Time to let go, trust & enjoy

Donnerstag, 23. März 2017

Demütig

Was hat dich in deinem Leben schon demütig gemacht? Mich macht es immer wieder die Natur, ein menschliches Wesen und Tiere. In der Natur ist es für mich so, dass ich immer wieder bemerke wie klein, wie machtlos ich ihr gegenüber bin. Wenn es der Natur passt, lässt sie Blumen wachsen, wenn es ihr passt lässt sie Vulkane explodieren, wenn es ihr passt lässt sie es in strömen regnen usw. Und ich kann gar nichts dafür oder dagegen tun. Ich habe gar nichts unter Kontrolle, ausser meine Haltung dazu. Ärgere ich mich darüber, erfreue ich mich, oder sehe ich mit Demut einfach zu und akzeptiere es. 

Bei einem neugeboren Kind ist es doch auch so, wir schauen es an und erfreuen uns über dieses Wunder, welches da auf die Erde kam. Bei den Tieren, wie sie genau wissen, wann sie mit dem Nestbau beginnen müssen, wann sie in den Süden fliegen und wann wieder in den Norden zurück kehren. Ich habe auch da gar nichts unter Kontrolle, ich kann nur zusehen staunen und mich demütig verneigen, vor diesem grossen Ganzen. 

quelle:karinmeister

Ich lernte diese Demut auch mir selbst gegenüber. In dem Moment als ich nicht mehr vor und zurück konnte. Wo ich einfach JA sagte zu meiner damaligen Situation. Mit Demut nahm ich zur Kenntnis, dass ich nichts mehr unter Kontrolle hatte. Ich akzeptierte, dass mein Leben etwas anderes für mich bereit hielt als ich es mir vorstellte oder plante.

Als ich heute meine Yoga-Session hatte, wurde mir das so richtig bewusst. Denn am Schluss jeder Session verneige ich mich vor mir selbst, dass ich mir die Zeit für die Yoga-Stunde nahm. Demut heisst für mich an zu erkennen, dass es da ein grosses Ganzes gibt, dass genau weiss was für mich gut ist und es kommt alles zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben. Ich reagiere wie ich in diesem Moment reagiere und es ist genau richtig so. Auch wie andere Menschen mit mir um gehen hat seinen Plan, alles zu seiner Zeit. Auch wenn ich es nicht verstehe, es ist wie es ist. 

Das hat nichts mit Ohnmacht oder Opferrolle zu tun, sondern demütig an zu erkennen, das alles was ich plane oder denke was ich unter Kontrolle haben könnte eine Illusion ist. Denn wenn mein Leben etwas anderes mit mir im Sinn hat, wird es einfach geschehen ob ich das will oder nicht. 

Demütig an zu erkennen, dass wir planen können, kontrollieren so viel wir wollen, wenn die Natur oder das Leben es anders haben will, wird es anders.

Demut heisst für mich anerkennen was ist und dankbar die nächsten Schritte tun, dankbar durch die Natur zu gehen, im Wissen alles ist vergänglich und ein Geschenk an uns.

time to be humble...Karin



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Mittwoch, 22. März 2017

Ronda

Der Weg ist das Ziel, dieser Spruch wurde für mich in vielen Weisen gerade total bestätigt. Ich machte mich heute morgen auf den Weg nach Ronda. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich von San Pedro aus etwa gleich viele Kurven fahren würde, wie wenn ich in der Schweiz nach Arosa fahren würde, hätte ich den Weg wohl nicht gemacht. Denn Kurven sind einfach nicht mein Ding, als Beifahrerin noch schlimmer als wenn ich selbst fahre. 

Ich hatte vor mir eine "Schneckenpost", denn der Autofahrer nahm sich für jede Kurve Zeit. Zuerst dachte ich, dass kann doch nicht wahr sein so komme ich nie an. Doch plötzlich merkte ich, dass ich so ja die Gegend richtig geniessen konnte. Wenn ich nämlich schneller durch dich Kurven gefahren wäre hätte ich mich viel mehr auf die Strasse konzentrieren müssen. So konnte ich die Gegend richtig gut erleben, die Aussicht war einfach traumhaft, immer wieder sah ich aufs Meer, oder in kleine Dörfer hinunter, Felswände oder Pinienwälder. Einige mutige Bergfahrer überholten lebensgefährlich, wie auch immer ich kam in Ronda an. Für mich hat heute Spanien einen ganz neuen Eindruck hinterlassen, einen der sagt ich will mehr davon. Ich war einfach überwältigt von diesen Natureindrücken und dem wunderschönen Farbenspiel der Berge. 


quelle:karinmeister

Die Stadt Ronda, mitten im Nirgendwo, hat mich total fasziniert und ist eine Reise wert, die ich nur empfehlen kann. Wieder einmal war ich etwas vom Weg abgekommen und hatte so eine zusätzliche Rundfahrt durch Ronda, denn ich verpasste die Erste und "normale" Ausfahrt zur Stadt. So ging ich beim Hintereingang rein und sah einen Teil der Stadt, den wohl die meisten Touristen nicht sehen. Dort hielt ich dann auch an parkierte kurz und durchstreifte dieses Gebiet. Nach einem Tee ging ich wieder zurück in mein Auto und fuhr durch die Altstadt von Ronda. In einer zwischen Gasse fand ich einen Parkplatz. Von dort aus schlenderte ich durch die Altstadt, welche ich ohne Plan durchforschte. Es waren wieder die vielen verschiedenen Wege, die ich nahm und mich zu wunderschönen Orten brachte. Irgendwann kam ich am Touristenbüro vorbei und holte mir noch eine Stadtplan, nur dass ich sicher war auch wirklich die sogenannten wichtigen Sachen gesehen zu haben. Ich konnte alles abhacken auf der Karte und stellte fest, dass ich da wirklich noch in Ecken war die nirgends eingezeichnet oder speziell gekennzeichnet waren. Wieder war der Weg das Ziel meiner Entdeckungsreise.

Noch eine kleine Episode zum Vertrauen, als ich am zweiten Ort parkierte, fand ich ein kleines Hinterhof Kaffee, Secret Garden. Der Name stimmt perfekt, die Aussicht ein Traum die Lage himmlisch und das Vogelgezwitscher einmalig. Ich trank dort wieder einen Tee und wollte Zahlen, hatte aber nur einen 20 Euro Schein dabei. Der Ober meinte er habe kein Kleingeld und ich hatte es auch nicht kleiner. Ich sagte ihm, dass ich jetzt auf die Stadttour gehe und auf dem Rückweg bezahlen komme. Er meinte ist ok bis später und einen schönen Tag. Ich ging wirklich zurück und bezahlte wie abgemacht und trank nochmals einen Tee. Er bedankte sich und gab mir eine Flasche Wasser mit für den Heimweg.

Time to enjoy and trust... Karin



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Dienstag, 21. März 2017

Körperintelligenz

Was in unserem Leben ist sicher? Eigentlich nur, dass wir alle mal sterben und das sich laufend alles verändert. Es gibt sicher noch weitere Punkte die auch irgendwie sicher sind oder eine Scheinsicherheit geben. Sicher ist auch gerade der jetzige Moment. Uns wird so viel für sicher verkauft. Da könnte ich jetzt wohl seitenlange Aufzählungen machen und du kennst das alles auch. Die Frage ist doch auch wo fühle ich mich sicher?

Ich kann das nur für mich persönlich beantworten und jeder Mensch würde glaube ich, auch gut daran tun diese Frage mal für sich zu beantworten.

Meine Sicherheit ist mein Körper, ich wohne in ihm, er ist immer bei mir, auch wenn ich mich schlecht fühle, oder ich krank bin. Er ist da, wenn es mir gut geht, wenn ich schöne Dinge erlebe, wenn ich Erfolge oder Niederlagen verbuche. Er ist 24 Stunden, mein Leben lang treu bei mir. Also er ist mein bester Freund und mein engster Vertrauter, er weiss alles über mich. Er kennt jeden Gedanken, jeden Schritt sein Erinnerungsvermögen ist unvorstellbar. Dies alles ist sicher so sicher wie das Amen in der Kirche.


quelle:karinmeister

Was tun wir alles um Sicherheit zu erhalten? Wir schliessen Versicherungen ab, wir zahlen Vorsorge ein, wir sparen für etwas, wir schliessen unsere Wohnung ab, wir tun so viel für Sicherheit. Was tun wir für unseren Körper, der uns stets begleitet? Wieviel Zeit widmen wir ihm, wieviel Zeit investieren wir in ihn, wie ernähren wir ihn, wie pflegen wir ihn, was gönnen wir ihm? Viele Fragen, ich weiss, doch nimm dir wenigstens kurz die Zeit darüber nach zu denken. Ob du dann etwas veränderst oder nicht ist dir überlassen.

Doch wenn ich mir die Zeit nehme um darüber nach zu denken, könnte es sich vielleicht trotzdem lohnen, sich auch etwas mehr Zeit für das Wohlbefinden dem treusten und sichersten Begleiter des Lebens zu nehmen. 

Hast du gewusst, dass die Körperintelligenz um ein vielfaches sicherer ist als die Verstandesintelligenz? Hast du gewusst, dass der Körper genau weiss, was dir gut tut und was nicht? Der Kopf gaukelt dir so oft etwas vor was dir Sicherheit geben könnte. Mache doch einmal einen Test, wenn du Lust und Zeit hast.

Nimm etwas in deine Hand was du sehr gerne fühlst, vielleicht eine Kuscheldecke, vielleicht einen lieblings Pullover, ein Schmuckstück irgend etwas was du sehr liebst und dir gut tut. Es kann auch eine kuschel Minute mit deinem Haustier sein. Dann schliesse kurz die Augen und spüre einfach mal in deinen Körper und schaue mal ob sich dein Körper irgendwo anspannt oder ob du total entspannt bist. Vielleicht fühlst du Kälte, vielleicht Hitze, vielleicht zieht sich in deinem Körper alles zusammen oder entspannt sich, vielleicht ist es ganz anders. Nimm einfach mal wahr was dein Körper dazu sagt. Höre nicht auf deinen Kopf nur auf den Körper. Es kann sein, dass du beim ersten Versuch nichts spürst, dann übe es einfach immer weiter bist du die Zeichen deines Körpers verstehst. Du kannst es auch gerade umgekehrt machen, nimm etwas in die Hand was dir gar nicht gut tut und du es auch genau weisst. So lernst du die Sprache deines Körpers wieder zu verstehen und kannst deinem sichersten Lebensgefährten besser zuhören und ihm vertrauen, was dir auch Sicherheit gibt. Vertraue deinem Körper, denn er ist intelligenter als du denkst, dein Kopf hört das übrigens gar nicht gerne.

time to trust your body... Karin 



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Montag, 20. März 2017

Im Moment

Mein Besuch ist wieder in die Schweiz geflogen und wir haben es sehr genossen. Wir lebten wirklich in den Momenten. Es gab viel zu erzählen und wir haben uns Zeit für uns genommen. Die Gesprächszeit ging im Fluge vorbei, doch die Uhr benutzten wir nicht, wir spürten es. Es war Zeit vom Austausch, vom Zuhören, vom Lachen und Geniessen.

Wir verbrachten viel Zeit mit Sightseeing, durch die vielen neuen Eindrücke, war auch da die Zeit nicht wirklich spürbar. Manchmal knurrte der Magen fürs Essen, manchmal meldete sich die Kehle fürs Trinken und so hörten wir auf unsere Körper und innere Uhr. 

Am Morgen praktizierten wir Yoga vor dem Frühstück und genossen anschliessend unser selbst zubereitetes Früchtemüesli. Alles ging Hand in Hand ohne Hektik in Ruhe und Gelassenheit, wir vertrödelten keine Zeit, denn wir genossen die Momente. Manchmal kam es mir so vor als ob sich die Zeit für uns ausdehnte. Dabei war es nur, dass wir es bewusst genossen.


quelle:karinmeister

Wir hatten auch Beachtime und genossen die Sonne. Diese Zeit war für uns alle gefühlt sehr lange, doch die Zeit war eigentlich kurz. Auch hier merkten wir wieder, dass das bewusste Geniessen, die Zeit gefühlt länger macht. Auch am heutigen Abreisetag, standen wir nicht früher auf als sonst und konnten trotzdem unsere Yoga-Session abhalten, in Ruhe Frühstücken und wir hatten sogar noch Zeit für einen Spaziergang am Beach mit Fotoshooting. Die beiden Ladys meinten am Flughafen:


"Es fühlte sich an als ob wir eine Woche Ferien gehabt hätten."

Es fielen nie die Worte, ach morgen oder so müssen wir wieder heim, nein es war stets ein im Moment sein. 

Mein Fazit: dadurch das ich wusste, dass die Zeit beschränkt war mit den beiden Ladys, blieben wir bewusst in den Momenten und so fühlte sich die Zeit als Nebensache an. Es waren nur die Momente entscheidend und wichtig, keine Zukunft, keine Vergangenheit nur das Jetzt.

Klar hatte ich Tränen in den Augen, als ich meine Tochter Alisha wieder gehen lassen musste und trotzdem überglücklich, dass sie da war.

time to live the moment....Karin




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Freitag, 17. März 2017

Besuch

Yessss, heute erhielt ich Besuch aus der Heimat. Meine Tochter Alisha ist mit ihrer Freundin Eni eingeflogen in Malaga. Ich freute mich schon seit Tagen endlich wieder einmal meine Tochter zu sehen und zu knuddeln. 

So ein Wiedersehen ist jedesmal mit eine riesen Freude. Telefonieren ist zwar auch schön und gut, doch sich dabei real in die Augen zu sehen und sich zu umarmen viel schöner. Heute kam wieder einmal das Thema Zeit zum Zuge.

Wir kennen das alle, wenn wir auf etwas warten, können Minuten zu Stunden werden. Wenn wir möchten das die Zeit langsamer läuft, rennt sie uns davon. Warum ist das so?

Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: 
Wenn wir warten, sind wir mit den Gedanken in der Zukunft und nicht im Moment, denn wir möchten ja das es schon da ist.
Wenn die Zeit still stehen sollte, sind wir auch in der Zukunft, weil wir nicht möchten das der Moment aufhört.

Komisch oder? Also in beiden Situationen sind wir in der Zukunft und können den Moment gar nicht richtig wahrnehmen oder geniessen. Ich machte heute einen Test.


quelle:karinmeister

Auf der Hinfahrt nach Malaga, die dauert gut eine Stunde, habe ich richtig gute Musik gehört, dazu gesungen und genoss die Autofahrt. Während dem ich auf die beiden Ladys gewartet habe, genoss ich einfach meine innerliche Vorfreude. Dazu beobachtete ich wieder einmal die anderen Menschen am Flughafen. Die einen zappelten von einem Bein auf das Andere. Einige waren enorm mit ihrem Handy beschäftigt, wieder andere liefen umher und versuchten sich zu beschäftigen, die Zeit tot zu schlagen. Ich spürte einfach meine innerliche Freude und genoss diesen Zustand, der ist nämlich unheimlich schön. Teste es bei der nächsten Gelegenheit mal aus.

Ich möchte jetzt aber auch die gemeinsame Zeit so richtig geniessen und auskosten ohne daran zu denken, dass sie am Montag wieder heim fliegen. Wie mir das gelingt darüber schreibe ich später.

time to enjoy... Karin



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