Dienstag, 31. Januar 2017

Ganz langsam / 33

Wie könnte es anders sein. Ich gehe in die Ferien und lasse los. Nach einer unruhigen Nacht habe ich mich heute morgen ergeben. Alles darf noch aus mir raus, Husten, Hals- und Gliederschmerzen sowie Schnupfen. Das ist ja ein toller Beginn.

Trotzdem habe ich mich nicht aufhalten lassen und habe mir einen wunderschönen Sonnenaufgang angesehen. Denn frische Luft und gerade Meeresluft tut ja bekanntlich gut.



quelle:karinmeister

So gehe ich alles ganz ruhig und gelassen an, geniesse die Aussicht und lasse einfach los was gehen will.

bis bald Karin



Montag, 30. Januar 2017

Wolkendecke / 34

Im Zug in Zürich HB angekommen, konnten wir nicht mehr weiterfahren, weil es ein Problem mit den Türen gab. So durften wir noch kurz umsteigen um pünktlich am Flughafen ein zu treffen.
Nach einem Tee und Gipfeli konnten wir dann auch bald ins Flugzeug steigen und los ging es. Ja über den Wolken schient die Welt grenzenlos zu sein, singt ja schon Reinhard Mey. Genau so kam es mir vor. Einfach nur grenzenloser Horizont, Wolkenmeer und Sonne, als ob die Zeit stehen bleibt. 

Wenn das Flugzeug durch die Wolkendecke fliegt, fühlt es sich manchmal genau gleich an, wie wenn man ein Brett vor dem Kopf hat und nicht mehr weiter sieht. Wenn dann die Wolkendecke durchbrochen ist, und die grenzenlose Weite sieht, steht einem alles offen. Ich fand dieses Sinnbild total schön, als ich das die letzten Tage von jemandem hörte.
Meistens rumpelt es ein wenig, wenn die Wolkendecke durchquert wird und so fühlt es sich auch bei mir an, wenn ich nicht weiter weiss oder gerade noch keine Antwort habe. Dann plötzlich die "Erleuchtung" oder klare Sicht und alles ist ok.  


quelle:karinmeister

So konnte ich da oben meine Bedenken loslassen und bin im schönen Südspanien angekommen. Habe ein wunderschönes zu Hause für die nächsten Wochen, mit einer tollen Aussicht und bin überzeugt meine Kreativität hier walten lassen zu können.

bis bald Karin 



Sonntag, 29. Januar 2017

Abschied / 35

Es ist nicht ganz so leicht wie ich dachte. Wenn meine Kinder auf Reisen gehen, kann ich sie jeweils mit voller Freude und einem erfüllten Herzen ziehen lassen. Aber diesmal ist es anders. Ich gehe und meine Kinder bleiben zu Hause. Ja ich weiss sie sind längst erwachsen und sie kommen sehr gut ohne mich klar. Ich brauche mir absolut keine Sorgen zu machen. Ist alles klar.

Es geht hier um mich, ich hatte etwas Mühe meine Familie zu verabschieden, denn ich bin nun mal ein Familienmensch. Wir werden in Kontakt sein doch der physische Kontakt ist mir eben auch sehr wichtig. Ich freue mich, wenn ich meine Familie sehe und ich verbringe nun mal gerne Zeit mit ihnen. Es ist nicht so das wir tagtäglich auf einander sitzen, nein manchmal sehen wir uns auch längere Zeit nicht. Es ist das Wissen, dass man jetzt nicht rasch zu einander gehen kann und einen Besuch machen. Für dich hört sich das jetzt sicher ganz doof an. Ich kann es mir vorstellen. Doch ich schreibe hier den Blog übers Loslassen und schreibe halt auch über Bereiche die mir schwerer fallen.


quelle:swiss.ch

Für mich eine gute Übung, und ich weiss, dass wenn ich morgen im Flieger sitze alles gut sein wird. Ich freue mich nämlich wie ein kleines Kind auf Weihnachten. 

Liebe Menschen loslassen ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, die es gibt. Gott sei Dank ist es nur ein Loslassen von 2 Monaten. Ich bin mir auch bewusst, dass dieses Loslassen für mich eine gute Übung ist und bin gespannt wie es sich auswirkt.

bis bald Karin



Samstag, 28. Januar 2017

Waschanlage / 36

Heute durfte ich mich wieder mal in Geduld üben. Falls du heute auch dein Auto waschen wolltest, kannst du mir vielleicht etwas nachfühlen. Geschlagene 45 Minuten stand ich in der Schlange bis ich an die Reihe kam. 


quelle:mparc-ebikon

So begann ich mit meiner Dankbarkeitsübung und hatte bald darauf ein Lächeln auf dem Gesicht. Es war mir egal, dass ich so lange warten musste. Ich hatte dabei eine kleine Auszeit. Denn es wartete noch einiges an Hausarbeit zu hause auf mich. 

Wenn einer eine Reise tut gibt es schon noch einiges zu erledigen. Da war ich auch schon wieder in ein altes Muster verfallen. Ich wollte wieder alles in einem tipp topen Zustand haben. Am liebsten hätte ich noch Fenster geputzt. Das lies ich aber bleiben. Dank dem ich lange in der Warteschlange stand, hatte ich nicht mehr für alles Zeit.

Also habe ich mich zurückgehalten und nicht alles gemacht was ich eigentlich wollte. Ich kann damit leben, denn wenn ich zurück bin, gibt es auch noch Tage, die fürs Putzen usw. da sind. Ich habe jedoch schon meine Wintersachen ausgemistet, die ich nächsten Winter nicht mehr tragen werde Schuhe und Kleider. Die werde ich morgen noch entsorgen, damit der Frühling dann auch einkehren kann wenn ich wieder zurück bin. War ein komisches Gefühl Wintersachen im Winter los zu lassen.

Aktives loslassen befreit mich immer wieder von neuem.

bis bald Karin



Freitag, 27. Januar 2017

Graduation / 37

Wenn das Herz überquillt vor Freude, wenn ein Gefühl sich im ganzen Körper breit macht das einem fast zerplatzen lässt, wenn das Strahlen im Gesicht schon fast schmerzt, Freudentränen über die Wagen kullern, dann kann man sagen das ist ein HAPPY DAY.

Am Morgen früh nervös und die Freude schon so gross, ich konnte es kaum erwarten meine jüngste Tochter Chelsea zu sehen. Alisha, meine ältesten Tochter und ich fuhren gemeinsam zur Graduation von Chelsea. Beschwingt und überglücklich diesen Tag geniessen zu dürfen und zu erleben. Dann war es endlich so weit, Chelsea erhielt ihr Diplom mit der Auszeichnung honours. Freuden Rufe, riesen Applaus und dann stand sie da unsere jüngste mit Ihrem Diplomabschluss in der Hand.


quelle:karinmeister

Ganz langsam wurde es ruhig in mir, ganz still, viele weitere Absolventen wurden ausgezeichnet. Doch in mir lief ein ganz anderer Film ab, all die Diplomfeiern meiner Kinder, ich kam mir vor wie in meinem eigenen Kino. Es wurde ganz leicht in mir, nein keine Tonnen die vom Herzen fielen, es war mehr wie ein Tor, dass sich öffnete. Es fühlte sich an als ob ein riesen Lichtstrahl durch mich durch zog und einfach Ruhe, Weite und unbeschreibliche Glücksgefühle mit sich brachte. 

Es ist ein Gefühl von schweben, von es ist einfach gut, es ist vollbracht. Es ist loslassen auf einer ganz speziellen Ebene. Ich kann mir vorstellen, dass es für dich etwas komisch klingen mag. Falls du aber selbst Kinder hast, könnte es sein, dass du dieses loslassen genau verstehen kannst. Dies ist ein loslassen, dass sich wunderschön anfühlt und es etwas vom Besten ist was einem passieren kann.

Es ist ein Neubeginn für Chelsea ins Abschluss Jahr vom Bachelor, wo noch einmal ganz viel gefordert wird, Höchstleistung und viel Ausdauer, viele Arbeitsstunden und sicher auch Momente wo es zu viel wird. Doch wenn man einmal so einen Abschluss erlebt hat, will man die letzte Hürde auch noch nehmen. Darum viel Geduld, Mut und Ausdauer auf dem weiteren Weg für dich Chelsea. 

Für mich war es wunderschön, dass die ganze Familie diesen Tag zusammen geniessen und feiern konnten. Ich bin so dankbar für meine drei Kinder und so stolze Mutter.

Ich liebe euch und bin so stolz.

bis bald Karin



Donnerstag, 26. Januar 2017

Wölfe / 38

Ein altes Muster lässt wieder einmal grüssen. Kennst du die Geschichte von den zwei Wölfen in dir? 


quelle:pinterest.com

Genau das lief heute mehr oder weniger der ganze Tag in mir ab. Der eine Wolf meinte, ist doch schön kannst du dir jetzt deine Auszeit nehmen. Der Andere meinte, du bist ja wahnsinnig, das kannst du doch nicht machen. Kein normaler Mensch nimmt sich so eine lange Auszeit. Bist dann selbstschuld wenn.... usw.

Bis nach dem Mittagessen hatte der Miesepeter die Oberhand. Dann erledigte ich ein Telefonat und mein Bild meines inneren Teams war auf meinem Bildschirm sichtbar. Ich schrieb darüber in meinem Post Begleiter.

Also der Zweifler hatte die Übermacht, ich schaute mir Sheldon an und legte ihm alle Fakten auf den Tisch. Dann war ein Moment Ruhe. Mary Poppins, welche die Leichtigkeit verkörpert, meinte take it easy. Jetzt ist gebucht und du gehst, du hast es verdient. Schon kam Pippi Langstrumpf und meinte, klar einfach gehen und wenn du wieder da bist schauen wir weiter. So ging das Gespräch hin und her und ich wurde immer ruhiger. Plötzlich war Ruhe in meinem Kopf und ich konnte loslassen.

Meine Stimmung drehte sich in Vorfreude und gute Laune. Es ist enorm wie alte Muster mich ab und zu so richtig überfahren können. Am meisten freute ich mich, dass ich mein Foto auf meinem Handy als Hintergrund gespeichert habe und es genau im richtigen Moment erschien. Dies zeigte mir einmal mehr, dass es wichtig ist, in Momenten wo es einem gut geht und man eine Idee hat, diese bis zum Schluss fertig zu stellen, damit sie in wichtigen Momenten greifen kann.

Ich hatte heute eine harte Kampfrunde und lies den Miesepeter los.

bis bald Karin


Mittwoch, 25. Januar 2017

Koffer / 39

Nun bin ich langsam in meinen Reisevorbereitungen. Heute stellte ich meine Kleider, meine Schuhe und was man sonst noch so alles braucht zusammen. Für mich war das diesmal ganz spannend. Ich legte alles auf einen Tisch und schaute mal was sich da so alles zusammen fand. Als ich fertig war mit zusammenstellen ging ich wieder aus dem Zimmer und trank einen Tee. Dabei überlegte ich ob ich jetzt wirklich mit leichtem Gepäck reisen werde. Also ging ich nochmal zum Tisch zurück und räumte einiges wieder zurück in den Schrank. Wieder lies ich alles stehen, gegen den Abend ging ich wieder zum Tisch und schaute meinen Koffer an, mein Ziel ist es mit einem Koffer zu reisen alles für mich und Kisha dabei zu haben.


quelle:karinmeister

So begann ich alles in den Koffer ein zu packen und war freudig überrascht als ich feststellte, dass ich noch Platz habe. Doch jetzt kam die Herausforderung, ich habe ja noch Platz, da könnte ich doch noch dies oder jenes dazu packen. Ich tat es nicht. Ich werde mit leichtem Gewicht reisen und freue mich, dass ich wirklich loslassen kann. 

bis bald Karin


Dienstag, 24. Januar 2017

Balance / 40

Eine Frage wurde an mich getragen und zwar folgende:

"Du schreibst immer wieder in meiner Burnout-Zeit, bleibst du da nicht immer wieder hängen oder gehst da rein dich suhlen? Möchtest du diese Zeit wieder haben?"

Wir hatten da dann noch ein tolles Gespräch darüber und davon erzähle ich heute ein wenig.

Meine Burnout-Zeit war für mich sehr lehrreich. Ich lernte mich von einer ganz anderen Seite kennen, die ich jahrelang nicht anschauen wollte. Vor meinem Burnout, hatte ich viel gearbeitet und geleistet, heute kann ich das so sehen. Damals war das alles ganz normal. Was normal auch immer heisst. Vorher gab es nie Fragen wie, bist du müde, kannst du noch, willst du noch, wird dir das nicht zuviel, usw.? Nein solche Fragen stellte ich mir gar nicht oder wurden sofort abgeblockt. Klar spürte ich meinen Körper, klar spürte ich meine Müdigkeit und meine Erschöpfung, doch da war einfach keine Zeit. Also einfach weiter fahren, irgendwann hört das ja dann auf, irgendwann bin ich ja dann mal am Ziel und dann, ja dann kann ich mich dann ausruhen. So dachte ich, so trieb ich mich an. Auf irgendwann.... In dieser Zeit lernte ich alle meine Stärken, meine Ressourcen, meine Fähigkeiten und Strategien kennen. Ich baute sie sogar aus und optimierte alles. Dabei half mir auch meine Coaching Ausbildung. 

Schon während der Ausbildung erhielt ich einen weiteren Powerschub, denn ich konnte mit den gelernten Tools noch mehr erledigen und bewältigen. Den Part mit der Balance hatte ich fein säuberlich ausgeblendet. Bis eben zum Tag X.

quelle: GoRevpar


Nach dem Tag X lernte ich alle meine Schwächen kennen, mein Unvermögen, meine Hilflosigkeit, meine Erschöpfung, meine Müdigkeit usw. In dieser Zeit durfte ich mich an meine Ressourcen erinnern, wie ich es auch in der Coaching-Ausbildung gelernt hatte und auch schon vorher sehr gut kannte, wieder an zu wenden. Die Balance wieder neu erlernen und in meinen Alltag einfliessen zu lassen. Schritt für Schritt, ganz langsam und fast ohne Power. Die Batterien luden sich nur ganz langsam auf und fielen auch wieder zusammen, weil die gewonnene Energie zu schnell und eben nicht in Balance verbraucht wurden.

Ich habe mein Burnout losgelassen, Schritt für Schritt, ich achte heute auf mich, halte die Balance so gut ich kann und falle trotzdem hin und wieder hin. Jedoch heute erkenne ich die Signale ganz schnell und habe vor allem den MUT, mir selbst die Auszeit zu nehmen, die ich brauche. Egal was rund um mich geschieht oder was andere Menschen für Kommentare dazu geben. Es ist noch nie jemand in meinen Schuhen gelaufen und weiss nicht wie es sich in mir angefühlt hat. Es gibt viele Menschen die ein Burnout haben oder hatten, viele fühlen sich ähnlich und gleich und trotzdem ist es für jeden Menschen anders. Vor allem eine Krise im Leben will uns ja auch immer etwas aufzeigen. Die Frage ist nur haben wir den Mut genau hin zu schauen und Veränderungen vor zu nehmen. Oder wollen wir einfach nur Gesund werden um im gleichen Trott weiter zu machen.

Heute ist mein Ziel auch anderen Menschen zu zeigen, dass Veränderung möglich ist, auch mit kleinen Schritten und vor allem, dass es sich lohnt genau hin zu sehen. Denn richtig in sich hinein schauen kann nur jeder selbst für sich.

Ich wünsche dir, egal wie es dir heute geht, den Mut genau hin zu schauen. Wenn nötig einen Kurswechsel zu unternehmen. Auch wenn es nur ein ganz kleiner ist. Es ist nämlich nicht nötig in ein Burnout zu fallen oder in eine Lebenskrise oder eine Krankheit zu Hilfe zu ziehen. Wir dürfen vorher Veränderungen vornehmen und sind niemandem ausser uns selbst Rechenschaft schuldig.

bis bald Karin




Montag, 23. Januar 2017

Mühlen / 41

Na wie ist es dir ergangen mit den drei Vergebung-Artikel?

Ich durfte in diesen drei letzten Tagen gerade wieder intensiv damit üben. Am einen Tag eben mit der Selbstvergebung und am andern Tag mit dem Vergebung eines Mitmenschen. Es ist wirklich so, dass es mir heute bald besser gelingt einem Mitmenschen zu vergeben als mir selbst.

Noch ein kleiner Input den du du vielleicht auch noch anwenden kannst wenn dir Vergebung bei einem Mitmenschen schwer fällt. Stell dir diesen Menschen als neu geborenes Kind vor und schau diesen Menschen mit den Augen einer Mutter oder eines Vaters an. Das kann in ganz schwierigen Situationen sehr hilfreich sein.

Für mich ist es manchmal unverständlich wenn eine Menschenmenge etwas beschliesst, etwas um zu setzten, dass der Umwelt, den Menschen oder Tieren schadet. Vor allem wenn man weiss, das man Schaden anrichtet. Hier zu vergeben fällt mir oft sehr schwer, weil mir dann einfach das Verständnis dafür fehlt. Wenn zum Beispiel beschlossen wird, dass ein Düngemittel, welches schwerst krebserregend ist und man es weiss, weiter eingesetzt. Die Berichte liegen klar vor, die Resultate sind Fakt, es ist eindeutig erwiesen und es wird einfach weiter gebraucht. Die Behörden meinen dann in dem Moment, ja bis das durch alle Mühlen gegangen ist und es überall abgesegnet ist wird es halt noch eine Weile dauern. Mit solchen Antworten habe ich echt Mühe. 


quelle:muehle-schoof.de

Dies dann einfach los zu lassen und zu sagen es ist halt wie es ist. Hmmm das ist wirklich eine Herausforderung. Nun ich kann es persönlich nicht ändern, jedoch habe ich die Möglichkeit mich genau zu erkundigen wo und wer diese Düngemittel einsetzt und diese Verkaufsstellen klar zu meiden. Es ist ein Hürdenlauf und ich hatte eine Mail an die Landwirtschaftsschule in Zollikofen geschrieben um darüber Informationen zu erhalten. Leider habe ich bis heut noch keine Antwort erhalten. Ich übe mich noch etwas in Geduld. Das werde ich aber bestimmt nicht loslassen oder ignorieren, da werde ich hartnäckig sein bis ich die Antworten erhalten habe auf die Fragen, die ich gestellt habe.

Die einzelnen Bauern wissen über die Wirkung des Düngemittels, auch was mit der Erde passiert. Aus dem Bericht heraus wird dieses Produkt weiter verwendet werden bis es Verboten ist. Mit dieser Haltung kann ich leider auch nicht konform gehen.

Und trotzdem habe ich mich gefragt, wo tue ich Dinge obwohl ich weiss, dass sie mir schaden, oder vielleicht jemandem anderen? Ich habe da auch immer noch einige Punkte gefunden wo ich vor meiner Haustür wischen kann. Also mache ich mich an diese Punkte und räume dort auf, lasse los was ich kann. Denn der kleinste Schritt der Veränderung bewirkt immer etwas, es geschieht nichts ohne Wirkung.

Über ander zu Urteilen ist immer schnell gemacht, aber bei sich genau hin zu schauen braucht etwas mehr Aufwand. Ein Aufwand der sich lohnt und den ich dann selbst verändern kann und der etwas bewirkt.

bis bald Karin



Sonntag, 22. Januar 2017

Vergebung-Ritual / 42

Heute stelle ich dir mein Vergebensritual vor, wie ich mir zu gefügte Verletzungen loslasse. Es ist nicht so, dass ich immer beim ersten Mal ganz loslassen kann. Es braucht da manchmal mehrere Anläufe, doch bei jeder Durchführung geht ein Stück Schmerz weg. Auch hier ist es wie so oft ein Prozess, der niemals aufhört.


quelle:karinmeister

Hier mein Ritual:

Setze dich ruhig hin, schau dass du während der nächsten Zeit nicht gestört wirst.
Atme ein paar mal tief ein und aus und lass dann deinen Atem wieder ganz normal fliessen.
Stell dir vor, dass du an einem ruhigen Platz bist an dem du dich wohl fühlst. Lass die Sonne auf dein Gesicht scheinen und spüre die Wärme. Dann sprich für dich selbst die folgenden Worte:

Möge ich gesund sein.
Möge ich in Frieden leben.
Möge ich mich sicher, geborgen und glücklich fühlen.
(Ich vergebe mir. (nur wenn ich mir vergeben will)).

Lass dir einen Moment Zeit und lasse es auf dich wirken. Wenn du willst darfst du diese Worte so oft wiederholen bis du dich ganz wohl damit fühlst. Wenn du ein inneres Lächeln spürst kannst du zum nächsten Schritt gehen. (Falls du dir selbst etwas vergeben willst kannst du langsam wieder zurück in den Raum kommen wo du gerade bist. Atme tief ein und aus, bewege deine Hände und Füsse und öffne deine Augen.)

Jetzt stell dir die Person vor die dich verletzt hat welcher du vergeben möchtest. Du kannst sie dir auf Distanz halten, sie muss gar nicht in deiner Nähe sein wenn es dir so besser damit geht. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst. Dann sage der Person folgende Worte:

Mögest du gesund sein.
Mögest du in Frieden leben.
Mögest du dich sicher, geborgen und glücklich fühlen.
Ich vergebe dir so ist es.

Möge ich in Frieden leben.
Möge ich frei sein.
Möge ich glücklich sein.
So ist es.

Dann komm langsam wieder zurück in den Raum wo du gerade bist. Atme tief ein und aus, bewege deine Hände und Füsse und öffne deine Augen.

Du kannst diese Übung auch mit offenen Augen machen und es dir einfach vorlesen, vielleicht zündest du dir eine Kerze an. Wenn du fertig bist, die Kerze wieder ausblasen damit das Ritual einen Anfang und ein Ende hat. Diese -Mögest du- Worte kannst du auch in Gedanken sprechen wenn dich gerade jemand verletzt oder unfair mit dir ist. Ich kann dir sagen, du wirst staunen was passiert, wenn du das tust während dem jemand mit dir unfair ist. Versuche es einfach mal. Diese Übung hat eine enorme Kraft.

Loslassen hat viele Facetten und geschieht auf unterschiedlichste Art und Weise. Vielleicht hast du noch nie von solchen Übungen gehört, wie es das Wort VIEL-LEICHT schon sagt, könnte das eine Art sein, die für dich viel Leichtigkeit bringt. Also reisen mit leichtem Gepäck.

Falls du eine Frage hast, bei der Ausführung frage einfach, ich helfe dir gerne.

Wenn dir diese Vergebungsserie gefallen hat und du jemanden weisst, dem die hilfreich sein könnte, darfst du sie gerne teilen oder weiter empfehlen. Ich freue mich darüber.

bis bald Karin





Samstag, 21. Januar 2017

Vergeben II / 43

Jemandem vergeben kann eine grosse Herausforderung sein, die sich auf jeden Fall lohnt. Wie ich gestern schon geschrieben habe, geht es nicht darum die Handlung zu billigen oder gut zu heissen. Es geht darum, dass ich befreit sein kann und Rachsucht, Schuldzuweisung oder Vorwürfe loslasse. Wenn ich das loslassen kann, befreie ich mich von einer grossen Last.

Ich wurde oft verletzt, wie jeder andere Mensch auch. Wenn wir ganz ehrlich sind und das ist eine heikle Aussage, dies bin ich mir voll bewusst, sind wir es selbst, die diese Verletzungen zu lassen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage jede Verletzung die ich erleide dient mir zum Besten. Ich bin keine Sadistin, absolut nicht! Dies ist ein Thema das viel Erklärung benötigt. Ich kann dir hier ein Kinderbuch empfehlen, von Donald Walsch Ich bin das Licht. Ich habe das schon öfters empfohlen, dort drin ist ganz genau erklärt wie ich das sehe. Wenn du dieses Kinderbuch gelesen hast, wirst du ganz vieles mit andern Augen ansehen.


quelle:liebevoll-wei-se

Durch dieses Buch lernte ich viel einfacher zu vergeben und es macht sogar Sinn. 
Ein kurzer Abriss davon ist folgender:
Eine kleine Seele will auf die Welt unbedingt und Erfahrungen sammeln. Erfahrungen wie zum Beispiel Schmerz. Sie kann sich nicht vorstellen wie sich dies anfühlt. Dazu braucht sie jemand der ihr Schmerz zu fügt, damit sie weiss wie es sich anfühlt. Eine andere kleine Seele meldet sich und sagt gut ich mache es. Sie fragte jedoch, wirst du mich erkennen wenn ich dir Schmerz zu füge und weisst du dann noch, dass wir das hier beschlossen haben? Die kleine Seele meinte nur, klar werde ich mich an dich erinnern wir haben das ja hier gemeinsam beschlossen.

Wie es weiter geht kannst du dir ja sicher selbst denken, wir können uns an diese Abmachung nicht erinnern. Wer würde sich schon freiwillig melden Schmerzen zu erleiden, ausser man möchte die Erfahrung Schmerz machen.

Dieses Buch hat es wirklich in sich und kann sehr hilfreich sein für Vergebensarbeit. Ich habe für mich ein Ritual welches ich dir morgen vorstellen möchte. 

Ich habe hier sogar eine Hörversion gefunden falls du es dir anhören möchtest, vielleicht als gute Nachtgeschichte.



bis bald Karin


Freitag, 20. Januar 2017

Vergeben / 44

Zum Thema Loslassen gehört auch die Vergebung. Es ist ein Thema, welches nicht immer einfach ist und doch so enorm wichtig. Zu diesem Thema werde ich mehr als einen Artikel schreiben.

Heute möchte ich gerade bei mir beginnen mit der Selbst-Vergebung. Während meiner Burnout-Zeit war ich oft sehr böse mit mir selbst. Das habe ich auch schon öfters erwähnt. Ich beschimpfte mich als Nichtsnutz, als Versager, als Memme und Schwächling usw. Mit einem selbst ist man oft so gemein und böse, Dinge die man einem anderen Menschen in so einer Situation niemals sagen würde. Sowieso denke ich mir manchmal noch heute, Gott sei Dank können die Menschen nicht hören was ich gerade denke. Geht dir vielleicht auch ab und zu so.

Warum ist Vergebensarbeit ein wichtige Sache, die eine enorme Wirkung hat?
Zuerst möchte ich aber noch etwas voraus schicken. Vergeben heisst NICHT, dass ich damit einverstanden bin oder es gut heisse was passiert ist!!! Das ist mir ganz wichtig dies hier ganz klar und deutlich zu sagen. 

Vergeben heisst, sich selbst befreien aus der Opferhaltung und selbst frei zu werden. Ich lasse die Vorwürfe los mich selbst verletzt zu haben, oder verletzt worden zu sein. Denn der Preis ist zu hoch um daran fest zu halten und gefesselt in der Macht des anderen oder in meinen eigenen Vorwürfen zu bleiben.

Heute merkte ich wie da immer noch Selbstverletzungen an mir haften. Ich wollte etwas fertig stellen und hatte einfach den Kopf nicht dazu. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, da ich in den letzten Tagen sehr viel und lange gearbeitet hatte. Mein Körper zeigte mir dies ganz deutlich. Ich rutschte ganz langsam in ein altes Muster zurück und begann mich wieder zu beschimpfen. Jetzt reiss dich doch zusammen und sei nicht so eine Memme, sei nicht so ein Versager. Gott sei Dank merkte ich es gerade noch im richtigen Moment, bevor es ausser Rand und Band geriet. 

So stand ich von meinem Bürostuhl auf öffnete das Fenster, schaltete meinen PC aus und atmete tief durch. Ging in mein Zimmer und setzte mich zur Meditation hin. Ich brauchte eine Weile bis es in mir ruhig wurde. Dann konnte ich endlich mit meiner Übung beginnen und es wurde ruhig. Über dieses Ritual werde ich auch mal noch schreiben, doch nicht heute.


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Nach dem ich mir selbst vergeben konnte für meine verbalen Hiebe, wurde es wieder ruhig in mir, mein Kopf fühlte sich leichter an und ich atmete auch wieder tiefer. Mein Gesicht lag nicht mehr in Anspannung und ein Lächeln konnte sich wieder breit machen. Meine innere Haltung mir gegenüber wurde wieder freundlich und meine Gedanken waren wieder angenehm, sowie meine Handlungen auch wieder ruhiger wurden.

Vergebensarbeit mache ich ausschliesslich für mich, dass es mir gut geht. Ich will in meiner Kraft sein und das kann ich nur, wenn ich mich entscheide in Frieden zu leben. Du kennst sicher das Sprichwort:
"Willst du Recht haben oder Glücklich sein?"
Ich entscheide mich fürs Glücklich sein. Für was entscheidest du dich?

Vergebung heisst auch, Schuldzuweisung loslassen. Heute war ich gar nicht fair mit mir selbst, meine Beschuldigungen waren ungerechtfertigt. Mir selbst zu vergeben ist ein Geschenk an mich selbst. Es kostet nichts, ausser etwas Zeit für mich selbst und ist so kostbar.

bis bald Karin




Donnerstag, 19. Januar 2017

Französisch / 45

Wie hast du es mit dem französisch Sprechen? Nun immer wenn ich mein französisch brauche, kommen mir die Wörter nur auf englisch in den Sinn. Ich hatte heute noch ein Telefonat zu erledigen, auf einem Amt in Neuenburg. Klar war meine erste Frage, sprechen sie deutsch? Rate mal, klar konnte niemand deutsch.


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Also nahm ich alle meine Courage hervor und begann, smal talk geht ja noch. Wenn dann aber noch Fachbegriffe erforderlich sind, wird's holprig. Und wenn's mal holpert kommen mir nicht mal mehr die einfachsten Worte in den Sinn, wie zum Beispiel meine Tochter. Die Hände und Füsse konnte ich ja durchs Telefon auch nicht hervor nehmen.

Ich holperte da so vor mich hin und sagte nach einer Weile, un instand svp., atmete kurz durch und sprach weiter. Eines muss ich sagen, die Dame am anderen Ende war sehr geduldig und half mir so gut es ging. Als ich fast fertig war mit meinen Erklärungen, fragte Sie mich: do you speek english. Yeeeeesss I do. 

Sofort war das Eis gebrochen und unser Gespräch ging ganz fliessend und alles war klar. Sie meinte sie hätte alles verstanden was ich auf französisch gefragt habe. Und dass ich die nötigen Formulare erhalte. Phuu war ich froh.

Ich war doch recht stolz auf mich, dass ich fast bis am Schluss französisch sprach, meinen Widerstand los lies und einfach drauf los sprach. Ich dachte mir dabei ganz einfach, ok ich versuche es jetzt mal, sie kann nicht deutsch ich gebe jetzt mein bestes und ich hoffte, dass sie das auch tut.

Hürden überwinden und Hemmungen loslassen wenn man unsicher ist. TUN, ist die ganz einfach Antwort für eine Veränderung. 

Wo ein Wille auf beiden Seiten ist, ist auch ein Weg. Dies hat hier genau den Punkt getroffen.

bis bald Karin





Mittwoch, 18. Januar 2017

Haushaltpapier-Rolle / 46

Hast du schon mal durch eine Haushaltspapier-Röhre geschaut? Sicher hast du das schon gemacht, oder durch ein WC-Papier Röhre. Als Kinder klebten wir sie zusammen und hatten einen Feldstecher, wenn er ganz edel war, hatte er noch ein farbiges Papier über der Öffnung. Vielleicht ein oranges vom Zibelemärit-Täfeli. (Für die, die nicht wissen was der Zibelemärit ist, das ist unser Zwiebelmarkt im November ein riesen Fest, empfehlenswert zu besuchen).

Heute hatte ich wieder einmal so eine leere Rolle in der Hand und schaute durch. Da kam so ein Impuls, mal wieder mit der durchs Haus zu gehen und alles durch diese Rolle an zu sehen. Das kleine Kind in mir war hoch erfreut. Mach das mal wieder nur zum Spass. 


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Es gab mir zwei total verschiedene Sichten. Die Eine war, den Fokus auf eine Sache gerichtet, in der anderen Sichtweise fühlte ich mich eingeengt. Ich sah nur gerade das was ich anpeilte. Oft ist meine Sichtweise ganz fokussiert auf eine Arbeit oder Tätigkeit. Da blende ich um mich rum alles aus. Das ist sicher eine Gabe, sich nicht ablenken zu lassen.

Die andere Sichtweise ist einengend, auf eine Art auch stur fokussiert. Also ich sehe zum Beispiel nur den schwarzen Punkt, den Fleck, den Schmerz, den Aufwand, die Arbeit oder sonst etwas, dass mir zu viel oder zu schwer ist. Ich sehe dann alles Andere rund um mich auch nicht mehr. Wie die schönen Dinge im Leben, das was alles schon gut läuft. Diesen Blick hatte ich oft während meines Burnout.

Heute kann ich den Feldstecher oder das Fernrohr wieder gut zur Seite legen und das grosse Ganze erkennen. Ich habe mir gedacht, dass ich meiner Haushaltpapierrolle in der Küche noch eine weitere Aufgabe zu ordne. Wenn ich mich in Zukunft stur auf etwas fokussiere, nehme ich diese Rolle und schaue kurz durch. Dann lege ich sie wieder weg und schaue mich um, um zu sehen was es sonst noch so alles gibt.

Hilfsmittel für das Loslassen sind immer eine gute Sache. So wie mich kenne, brauche ich die Haushaltspapierrolle gar nicht in die Hand zu nehmen. Denn das Wissen, dass sie noch eine andere Aufgabe hat, reicht eigentlich schon um eine andere Sichtweise ein zu nehmen. 

Ich staune immer wieder über mich selbst, was in mir alles vor sich geht, wenn ich etwas entsorge, wie diese Rolle. Ich habe immer wieder so Gedanken, die mich anregen Schritte vorwärts zu gehen. Es gibt Menschen, die sagen ich hätte zu viel Zeit. Ich sehe das etwas anders, ich übe mich in Gedankenoptimierung, was für mich so viel heisst wie: Gedanken zu pflegen, die mich weiter bringen und mir gut tun. Aber auch das ist wieder einmal mehr eine Ansichtssache. 

bis bald Karin



Dienstag, 17. Januar 2017

Fehlermeldung / 47

Das Wetter macht auch der Technik zu schaffen. Heute mittag stellte ich fest, dass einige Webseiten nicht mehr abrufbar waren von meinen Kunden. Nach kurzer Kontaktaufnahme mit dem Support, bestätigten sie mir ihre Probleme.



quelle:karinmeister


Für die Einen war das ein Desaster, für die Anderen war es halt so und keine grosse Sache. Es war für mich wieder einmal ein schönes Bild, wie eine Situation nicht für alle das Gleiche bedeutet. 

Ich konnte jede Reaktion nach voll ziehen und hatte auch Verständnis dafür, dass es bei den einen ziemlichen Ärger auslöste. Trotzdem hatte ich auch das Gefühl, dass diese Situation gerade sehr willkommen war um Dampf ab zu lassen. Also Dampf ablassen ist auch loslassen, wenn man es dann wirklich auch loslässt und den Ärger nicht wieder hervor holt.

Ich dachte dann am Nachmittag noch etwas über die verschiedenen Reaktionen nach und stellte folgendes fest. 

Manchmal lasse ich auch Dampf ab und es muss mal raus, da brauche ich jemand der mir zuhört und am liebsten gar nichts dazu sagt. Es muss einfach raus. Bei mir ist es aber so, wenn ich Dampf ablasse ist es dann gut, es geht mir besser und ich kann es bei dem belassen, denn ändern kann ich ja in dem Moment selbst nichts.

Es gab aber auch Momente, wo ich dann bei jeder Gelegenheit meine Geschichte wieder und wieder erzählte und so immer wieder im Kochtopf war um zu dampfen. So blöd denn es veränderte ja gar nichts, ausser dass ich mich immer wieder von neuem ärgerte.

Wenn ich etwas gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist es genau das, einmal ärgern zählt für 3-5 Minuten und dann ist fertig. Denn meine Lebenszeit ist zu kostbar um mich länger zu ärgern.

Fazit ist, jede Situation ist für jeden Menschen anders, wie lange er sich ärgern, freuen oder sie neutral bewertet, ist jedes einzelnen freie Wahl. Ich bin fürs Loslassen, so schnell wie möglich, vor allem ärgerliche Situationen.

Wie sieht das bei dir aus? Welchen Weg gehst du meistens? Immer wieder in den Dampfkochtopf oder einfach kurz und intensiv?

bis bald Karin



Montag, 16. Januar 2017

Angespannt / 48

Ist das aber kalt draussen. Eigentlich ist es ja mehr der Wind der durch alles durch zieht und es so klirrend kalt macht. Ich war heute im Wald spazieren, es war so märchenhaft schön, aber eben so kalt. Meine kleine Kisha wollte auch gar nicht lange draussen sein, obwohl wir spielten und uns heftig bewegten. 

Ich wurde mir heute der körperlichen Anspannung so richtig bewusst. Kennst du sicher auch, wenn es so kalt ist zieht man sich so richtig zusammen. Der ganze Körper ist angespannt und kurz vor dem Zittern. Den Kopf eingezogen, die Hände zusammengeballt und ich bewegte mich mit schnellen Schritten. Plötzlich merkte ich wie verkrampft ich war vor lauter Kälte und ich war richtig dick eingepackt. 

So blieb ich einen Moment stehen und versuchte mich zu entspannen, lies alle meine Muskeln locker und atmete tief ein und aus. Ich begann los zu lassen und merkte das ich nicht mehr kalt hatte als vorher, als ich total angespannt war. Also spazierte ich langsam weiter, konzentrierte mich auf meinen Atem und sobald meine Muskeln sich irgendwo wieder zusammen zogen lies ich wieder los. Es dauerte eine ganze Weile bis ich entspannt spazieren konnte und die Anspannungen nicht wieder kamen. Je mehr ich mich auf das Loslassen und Entspannen konzentrierte desto wärmer bekam ich. Das war eine ganz spanende Erfahrung.


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Es war wieder einmal richtig Sinnbildlich, je mehr ich etwas festhalten will, desto angespannter werde ich, desto weniger kann ich entspannt handeln. Vor allem auch der Geist wird unflexibel und hat nur die Gedanken, mir ist das kalt. Man kann die Schönheit der Natur gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Auch da gilt wieder worauf wir den Fokus richten von dem erhalten wir mehr.

Nach dieser Wahrnehmung konnte ich dann mit Kisha ruhig spielen und mit ihr rum rennen. Auch sie wurde entspannter und ruhiger, so dass unser Spaziergang doch noch gemütlich wurde trotz der Kälte.

Gedanken erzeugen Gefühle und nach den Gefühlen handeln wir. Also sei auf der Hut was du denkst...  Ist ja nichts Neues, doch immer wieder schön es vor Augen geführt zu erhalten und es bewusst wahr zu nehmen, zu erkennen und vor allem, es dann zu verändern. Genau das ist der Prozess, nicht nur zu Wissen sondern es zu erkennen und zu verändern. Also wichtig nicht nur im Wissensbereich hängen bleiben sondern die weiteren Schritte auch TUN!

bis bald Karin



Sonntag, 15. Januar 2017

Sonnenlicht / 49

Es war heute ein wunderschöner Tag, denn die Sonne drückte heute wieder etwas durch die Wolkendecke. Ich bin nun mal ein richtiges Sonnenkind, sobald sich die Sonne zeigt ist meine Laune schon ganz oben. Ich bin mit sehr wenig glücklich.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich ein Sonnenkind bin. Darum habe ich mir heute auch etwas Gedanken gemacht darüber. Es ist nicht so das ich stets schlecht gelaunt bin, wenn die Sonne nicht sichtbar ist oder es regnet. Nein, für mich ist die Sonne einfach ein Stimmungsaufheller, und ich bin mir sicher, dass es nicht nur mir so geht.

Die Natur war wieder einmal ein Sinnbild, was passiert wenn die Sonne scheint. Der Schnee schmilzt gerade davon. Die Menschen draussen, lachen wieder. Da Passt doch das Zitat von Petrus Ceelen perfekt.

"Sobald die Sonne scheint, schmilzt der Schnee. Ein wenig Wärme und das Eis bricht. Ein wenig Güte und wir Menschen tauen auf." 

Schön ist es wenn wir die Sonne in unseren Herzen tragen denn, wenn wir von innen nach aussen strahlen, zaubern wir ein Lächeln auf ein Gesicht von anderen Menschen.

Es gibt auch die Schattenseite. Wenn ich manchmal so fröhlich und friedlich durch die Strassen gehe und Menschen begegne, die den Kopf zu Boden senken und missmutig sind. Kommt doch ab und zu mal die Aussage, was läuft denn mit dir? Du siehst so gut gelaunt aus, bist du verliebt oder was? Das kommt in einem Ton an, der wie ein Vorwurf klingt. Ist dir vielleicht auch schon passiert. Es gab Tage wo ich mich dann schlecht fühlte, weil es mir gut ging und ich gut gelaunt war. Doch heute habe ich festgestellt, dass ich dieses ungute Gefühl losgelassen habe. 

Ich lasse mir meine gute Laune nicht mehr ausreden oder mies machen von Menschen, die schlechte Laune habe. Es ist meine Entscheidung ob ich die Sonne in meinem Herzen tragen will und diese nach aussen strahlen lassen will.



Es gibt ein Musikstück das heisst: Lass die Sonne in dein Herz, von Wind.
Ich habe für mich den Text etwas abgeändert und dieses Lied sehr lange auf meinen Spaziergängen gesungen, vor allem der Refrain.

Lass die Sonne in mein Herz, schick die Sorgen himmelwärts, gib den Träumen etwas Freiheit.....

Durch diesen Refrain konnte ich solche Miesepeter loslassen. Yesss!!!

bis bald Karin



Samstag, 14. Januar 2017

Lauberhorn / 50

Viele Menschen pilgerten Heute nach Wengen um das Lauberhorn-Rennen zu sehen. Ich nicht, ich wollte es mir im TV-ansehen. 

Gestern Abend habe ich mir die Zusammenfassung und Siegerehrung der Kombi-Fahrten angesehen, und war ganz überwältigt von den 3 Siegern. Alles neue junge Namen, toll, also ich fand es ganz schön. Die Freude und die Aussage, dass einfach alles gepasst habe, Startnummer, Wetter, Material und der volle Einsatz. Kamen bei mir sehr sympathisch rüber. Während des Interview kam mir folgendes Zitat in den Sinn:


"Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment."

Alles beginnt, geschieht, genau im richtigen Moment, nicht früher nicht später. Also der Sieg der 3 Jungen Skirennfahrer gestern kam genau im richtigen Moment.

Das heute das Lauberhorn-Rennen abgesagt wurde kam ebenfalls genau im richtigen Moment. Auch wenn es schade ist, auch wenn ganz viele Menschen so vielen unermüdlichen Einsatz gegeben haben, um das Rennen möglich zu machen. Es geschah zur richtigen Zeit und hat einen Sinn.


quelle:wikipedia

Vielleicht in dem Fall, uns zu zeigen, dass die Natur das letzte Wort haben kann. Vielleicht zu zeigen, dass man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand kann. Vielleicht auch, dass die drei jungen Gewinner von gestern ihren Sieg etwas länger geniessen können und wer weiss vielleicht hat es ganz andere Gründe.

Ich kenne das auch aus eigener Erfahrung, wie oft wollte ich schnell aus meinem Burnout raus, wollte ich sofort wieder gesund sein. Doch auch ich konnte nichts vorziehen, beschleunigen, überspringen, nein ich machte jeden Schritt, der genau im richtigen Moment kam. Denn viele dieser Schritte erweisen sich heute für mich als sehr Wertvoll.

Loslassen von Vorstellungen wie etwas sein sollte, ist eine richtig harte Herausforderung, dabei den Fokus nicht zu verlieren und Vertrauen zu haben, dass alles im richtigen Moment beginnt. Das wurde mir heute an den beiden Beispielen vom Lauberhorn nochmals vor Augen geführt.

Denn statt das Lauberhorn-Rennen zu schauen, habe ich die Dokumentation über Bernhard Russi geschaut. Die kann ich nur empfehlen und werde da keine Worte darüber verlieren, ausser sie ist sehr, sehr gut und hat mich tief berührt!

Für mich persönlich hatte die Absage schon Sinn gemacht, dass ich eben die
Dokumentation gesehen habe.

bis bald Karin






Freitag, 13. Januar 2017

Post it / 51

Loslassen und wiederkommen. So ging es heute mehr oder weniger den ganzen Tag. Schnee, Wind, Glatteis, Sonne. Bei meinem Spaziergang hatte ich wirklich alles gehabt. So schnell wie das Wetter wechseln kann, können wir auch loslassen.

Wie gestern gesagt war heute mein zweiter Tag Buchhaltung. Ja mein Kopf ist immer noch voller Zahlen und das losreissen gelang mir etwas besser als gestern. Ich habe mir aber auch ein Lob ausgesprochen, da ich es geschafft hatte alles in der gewünschten Zeit zu erledigen. Ich fluchte nicht, obwohl ich öfters kurz davor stand. In diesen Momenten entschied ich mich für das Kopf lüften und durch zu atmen. Ich habe mir da aber ein Hilfsmittel vorbereitet bevor ich mit arbeiten begann.

quelle:karinmeister

Diese Post it erinnerten mich ans Trinken, das Andere ans Pausen machen und das Dritte keep smiling. So konnte ich heute Abend meine Postit mit Dankbarkeit entfernen und denke, dass ich mir solche Hilfsmittel öfters zu nutzen machen werde in Zukunft.

Loslassen kann manchmal wirklich nur mit Hilfsmittel gelingen, denn wenn man so in seinem Flow ist, vergisst man halt einfach die Vorsätze. Ist ja auch menschlich, wir sind ja da um Erfahrungen zu machen.

Hast du auch schon Hilfsmittel gebraucht um eine Veränderung zu erreichen? Wenn ja darfst du gerne schreiben welche, könnte ja sein, dass ich/wir auch davon profitieren könnte(n).

bis bald Karin



Donnerstag, 12. Januar 2017

Buchhaltung / 52

Völlig vertieft in eine Arbeit zu sein und kaum zu merken wie die Zeit verrinnt. Genau das ist mir heute passiert. Ich habe mich an meine Buchhaltung gesetzt und die Zeit ging im Fluge vorbei. Gut war, das ich sehr speditiv voran kam und ich den Faden kaum verloren hatte.

Glücklicherweise kam immer wieder mein Hund und meldete sich, dass sie auch noch da sei. Doch leider kam sie heute wirklich tagsüber zu kurz. Na gut sie hat es überlebt und ich auch.

Loslassen in Momenten wo es einfach rollt und man so im Fluss ist, ist wirklich eine grosse Herausforderung. Denn meine Zahlen wären mir ja nicht davon gelaufen. Da habe ich wirklich noch Potential zur Veränderung. Ist ja gut, dass ich weiss, das es immer noch Ecken gibt wo ich noch üben darf. Kann gleich morgen nochmal einen Schritt probieren, da ich noch für eine andere Firma die Buchhaltung mache. Die will ich gleich morgen erledigen, da ich ja noch im Flow bin.


quelle:723.ch

Mit der Herausforderung auch Pausen zu machen und meinen Hund nicht zu vergessen.

Für heute reicht es mir aber jetzt darum ist auch mein Post nur ganz kurz.

bis bald Karin



Mittwoch, 11. Januar 2017

Komplimente / 53

Ein Kompliment zu erhalten ist etwas sehr schönes, wenn man es annehmen kann. Genau mit diesem Thema hatte ich sehr lange meine liebe Mühe. Wenn ich ein Kompliment erhalten habe, hatte ich es meist mit ähnlichen Worten abgewertet oder abgetan wie:

  • ist doch keine Sache,
  • ist doch nicht der Rede wert,
  • mach doch nicht so ein grosser Wind darum
  • usw.

Seit längerem bin ich am Üben, mich für ein Kompliment zu bedanken und es an zu nehmen. Heute hatte ich gleich zwei Komplimente erhalten und siehe da, ohne obige Einwände zu gebrauchen, konnte ich mich darüber freuen und mich herzlich dafür bedanken. Es war mir wirklich gleich nach dem bedanken aufgefallen, dass ich keine Einwände hatte. Dazu gab es mir ein sehr angenehmes Gefühl.


quelle:pinterest.com

Vor allem als ich sah, wie mein Gegenüber ebenfalls gestrahlt hatte, als ich mich bedankte. Ich habe wohl sehr oft Menschen vor den Kopf gestossen, wenn ich obige Worte gebraucht hatte. Denn diese Menschen hatten etwas für schön oder gut empfunden und wollten mir das mitteilen und ich konnte diese Wertschätzung nicht annehmen.

Beim reflektieren dieser beiden Situationen wurde mir auch bewusst, dass ich mich selbst in der letzten Zeit öfters gelobt habe und mich mehr wert zu schätzen gelernt habe. Diese Erkenntnis war für mich sehr wohltuend, denn ich konnte wieder etwas loslassen, was mir in der Vergangenheit öfters mehr geschadet als genutzt hat. 

Ehrlich gemeinte Komplimente zu verschenken ist eine sehr schöne Sache, denn das Lächeln auf dem Gesicht des beschenkten ist so viel Wert.

Wann hast du das letzte Mal ein Kompliment erhalten und es freudig entgegen genommen? Kannst du das?

Wann hast du das letzte Mal ein Kompliment verschenkt und ein freudiges Lachen erhalten? Wie hat es sich für dich angefühlt?

Zwei Fragen, die dich vielleicht auch zum Nachdenken bringen, ob du dich selbst wertschätzt und ob du deine Mitmenschen wertschätzt. 

Du darfst den Post gerne teilen oder weiter empfehlen wenn er dir gefällt.

bis bald Karin



Dienstag, 10. Januar 2017

Winterwonderland / 54

Der heutige Schneefall, bot so einige Bilder. Ich sah wie die Leute am Schneeschaufeln waren, ich auch, oder wie die Menschen ganz vorsichtig auf dem Trottoir gingen. Alles ging etwas bedächtiger, ruhiger, auch auf der Strasse fuhren die Autofahrer etwas langsamer und vorsichtiger. Gut die einen auch ganz zaghaft.... Wie auch immer, der Schnee lässt uns alle einen Gang bis zwei runter schalten. Es ist kein Problem wenn man Verspätung hat, man hat ja Verständnis dafür. 

Wie sieht es morgen aus? Man weiss ja das es Schnee hat, das man für den Weg etwas mehr Zeit einrechnen muss. Ist dann die Erwartung schon wieder ganz oben, dass man pünktlich und wieder mit "normalem" Tempo sich fortbewegt? Klar, denn man hat sich ja sofort daran zu gewöhnen und sich darauf ein zu stellen, dass man sofort wieder im gewohnten Trott weiter macht. 

Ist die Winterzeit nicht auch da mal einen Moment lang alles etwas ruhiger zu nehmen, die weisse Pracht vielleicht auch mal zu geniessen? Wären das vielleicht Momente mal tief durch zu atmen und etwas Geschwindigkeit raus zu nehmen?


quelle:karinmeister

Das genau gleich gilt doch auch im Sommer, wenn wir so eine richtige Hitze haben. Die ersten beiden Tage hat man noch Verständnis, aber dann...

Die Natur gibt uns stetige Hinweise auch mal etwas zu geniessen und inne zu halten. Ich meine nicht, überhaupt nichts mehr zu tun und einfach aufhören zu arbeiten. (Warum eigentlich nicht, denn der Schnee macht ja unter Umständen nur einen kurzen Besuch).

Ich meine mal wieder eine Schneeflocke auf den Handschuhen an zu schauen, das Wunder zu betrachten, zu wissen, dass es keine Schneeflocke gibt, die gleich aussieht. Offen zu sein für die kleinen Dinge im Leben und daran Freude zu haben. Das ist für mich auch loslassen.

Wenn ich mich entscheide heute einmal mehr an die frische Luft zu gehen und dem Schneefall zu zusehen. Mich kurz ausklinke aus meiner Arbeit und die für einen Moment loslasse.

Vielleicht hattest du heute noch keine Zeit den Schneefall zu geniessen. Wie wäre es mit einem Abendspaziergang durch die Winterlandschaft? Es könnte sein, dass dir das ganz gut tut und du die Magie des Winters etwas spüren kannst.

Geniesse das Winterwonderland mit einer Schneeballschlacht oder mit einem Schneemann bauen. Viel Spass dabei, ich hatte es heute, beim bauen des Schneemannes.

bis bald Karin