekulationen zu einem ganz anderen Resultat führen können. Eines ist klar, es wird kommen wie es muss. Es gibt für alles einen Grund, auch wenn wir ihn heute und jetzt nicht erkennen können. Vielleicht wird meine und deine Generation diesen Grund gar nie sehen. Vielleicht wird das alles erst viel später sichtbar. Niemand weiss es. Also lassen wir es für den Moment ruhen.

Ich für mich, habe nach einer guten Stunde beschlossen gehabt, diese Wahlgeschichte los zu lassen. Ich gab nicht länger Energie in diese Geschichte. Ich habe es zur Kenntnis genommen, ich kann nichts daran ändern, und vertraue ins Leben, dass alles seinen Weg gehen wird. Geschichte wird täglich geschrieben, von jedem Menschen. Also achte ich darauf, dass ich heute Abend wenn ich ins Bett gehe, meine zu einem guten Tagesabschluss bringen kann.

In dem Sinne, let it go!!! 

bis bald Karin